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Jugendlicher in Randers wegen Mordes an Gleichaltrigem zu acht Jahren Haft verurteilt

11.06.2024 15:00:08 | Randers, Mitteljütland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Ein 16-jähriger wurde in Randers, Mitteljütland, wegen Mordes an einem Gleichaltrigen zu acht Jahren Haft verurteilt. Die Tat ereignete sich in Grenaa.

Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Randers, zur Tatzeit 15 Jahre alt, wurde am Dienstagmorgen von einem Geschworenengericht für schuldig befunden, einen Gleichaltrigen erstochen zu haben. Das schicksalhafte Ereignis ereignete sich am 26. November vergangenen Jahres auf dem Platz vor dem Bahnhof in Grenaa. Der Täter fügte dem Opfer mit einem Messer eine tödliche Verletzung im Brustbereich zu, woraufhin der Verletzte kurz darauf verstarb.

Laut Jesper Rubow, dem verantwortlichen Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft in Ostjütland, bereut der verurteilte Täter zutiefst seine Entscheidung, ein Messer bei sich geführt und letztlich eingesetzt zu haben. Dies führte zu verheerenden Folgen, und wie Rubow erklärte, hätte der Jugendliche seine Handlungen rückgängig gemacht, wenn er die Möglichkeit dazu gehabt hätte.

Die Polizei erhielt am 26. November um 17:47 Uhr einen Notruf über den Vorfall. Mehrere Polizeistreifen trafen umgehend am Tatort ein. Der verletzte 15-Jährige wurde vor Ort durch Rettungskräfte versorgt, jedoch waren die Verletzungen zu schwerwiegend, um sein Leben zu retten.

Bei der Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht in Randers stellte das Geschworenengericht fest, dass es sich um einen Mord und nicht um Totschlag, wie der Angeklagte zuvor zugegeben hatte, handelte. Rubow äußerte sich dazu, dass er sowohl fachlich als auch juristisch zufrieden mit dem Urteil sei, da das Gericht der Auffassung der Staatsanwaltschaft folgte.

Rubow betonte jedoch, dass es sich um eine sehr tragische Angelegenheit für alle Beteiligten handelt. Besonders betroffen seien die Hinterbliebenen des Opfers, aber auch die Familie des Verurteilten. Er hoffe, dass das Urteil den Beteiligten einen Abschluss ermögliche und ihnen helfe, mit ihrem Leben fortzufahren.

Neben der Verurteilung wegen des Mordes musste sich der 16-Jährige auch wegen eines versuchten, schweren Angriffs verantworten. Im Anschluss an die tödliche Attacke versuchte er, einen weiteren Heranwachsenden mit dem Messer anzugreifen. Dieser wurde nicht getroffen, doch seine Kleidung wurde beschädigt.

Dies führte dazu, dass das Gericht den Jugendlichen ebenfalls für den Versuch schweren Angriffs verurteilte. Rubow verdeutlichte, dass das harte Strafmaß – insbesondere für einen so jungen Täter – eine ernste Warnung darstellt. Es solle die erhebliche Gefahr, die das Mitführen eines Messers in öffentlichen Räumen birgt, unterstreichen.

Der 16-Jährige wurde weiterhin für schuldig befunden, gegen das dänische Waffengesetz verstoßen zu haben, und das Tatwerkzeug wurde zur Vernichtung freigegeben. Zudem wurde er angewiesen, den Hinterbliebenen des Opfers eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 220.000 dänischen Kronen zu zahlen.

Das Gerichtsverfahren zog sich über mehrere Verhandlungstage, begonnen am 14. Mai, hin. Der Schuldspruch erfolgte am Dienstag, 11. Juni. Seit seiner Festnahme war der Verurteilte in einer gesicherten Jugendstrafanstalt inhaftiert und wird dort auch nach der Urteilsverkündung weiterhin untergebracht sein, während er darüber nachdenkt, ob er gegen das Urteil Berufung einlegen möchte.

Für weitergehende Informationen und Stellungnahmen zur Verhandlung können Medienrepräsentanten die Staatsanwaltschaft Ostjütland und Jesper Rubow, den zuständigen Staatsanwalt, unter der Telefonnummer 29 10 96 56 kontaktieren.

Quelle: Bericht der Staatsanwaltschaft Ostjütland (Østjyllands Politi), veröffentlicht am 11. Juni 2024.