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Frederikshavn stellt keine Mittel für zweite Staffel der Erfolgsserie Oxen bereit

20.06.2024 13:20:05 | Frederikshavn, Nordjylland
Frederikshavn stellt keine Mittel für zweite Staffel der Erfolgsserie Oxen bereit
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Frederikshavn verweigert Finanzmittel für zweite Staffel der Serie “Oxen” trotz vorheriger wirtschaftlicher Vorteile durch Dreharbeiten in der Region.

Frederikshavn lehnt Finanzierung einer zweiten Oxen-Staffel ab

Die erfolgreiche TV-Serie "Oxen" hat mittlerweile mehr als eine Million Zuschauer erreicht, sei es via Streaming auf TV2 Play oder im traditionellen Fernsehen. Die sechsteilige Krimiserie, die auf den Büchern von Jens Henrik Jensen basiert, folgt dem Leben eines ehemaligen Soldaten mit PTSD, der in den Wäldern Nordjütlands lebt und dort auf Verbrechen stößt.

Ein erheblicher Teil der ersten Staffel wurde in der dänischen Kommune Frederikshavn gedreht, die das Projekt mit 750.000 Kronen unterstützt hat. Trotz eines lokalen wirtschaftlichen Impulses durch die Produktion – der örtliche Konsum für Drehorte, Requisiten, Verpflegung und Unterkünfte belief sich auf knapp 1,8 Millionen Kronen – entschied sich die Kommune kürzlich gegen eine finanzielle Unterstützung für die zweite Staffel.

Die Entscheidung wurde auf einer Sitzung des Stadtrats am vergangenen Mittwoch getroffen. Bürgermeisterin Birgit S. Hansen erklärte gegenüber dem lokalen Nachrichtenportal kanalfrederikshavn.dk, dass die Erwartungen der Gemeinde nicht erfüllt wurden und daher keine weiteren Gelder bereitgestellt werden.

Das Produktionsunternehmen SF Studios hatte um eine Summe von 500.000 Kronen gebeten, also weniger als die ursprüngliche Förderung. Dennoch lehnte der Stadtrat ab. Hansen betonte, dass die Investition in die erste Staffel unter der Annahme erfolgte, dass die Serie signifikante wirtschaftliche Vorteile für Frederikshavn bringen würde.

"Oxen" war nicht die erste TV-Produktion in der Region. Bereits die TV2-Serie "Norskov" nutzte die Gemeinde als Kulisse. Auch bei "Norskov" gab es durch die Produktion lokale wirtschaftliche Vorteile, jedoch deutlich weniger stark ausgeprägt.

In Deutschland erfreut sich "Oxen" ebenfalls großer Beliebtheit, das erste Kapitel lockte etwa 2,5 Millionen deutsche Zuschauer vor die Bildschirme. Diese Zuschauerzahlen unterstreichen die internationale Reichweite der Serie, die auf dem deutschen Markt gut aufgenommen wurde.

Die Diskussion um die Finanzierung von TV-Produktionen spiegelt ein größeres Thema wider: den Wert kultureller Investitionen für lokale Gemeinden. Eine Serie kann durchaus wirtschaftliche Vorteile bringen, doch diese Vorteile sind schwer messbar und oft nicht so unmittelbar oder deutlich wie erwartet.

Obwohl Frederikshavn die finanzielle Unterstützung für "Oxen" nun eingestellt hat, bleibt die Gemeinde ein attraktiver Standort für zukünftige Film- und TV-Produktionen. Die Region bietet nicht nur malerische Landschaften, sondern auch historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten, die für verschiedene Geschichten genutzt werden können.

Für die Fans der Serie bleibt abzuwarten, welche finanziellen Lösungen SF Studios für die Fortsetzung der Serie finden wird. Ob es alternative Finanzierungsmöglichkeiten oder neue Drehorte geben wird, ist derzeit noch unklar. Die Entscheidung der Kommune ist jedoch ein Zeichen für Produzenten und Gemeinden gleichermaßen, wie wichtig es ist, die wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen von Medienproduktionen sorgfältig abzuwägen.