fbpx
Skip to main content

Cirkus Solvej: Kein Fördergeld trotz wachsender Beliebtheit und ausverkaufter Shows

09.07.2024 20:00:05 | Vendsyssel, Nordjütland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Cirkus Solvej erhält trotz großer Beliebtheit keine staatliche Förderung. Kulturministerium schweigt zu Kriterien und Entscheidungsträgern.

In Dänemark sorgt die Verteilung von Fördermitteln an lokale Zirkusse für erhebliche Diskussionen. Während einige Zirkusse von der nationalen Kulturförderung profitieren, bleibt das traditionsreiche Cirkus Solvej, trotz seiner umfangreichen Aktivitäten, ohne Unterstützung. Diese Entscheidung des Kulturministeriums hat zu großen Unmut bei den Verantwortlichen des Zirkusses geführt.

Cirkus Solvej, unter der Leitung von Victor Høegh Abrahamsen, fühlt sich ungerecht behandelt. „Es ist, als ob wir komplett übersehen wurden“, beklagte Abrahamsen. „Wir haben im vergangenen Jahr 29 Vorstellungen gegeben und planen in diesem Jahr 70, aber das scheint keine Rolle zu spielen.“ Besonders enttäuschend sei die Tatsache, dass das Cirkus Solvej als erstes Zirkus seit 30 Jahren auf der Insel Læsø aufgetreten ist – ein kulturelles Highlight für die Region.

Im Juni wurden im Rahmen eines Förderprogramms des dänischen Kulturministeriums fünf Millionen Kronen an verschiedene Zirkusse verteilt. Sieben Zirkusse erhielten Summen zwischen 200.000 und 1,8 Millionen Kronen, darunter bekannte Namen wie Cirkus Arena und Zirkus Nemo. Cirkus Solvej ging jedoch leer aus. Dies wirft Fragen bezüglich der Kriterien und des Auswahlverfahrens auf, die bis jetzt unbeantwortet geblieben sind.

Zora Nikodemova, die künstlerische Leiterin von Cirkus Solvej, zeigte sich verwirrt über den undurchsichtigen Prozess. „Wir wissen nicht, wer diese Entscheidungen trifft und nach welchen Kriterien“, sagte sie. Besonders unverständlich ist für Nikodemova, dass ein Zirkus, das laut Ministerium in den letzten fünf Jahren nicht aktiv war, dennoch Unterstützung erhält. „Das entspricht nicht unseren Vorstellungen eines gerechten Verfahrens“, fügte sie hinzu.

Bisher blieben alle Versuche, eine Erklärung von offizieller Seite zu erhalten, erfolglos. Weder das Kulturministerium noch die zuständige Kulturbehörde konnten oder wollten detaillierte Informationen zu den Auswahlkriterien geben. Stattdessen verwiesen sie auf ein öffentliches Dokument, das jedoch nur allgemeine Bestimmungen enthält und die konkreten Fragen von Cirkus Solvej unbeantwortet lässt.

Trotz der Enttäuschung und des finanziellen Rückschlags will Cirkus Solvej sein Engagement nicht aufgeben. „Wir lassen uns nicht unterkriegen und werden unseren Tourneeplan durchziehen“, betonte Abrahamsen. Der Tourplan umfasst neben Auftritten in Vendsyssel auch Shows in Jütland, auf Fünen und auf Langeland.

Die künstlerischen Darbietungen, die Tiere und die farbenfrohen Lichter des Cirkus Solvej ziehen stets ein begeistertes Publikum an. Die Zirkus-Gemeinschaft hofft, dass sich ihre harte Arbeit und ihr Engagement letztendlich auszahlen werden – möglicherweise durch eine zukünftige Anerkennung und Förderung.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass das Kulturministerium seine Entscheidungsprozesse transparenter gestaltet und den ansässigen Zirkussen eine faire Chance gibt. Diese kulturellen Institutionen spielen eine wichtige Rolle in der Unterhaltung und Bildung der Bevölkerung und verdienen gerechte Unterstützung.