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42-jähriger verurteilt: Manipulierte Notrufe und Betrug bei Krankenakten in Dänemark

17.05.2024 15:00:08 | Randers, Mitteljütland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Ein 42-Jähriger wurde in Randers, Mitteljütland, wegen Betrugs und Umleitung von Notrufen zu einer therapeutischen Maßnahme verurteilt.

In einem bemerkenswerten Fall ist ein 42-jähriger Mann kürzlich von einem dänischen Gericht wegen mehrfachen Betrugs und falscher Anrufweiterleitungen zu einer therapeutischen Maßnahme verurteilt worden. Zwischen dem 25. April und dem 11. Mai 2019 war es ihm gelungen, zahlreiche Notruf- und Krisentelefonnummern von dänischen Institutionen auf seine persönliche Nummer umzuleiten, was erhebliche Störungen hervorgerufen hat.

Im ersten bekannten Vorfall am 25. April 2019 leitete der Mann erfolgreich 32 Anrufe von der Psychiatriefondens Hotline auf seine eigene Telefonnummer um. Die Anrufe gingen an ihn anstatt an die zuständigen Berater, die in Krisensituationen Hilfe leisten. Diese Weiterleitungen fanden innerhalb einer Stunde statt, bevor der Betrug auffiel und gestoppt wurde.

Ein weiterer schwerwiegender Vorfall ereignete sich am 11. Mai 2019. An diesem Tag wurden 279 Anrufe, die eigentlich für den ärztlichen Notdienst der Region Midtjylland bestimmt waren, durch den Trick des Mannes umgeleitet. Diese Anrufe beinhalteten auch zahlreiche Notfallkontakte zur ärztlichen Bereitschaft. Der Vorfall geschah in einem knappen Zeitraum von etwa einer halben Stunde und sorgte für erhebliche Verwirrung und potenzielle Gefahr für Personen, die dringend medizinische Hilfe benötigten.

Neben diesen Täuschungen gelang es dem Täter, sich Zugang zu sensiblen medizinischen Daten zu verschaffen, indem er sich als Mitarbeiter eines Krisenservice ausgab. So konnte er auf ein elektronisches Journalsystem zugreifen und Personenkennzeichen (CPR-Nummern) von Bürgern einsehen. Darüber hinaus stellte er der Stadt Kopenhagen fingierte Rechnungen für nie stattgefundene Krankentransporte, wodurch die Stadt um etwa 50.000 Kronen betrogen wurde.

Das Gericht im dänischen Randers sah die Beweise als ausreichend an, um den Mann schuldig zu sprechen und ordnete eine therapeutische Maßnahme an, um sicherzustellen, dass er keine ähnlichen Straftaten in der Zukunft begeht. Rosa Pape, eine leitende Staatsanwältin bei der Anklagebehörde von Ostjütland, äußerte Zufriedenheit über das Urteil und die präventive Wirkung der Maßnahme.

Einige Anklagepunkte gegen den Mann wurden fallengelassen, da das Gericht diese als nicht ausreichend bewiesen ansah. Trotzdem zeigt der Fall, welche schwerwiegenden Folgen technische Manipulationen und Identitätsbetrug haben können, besonders wenn sie gegen lebenswichtige öffentliche Dienste gerichtet sind.

Dieser Fall, der von der dänischen Polizei Østjyllands Politi (Ostjütlands Polizei) untersucht und zur Anklage gebracht wurde, verdeutlicht die Notwendigkeit starker Sicherheitsmaßnahmen in der Kommunikationsinfrastruktur und einer sorgfältigen Überprüfung von Zugängen zu sensiblen Systemen. Er regt zudem zur Diskussion über präventive Maßnahmen und rechtliche Konsequenzen für digitale Kriminalität an.

Weitere Details und aktuelle Informationen zu diesem Fall und der rechtlichen Bewertung können auf der offiziellen Webseite der dänischen Polizei unter politi.dk, ins Deutsche übersetzt Ostjütlands Polizei, eingesehen werden.