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Hjørring Vorreiter: Demenswoche 2024 führt Menschen mit Demenz zurück ins Gemeinschaftsleben

24.04.2024 7:28:01 | Hjørring
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Hjørring nimmt ab 24.4.2024 mit der Initiative “Ta’ med” eine Vorreiterrolle ein, um Menschen mit Demenz ins soziale Leben zurückzuholen.

In Dänemark wird eine innovative Initiative zur Förderung der sozialen Inklusion und Lebensqualität von Menschen mit Demenz ins Leben gerufen. Die Kommune Hjørring im Norden Jütlands nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, indem sie ab dem 24. April 2024 eine besondere Einladung an diese Bevölkerungsgruppe ausspricht, aktiv am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Unter dem Motto “Ta’ med” (zu Deutsch: “Komm mit”) werden spezielle Unternehmungen und Veranstaltungen angeboten, die darauf ausgerichtet sind, Menschen mit Demenz zu motivieren, sich mehr einzubringen und das Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken.

Die Bedeutsamkeit dieser Maßnahme ergibt sich aus ernüchternden Statistiken, die zeigen, dass ungefähr 83 Prozent der von Demenz Betroffenen sich nach der Diagnose aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Dieser Rückzug führt oft zu Isolation und Einsamkeit. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, häufig spielen jedoch Verunsicherung und Angst, in peinliche Situationen zu geraten oder von der Gemeinschaft nicht mehr akzeptiert zu werden, eine wesentliche Rolle.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben sich in Hjørring lokale Kultureinrichtungen, Sportklubs und freiwillige Organisationen zusammengetan, um in Zusammenarbeit mit Fachkräften ein inklusives und aktivierendes Programm zu entwickeln. Diese lokalen Initiativen zeigen, wie durch gemeinschaftliche Anstrengungen Menschen mit Demenz wieder mehr in das soziale Leben integriert werden können.

So organisiert beispielsweise das beratende und aktivitätsfördernde Angebot RAV in Vendsyssel am 7. Mai 2024 eine Musikaufführung mit dem Therapeuten Jens Anderson-Ingstrup, die speziell darauf abzielt, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu erreichen. Zudem findet am 8. Mai eine sogenannte Erinnerungsbio im MovieHouse in Hjørring statt, die einen Kinobesuch in einem demenzfreundlichen Umfeld ermöglicht. Diese und weitere Veranstaltungen bieten nicht nur Unterhaltung, sondern sind auch Gelegenheiten zum Austausch und zur Information über das Thema Demenz, sowohl für Betroffene als auch für die breitere Öffentlichkeit.

Das Engagement der Kommune Hjørring und ihrer Partner verdeutlicht die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens, um Menschen mit Demenz nicht zu marginalisieren, sondern sie als integralen und wertvollen Teil der Gemeinschaft zu betrachten. Die Initiative steht als beispielhaftes Modell dafür, wie durch Zusammenarbeit, Aufklärung und gezielte Angebote ein inklusiver Raum geschaffen werden kann, der allen Menschen ein würdevolles und aktives Leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten erlaubt.

Das Projekt in Hjørring könnte somit als Inspirationsquelle für ähnliche Initiativen nicht nur in Dänemark, sondern auch international dienen, um das Bewusstsein für die Herausforderungen, denen Menschen mit Demenz gegenüberstehen, zu schärfen und Ansätze zu ihrer Überwindung zu entwickeln.