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Kunst in Aarhus: Ausstellung “Positive Porträts” kämpft gegen HIV-Stigmatisierung

16.05.2024 10:09:01 | Aarhus, Mitteljütland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

In Aarhus zeigt die Ausstellung “Positive Porträts” großformatige Gemälde von Menschen mit HIV, um Vorurteile abzubauen und das Verständnis zu fördern.

In Aarhus findet im Mai eine bemerkenswerte Kunstinstallation statt, die sich mit einem sensiblen, aber wichtigen Thema auseinandersetzt: dem Leben mit HIV. Unter dem Titel “Positive Porträts” zeigt die Ausstellung eine Reihe großformatiger Gemälde, die das Ziel haben, bestehende Vorurteile und Stigmatisierungen zu durchbrechen. Die Präsentation wird vom 21. bis zum 31. Mai im Rathaus von Aarhus zu sehen sein und verspricht eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Leben der Betroffenen.

Der Künstler hinter dieser Initiative, Mathilde Fenger, hat 13 Personen porträtiert, die mit HIV leben. Eines der großflächigen Werke zeigt Jannick Martin Bech Jensen, der im Jahr 1993 mit HIV diagnostiziert wurde. Diese Diagnose war lange Zeit mit vielen negativen Assoziationen und Missverständnissen belastet. Doch durch Fortschritte in der Medizin und umfassende Informationskampagnen hat sich die Situation erheblich verändert. Bech Jensen selbst unterstreicht, dass heutige Behandlungsmethoden sicherstellen, dass HIV-positive Menschen, die regelmäßig ihre Medikamente einnehmen, das Virus nicht übertragen können.

Mathilde Fenger hat durch ihre Kunst eine Bühne geschaffen, auf der die Geschichten und Realitäten von Menschen mit HIV offen und respektvoll dargestellt werden. Dieser künstlerische Ansatz ist nicht nur eine Präsentation von Bildern, sondern auch ein kraftvolles Werkzeug zur Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung. Die Ausstellung zielt darauf ab, ein differenziertes Bild der Krankheit zu vermitteln und auf die alltäglichen Herausforderungen und Erfolge der Betroffenen hinzuweisen.

Die Ausstellung wird von der dänischen Organisation AIDS-Fondet unterstützt, die seit ihrer Gründung im Jahr 1985 auf die Bekämpfung von HIV und AIDS sowie die Unterstützung der Betroffenen spezialisiert ist. Die Organisation hat sich zur Aufgabe gemacht, durch Forschung, Information und konkrete Hilfsangebote die Lebensqualität von Menschen mit HIV zu verbessern und die Verbreitung des Virus zu verhindern.

Lars Christian Østergreen, Geschäftsführer von AIDS-Fondet, betont die langfristigen Ziele dieser Initiative: “Trotz der medizinischen Fortschritte sind Stigmatisierung und Diskriminierung immer noch große Herausforderungen für Menschen, die mit HIV leben. Es ist essenziell, dass wir als Gesellschaft unser Verständnis und unsere Wahrnehmung von HIV und AIDS weiterentwickeln.”

Jannick Martin Bech Jensen hat in der Vergangenheit als Redner und Aufklärer gearbeitet und teilt offen seine Erfahrungen mit der Diagnose HIV. Er betont die Wichtigkeit von Akzeptanz und respektvollem Umgang im Alltag. Er führt aus, dass insbesondere ein informierter und empathischer Umgang des Umfelds entscheidend dafür ist, dass Menschen mit HIV ein erfülltes Leben führen können.

Die “Positive Porträts” Ausstellung ist somit nicht nur ein künstlerisches Projekt, sondern auch ein symbolisches und sozialkritisches Statement. Sie lädt Besucher ein, sich aktiv mit dem Thema HIV auseinanderzusetzen und fördert ein besseres Verständnis für die Realität jener, die mit der Krankheit leben. Durch diese Initiative hoffen die Organisatoren und Künstler, langfristig ein Umdenken in der Gesellschaft zu bewirken und den Betroffenen den Respekt und die Anerkennung zu verschaffen, die sie verdienen.

Die Ausstellung ist an Wochentagen von 8 bis 16 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Besonders interessant wird die Eröffnung am 21. Mai sein, bei der sowohl Susse Wold, die Präsidentin von AIDS-Fondet, als auch die Künstlerin Mathilde Fenger anwesend sein werden, um über das Projekt zu sprechen und Fragen der Besucher zu beantworten.