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Erfolgreiches Umweltprojekt: Artenvielfalt in der Suså erblüht

15.05.2024 11:40:02 | Næstved, Region Sjælland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Das Projekt „Mehr Leben in der Suså“ in Næstved fördert erfolgreich die Biodiversität mit Fischen und Muscheln und schafft neue Freizeitmöglichkeiten.

Die Suså, der längste Fluss auf der dänischen Insel Seeland, hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen. Dank des Umweltprojekts „Mehr Leben in der Suså“, das im Jahr 2016 von der Stadtverwaltung Næstved initiiert wurde, hat sich die Biodiversität dieses Flusses erheblich verbessert.

Das Projekt erhielt maßgebliche finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union und zielte darauf ab, das ökologische Gleichgewicht und die Artenvielfalt in der Suså wiederherzustellen. Eine der Hauptzielarten des Projektes war die dickschalige Flussperlmuschel, die nur noch hier auf Seeland vorkommt. Besondere Maßnahmen wurden getroffen, um ihre Population zu erhöhen und ihr Überleben langfristig zu sichern.

Durch die Initiative der Stadt Næstved wurden über 35.000 Elritzen und 1.500 nördliche Flussgrundeln ausgesetzt. Diese Fische sind nicht nur ein Indikator für sauberes Wasser, sondern auch essentiell für den Lebenszyklus der Flussperlmuschel, da deren Larven auf den Fischkiemen haften und sich dort entwickeln.

Vor Beginn des Projekts war die Population der dickschaligen Flussperlmuschel auf lediglich fünf Individuen geschrumpft. Nach intensiven Anstrengungen und strategischen Maßnahmen, einschließlich der Einführung von Fischarten und der Schaffung von Sandbänken und beschatteten Uferzonen, wird die aktuelle Population auf beeindruckende 8.000 Muscheln geschätzt.

„Wir sind stolz auf diese erheblichen Fortschritte“, sagte Rune Kristensen, Vorsitzender des Ausschusses für Klima, Umwelt und Naturtourismus von Næstved. „Dieses Projekt zeigt, dass wir durch vereinte Anstrengungen und nachhaltige Maßnahmen einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt haben können.“

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt des Projektes war die Zusammenarbeit mit mehr als 40 lokalen Landbesitzern. Diese Kooperation war entscheidend für die Umsetzung der verschiedenen Naturschutzmaßnahmen entlang des Flusses, wie die Entfernung unerwünschter Pflanzenarten und die Anpflanzung neuer Baumreihen, die die Beschattung der Gewässer fördern und so die Lebensbedingungen für viele Arten verbessern.

In den kommenden Jahren wird die Stadt Næstved die Entwicklung der neu eingebrachten Arten und die Flussperlmuscheln genau überwachen. Dafür sind weitere Untersuchungen geplant, bei denen auch moderne Techniken wie Elektro-Fischerei eingesetzt werden, um die Fischpopulationen und den Zustand der Muscheln zu evaluieren.

Des Weiteren hat das Projekt nicht nur ökologische, sondern auch soziale und touristische Vorteile gebracht. Neue Einrichtungen wie Kanueinstiegsstellen und Rastplätze entlang des Flusses machen die Suså attraktiver für Erholungssuchende und Naturliebhaber.

Insgesamt hat „Mehr Leben in der Suså“ nicht nur zur Rettung und Erhaltung bedrohter Arten beigetragen, sondern auch ein Vorbild für ähnliche ökologische Projekte in anderen Regionen geschaffen. Es bleibt zu hoffen, dass die positive Entwicklung in der Suså auch in Zukunft anhält und weiterhin als Symbol für erfolgreiche Naturschutzarbeit dient.