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Erosion bedroht Tversted: Küstenschutzgruppe fordert dringende Maßnahmen

17.05.2024 6:10:12 | Tversted, Nordjylland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Küstenschutzgruppe in Tversted warnt vor starker Erosion durch Hafenerweiterung in Hirtshals, was Tourismus und Natur gefährdet.

Die Küstenschutzgruppe in Tversted hat in diesem Jahr verstärkt auf die Sicherung ihrer Küsteninteressen in der Tannisbugt hingewiesen. Im Rahmen einer Informationsanfrage erhielt die Gruppe eine neue Zwischenbericht aus Januar 2024, der von Hirtshals Hafen in Auftrag gegeben wurde. Dieser Bericht, nun in seiner dritten Version, wirft ein besorgniserregendes Licht auf die aktuellen Erosionsprobleme in der Region.

Besonders bemerkenswert sind die Erkenntnisse, die aufzeigen, dass die Küstenerosion in Tversted in den letzten Jahrhunderten weniger gravierend war als heutzutage. Untersuchungen auf beiden Seiten der Zufahrt in Tversted haben eine etwa 30 cm dicke Humusschicht in den Böschungen freigelegt, die auf eine relativ stabile Küste in der Vergangenheit hindeutet. Im Gegensatz dazu ist die heutige Erosion deutlich besorgniserregender.

Die Küstenschutzgruppe äußert sich besorgt über die Auswirkungen der Erweiterung des Hirtshals Hafens auf die Küstenlinie der Tannisbugt. Obwohl sie den Ausbau des Hafens nicht grundsätzlich ablehnt, drängen sie auf Maßnahmen, um negative Auswirkungen auf die Küsten zu vermeiden. Angesichts der Ergebnisse aus der erwähnten und zahlreichen früheren Berichten, suchte die Gruppe ein Gespräch mit der Gemeinde Hjørring und wurde letzte Woche mit unerwarteten Erkenntnissen konfrontiert.

Die Gemeinde Hjørring informierte die Küstenschutzgruppe darüber, dass der erhaltene Bericht nicht für ihre Einsicht bestimmt war und forderte eine Überarbeitung des Berichts. Sie arbeiten nun zusammen mit dem Küstendirektorat an einer neuen Interpretation der dynamischen Auswirkungen des größten küstentechnischen Bauwerks in der Geschichte Dänemarks. Diese neue Interpretation soll die Grundlagen vieler Berichte der letzten Jahrzehnte, die als Entscheidungsgrundlage für frühere Hafenerweiterungen dienten, infrage stellen. Die Küstenschutzgruppe argumentiert, dass dadurch bisher geltendes Recht außer Kraft gesetzt wird und fordert eine Überprüfung durch unabhängige internationale Experten.

Seit über einem Jahrzehnt verzeichnet die Küstenschutzgruppe in Tversted die größte Küstenerosion Dänemarks. Die Gemeinde stellt dies als ein vorübergehendes Phänomen dar, verursacht durch eine Sandwelle, die sich entlang der Küste bewegt. Während die Gruppe die Existenz einer solchen Sandwelle nicht leugnet, betont sie, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist. Andere Studien deuten auf ein erhebliches Defizit im sogenannten Sandbudget nordöstlich von Hirtshals hin, da große Mengen Sand durch den Hafen gestoppt und nach Lønstrup transportiert werden. Dieses Ungleichgewicht im Sandhaushalt resultiert in Erosion.

Die Strände und die umgebende Natur von Tversted sind entscheidende Ressourcen für die Region. Aufgrund der unsicheren Bedingungen am Strand wird das Rettungsteam der TrygFonden 2024 in Tversted nicht präsent sein. Auch wenn keine Häuser direkt vom Meer bedroht sind, fürchten die Bewohner wirtschaftliche Einbußen, insbesondere im Tourismussektor.

Die Tversted Bürger- und Tourismusvereinigung ruft daher zu sofortigen Maßnahmen auf, um die Erosion zu stoppen und den Fortbestand der Region zu sichern.