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Mitarbeiter von Jugendstrafanstalt wegen Pflichtverletzungen verurteilt

11.06.2024 13:00:12 | Nykøbing Sjælland, Region Seeland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Vier Zeitarbeiter der Jugendstrafanstalt Bakkegården in Nykøbing Sjælland wurden wegen grober Pflichtverletzung und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz verurteilt.

Ein skandalöser Vorfall auf der gesicherten Jugendstrafanstalt Bakkegården in Nykøbing Sjælland hat nun sein juristisches Ende gefunden. Vier ehemalige Mitarbeiter einer privaten Zeitarbeitsfirma wurden von einem dänischen Gericht wegen schwerer Pflichtverletzungen verurteilt. Die jungen Männer im Alter von 20 bis 27 Jahren standen im Zentrum eines Prozesses, der erhebliche Mängel bei der Aufsicht und Sicherheit aufdeckte.

Im Jahr 2022 arbeiteten die vier Angeklagten als Zeitarbeiter auf der Jugendstrafanstalt Bakkegården, einer Einrichtung für inhaftierte Jugendliche. Während ihrer Dienstzeit wurden gravierende Aufsichtspflichtverletzungen festgestellt, die in mehrfacher Hinsicht alarmierend waren. Es stellte sich heraus, dass in mehreren Nächten Jugendliche ungestört in Gemeinschaftsräumen rauchen konnten. In einem besonders kritischen Fall nahm ein Jugendlicher eine unbekannte Tablette zu sich, und in einem weiteren Fall wurde bei einem der Jugendlichen ein Mobiltelefon gefunden, das er eigentlich nicht besitzen dürfte.

Der jüngste der vier Angeklagten, ein 20-Jähriger, geriet zusätzlich in Schwierigkeiten, da er beschuldigt wurde, gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben. Er hatte Tabletten unbekannten Inhalts in die Einrichtung geschmuggelt und diese an zwei inhaftierte Jugendliche weitergegeben. Dieses Verhalten warf ernsthafte Fragen hinsichtlich der Sicherheit und des Schutzes in der Jugendstrafanstalt auf.

Das Gericht verurteilte die Männer zu unterschiedlichen Strafen. Der 20-jährige Angeklagte erhielt eine dreimonatige Haftstrafe, ein weiterer Angeklagter erhielt eine Zusatzstrafe von 70 Tagen, während die anderen beiden zu 40 bzw. 20 Tagen Haft verurteilt wurden. In allen Fällen wurden die Strafen zur Bewährung ausgesetzt, was bedeutet, dass sie unter bestimmten Bedingungen nicht sofort ins Gefängnis müssen.

Interessanterweise hatte die Staatsanwaltschaft zusätzlich gefordert, dass den Verurteilten bis auf Weiteres das Recht entzogen wird, beruflich oder in ihrer Freizeit mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Das Gericht entschied jedoch, diesem Antrag nicht nachzukommen. Dies basierte auf einer Bewertung der strafbaren Handlungen und der persönlichen Umstände der Täter.

Die Urteile werfen ein Licht auf die dringend notwendigen Reformen im Bereich der Überwachung und Sicherheit in Einrichtungen für gefährdete Jugendliche. Dieser Fall soll nicht nur als Mahnung dienen, sondern auch als Anstoß für weitere Gespräche und Maßnahmen zur Verbesserung der Zustände in solchen Einrichtungen.

Weitere Informationen zu diesem Fall und den vollständigen Polizeibericht finden Sie auf der offiziellen Website der dänischen Polizei: midt-og-vestsjaellands-politi-nyhedsliste.

Quellennachweis: Mit freundlicher Genehmigung der dänischen Polizei (Midt- og Vestsjællands Politi)