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20-Jähriger wegen digitaler Übergriffe auf Mädchen verurteilt: Gericht verhängt fast zwei Jahre Haft

21.05.2024 16:00:08 | Randers, Mitteljütland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Ein 20-Jähriger aus Favrskov wurde in Randers wegen digitaler Übergriffe auf Mädchen zu fast zwei Jahren Haft und Entschädigungszahlungen verurteilt.

Ein 20-jähriger Mann aus Favrskov wurde vom Gericht in Randers zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Der Mann wurde des digitalen Missbrauchs und der Bedrohung mehrerer Mädchen und junger Frauen über einen längeren Zeitraum für schuldig befunden.

Laut der Polizei von Ostjütland (Østjyllands Politi) nutzte der Täter die Social-Media-Plattform Snapchat, um Kontakt zu seinen Opfern herzustellen. Er zwang die jungen Mädchen unter Androhung von Gewalt gegen ihre Familien dazu, ihm Nacktbilder zu schicken. Diese Bedrohungen schockierten und verängstigten die betroffenen Mädchen zutiefst.

Specialanklager Jesper Rubow, der für die Staatsanwaltschaft in Ostjütland zuständig ist, äußerte sich erleichtert über das Urteil. Er betonte, dass der Täter durch seine einschüchternde Rhetorik und sein Verhalten vielen jungen Frauen große Angst eingejagt habe. „Es ist beruhigend zu wissen, dass der Täter nun zur Rechenschaft gezogen wurde und eine Zeit im Gefängnis verbringen wird“, so Rubow.

Zusätzlich zur Haftstrafe wurde dem Verurteilten verboten, ohne ausdrückliche Erlaubnis Kontakt zu Minderjährigen unter 18 Jahren aufzunehmen. Diese Maßnahme gilt auf unbestimmte Zeit und soll verhindern, dass der Täter künftig weitere Mädchen belästigt. Ferner muss der Mann eine Entschädigung von rund 25.000 Dänischen Kronen (ungefähr 3.350 Euro) an einige der geschädigten Mädchen zahlen.

Der Fall wurde als Geständnisverfahren vor Gericht verhandelt, was bedeutet, dass der 20-Jährige die Vorwürfe vollständig eingestand. Darüber hinaus beinhaltete seine Schuld auch Vergehen wie sexuelle Belästigung von Minderjährigen unter 15 Jahren, Einschüchterung von Zeugen und den Besitz sowie die Verbreitung von Kinderpornografie. Die belastenden Materialien fand die Polizei auf dem Mobiltelefon des Angeklagten.

Seit dem 1. Februar befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Bis zu einer möglichen Berufung gegen das Urteil hat der Verurteilte nun Zeit, darüber nachzudenken, ob er das Urteil anfechten möchte. Sollte er sich für eine Berufung entscheiden, würde der Fall vor ein höheres Gericht gehen.

Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, wachsam gegenüber Online-Bedrohungen und digitalem Missbrauch zu sein. Eltern und Erziehungsberechtigte werden ermutigt, regelmäßig das Online-Verhalten ihrer Kinder zu überprüfen und sie über die Risiken der Nutzung sozialer Medien aufzuklären.

Weitere Informationen und Updates zu diesem Fall bieten die Polizei von Ostjütland auf ihrer Webseite an: [Østjyllands Politi](https://politi.dk/oestjyllands-politi/nyhedsliste/idoemt-faengsel-for-digitale-kraenkelser-af-unge-piger/2024/05/21).