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Mehr Geld für Kultur: Museen in Mittel- und Westjütland erhalten Millionen-Zuschüsse

16.05.2024 15:40:08 | Bjerringbro, Mitteljütland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Dänische Museen in Mittel- und Westjütland erhalten Millionen-Zuschüsse durch eine neue staatliche Reform zur besseren regionalen Verteilung der Kulturförderung.

In einer großangelegten Reform der staatlichen Zuschüsse für dänische Museen können sich mehrere Kulturinstitutionen in den Regionen Mittel- und Westjütland über eine signifikante finanzielle Unterstützung freuen. Diese Reform wurde kürzlich von einer breiten politischen Mehrheit beschlossen und umfasst eine Umverteilung der Gelder, um eine gerechtere geografische Verteilung und eine Modernisierung der bisherigen Strukturen zu gewährleisten. Dies soll nicht nur die kulturelle Vielfalt fördern, sondern auch die Attraktivität der kleineren Museen erhöhen.

Mogens Jensen, Kultursprecher der Sozialdemokraten und gewählter Vertreter des Wahlkreises Vestjylland im dänischen Parlament, erläuterte in einer Pressemitteilung die Details des Abkommens. Diese Umstrukturierung ist Teil eines größeren Vorhabens, veraltete Gesetzgebungen zu überarbeiten und verkrustete Strukturen aufzubrechen, um regionale Kulturangebote zu stärken.

Zu den großen Gewinnern der neuen Zuschussregelung gehört das Energimuseum, das auf zusätzliche 1,8 Millionen Kronen pro Jahr hoffen kann. Dieses Museum, gelegen in der Nähe von Bjerringbro, spezialisiert sich auf die Geschichte und Entwicklung der Energiegewinnung und wird durch die neuen Mittel seine Ausstellung erweitern und modernisieren können, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Weitere Nutznießer der Reform sind das Museum Jorn in Silkeborg, dem 1,7 Millionen Kronen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Dieses Museum, das eine beeindruckende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst beherbergt, plant mit den neuen Geldern, seine pädagogischen Programme und Sonderausstellungen auszubauen.

Auch kleinere Museen profitieren von der Regelung. So erhält das Museum Thy, bekannt für seine Ausstellungen zur Geschichte und Kultur der nordwestlichen Region Jütlands, ebenfalls eine Erhöhung von 1,8 Millionen Kronen. Das Ringkobing Fjord Museum wird um 500.000 Kronen zusätzlich unterstützt und plant, diese Mittel in die Verbesserung seiner maritimen Ausstellungen zu investieren.

Zwei weitere Museen, das Heart (Herning Museum of Contemporary Art) und das Lemvig Museum, erhalten jeweils 200.000 Kronen zusätzlich. Das Heart, das für seine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst bekannt ist, und das Lemvig Museum, das sich mit der regionalen Geschichte und den Naturwissenschaften beschäftigt, planen, die zusätzlichen Mittel zur Verbesserung ihrer Infrastruktur und zur Durchführung neuer Projekte zu verwenden.

Diese Reform ist ein bedeutender Schritt für die kulturelle Landschaft Dänemarks und zeigt das Bestreben der Regierung, nicht nur die großen, oft in den Metropolen gelegenen Kulturinstitutionen zu unterstützen, sondern eben auch die kleinen und regionalen Museen. Damit wird der Zugang zur Kultur landesweit gerechter verteilt und den Museen in weniger bevölkerten Gebieten die Möglichkeit gegeben, ihre Attraktivität und Relevanz zu steigern.

Für deutsche Touristen bietet diese Entwicklung eine hervorragende Gelegenheit, bei einem zukünftigen Besuch in Dänemark auch weniger bekannte, aber ebenso faszinierende Museen außerhalb der Großstädte zu entdecken und somit einen tieferen Einblick in die vielfältige Kulturgeschichte unseres Nachbarlandes zu erhalten.