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Kleines dänisches Brauerei-Camp zieht Wohnmobilreisende aus ganz Europa an

09.07.2024 19:50:08 | Nr. Nissum, Mitteljütland
Kleines dänisches Brauerei-Camp zieht Wohnmobilreisende aus ganz Europa an
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Nr. Nissum Håndbryg zieht Wohnmobilreisende an, doch Horesta Camping klagt gegen die Sondergenehmigung, da sie unfaire Wettbewerbsbedingungen sieht.

Das kleine Übernachtungsangebot bei Nr. Nissum Håndbryg, einem Handwerksbrauer mitten in Dänemarks Natur, hat auf sich aufmerksam gemacht. Im ländlichen Lemvig gelegen, bietet der Ort nicht nur selbstgebrautes Bier und Tapas, sondern auch idyllische Campingmöglichkeiten. Insbesondere für Wohnmobilurlauber aus ganz Europa scheint dieser ruhige Platz attraktiv zu sein.

Jens Bjørling Grøn, der Eigentümer und Brauer von Nr. Nissum Håndbryg, hebt hervor, dass die einzigartige Atmosphäre und das Angebot von Bierverkostungen die Besonderheit seines Campingplatzes ausmachen. Ihrer Meinung nach heben sich solche Attraktionen von den gewöhnlichen Mindestanforderungen anderer Campingplätze ab.

Im Mai dieses Jahres erteilte der Stadtrat von Lemvig einstimmig die Genehmigung für 30 Camping-Einheiten auf dem Gelände von Nr. Nissum Håndbryg. Doch es gab prompt Widerstand. Die Branchenorganisation Horesta Camping hat Einspruch gegen die Genehmigung eingelegt. Die Hauptkritik: Die kleine Anlage müsse nicht die selben strengen Auflagen erfüllen wie größere, etablierte Campingplätze.

Bent Thodsen, Vorsitzender von Horesta Camping, erläutert die Bedenken: "Wir sind nicht gegen Innovationen oder Wettbewerb, aber die Bedingungen müssen fair sein." Laut geltendem Campingreglement müsste eine neue Anlage mindestens 100 Stellplätze haben, es sei denn, besondere Umstände sprechen dagegen.

Jens Bjørling Grøn argumentiert, dass seine kleine Anlage einen touristischen Mehrwert für die Region bietet und speziell auf die Bedürfnisse von Wohnmobilreisenden eingeht. Seine Gäste, so betont er, suchen das Besondere abseits der großen Campingplätze. "Viele unserer Gäste würden sich ansonsten auf Rastplätzen oder am Strand niederlassen", so Grøn. Er sieht daher keine echte Konkurrenz zu den bestehenden Campingplätzen in der Umgebung.

Horesta Camping verweist jedoch darauf, dass sowohl der nahegelegene Campingplatz Lemvig Strandcamping als auch Toftum Bjerge Camping nicht vollständig ausgelastet sind, nicht einmal in der Hochsaison. Dies unterstreiche die fehlende Rechtfertigung für zusätzliche Stellplätze bei Nr. Nissum Håndbryg.

Steffen Damsgaard, Vorsitzender des Technik- und Umweltausschusses von Lemvig, verteidigt die Entscheidung der Genehmigung. Die Kommune setze auf eine strategische Förderung des Tourismus und glaube, dass speziell für Wohnmobile ein Bedarf bestehe. "Wir gehen nicht davon aus, dass diese kleine zusätzliche Kapazität die anderen Campingplätze in der Region negativ beeinflusst", erklärt Damsgaard.

Zusammengefasst strebt Nr. Nissum Håndbryg nicht nur danach, ein einzigartiges und einladendes Ziel für Natur- und Bierliebhaber zu sein, sondern auch eine Lücke im aktuellen touristischen Angebot zu füllen. Die Debatte über die Fairness und die Reglementierungen der Campingbranche bringt spannende Fragen zur touristischen Entwicklung und den Bedürfnissen der Reisenden in den Vordergrund.