fbpx
Skip to main content

Museumsreform bringt Vardemuseerne Millionenförderung und neue Ausstellungen

16.05.2024 18:30:11 | Varde, Syddanmark
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Vardemuseerne in Varde, Syddanmark, erhält dank neuer Museumsreform 4,8 Mio. Kronen mehr jährlich und plant große Ausstellungen und Projekte.

Vardemuseerne, ein Museumsverband in Dänemark, hat durch eine neue Museumsreform eine erhebliche Erhöhung ihrer staatlichen Unterstützung erfahren. Das jährliche Budget stieg von 3,4 Millionen auf 8,2 Millionen Kronen, was eine Steigerung von 4,8 Millionen Kronen bedeutet. Mit diesen zusätzlichen Mitteln will der Verband seine Ausstellungskapazitäten und Veranstaltungen wesentlich ausbauen.

Claus Kjeld Jensen, der Direktor von Vardemuseerne, drückt seine Freude über diese finanzielle Unterstützung aus und sieht darin eine Chance, die Qualität und Vielfalt der Angebote deutlich zu verbessern. Zu den zum Verband gehörenden Museen zählen unter anderem das Tirpitz in Blåvand, das von der Geschichte des Atlantikwalls während des Zweiten Weltkrieges erzählt, sowie das Flugt-Museum in Oksbøl, das sich mit den Themen Flucht und Migration befasst.

Besonders spannend: Das Tirpitz in Blåvand bereitet für den 4. Mai kommenden Jahres eine große Ausstellung vor, die das 80. Jubiläum des Endes des Zweiten Weltkriegs markiert. Diese Ausstellung wird sich damit auseinandersetzen, wie die Spuren des Krieges beseitigt wurden. In diesem Zusammenhang plant das Museum, eine bisher unzugängliche Bunkeranlage in der Nähe des Tirpitz zu öffnen und eine Audioführung – genannt “Lydvandring” – anzubieten.

Vardemuseerne plant außerdem eine umfassende Fünfjahresstrategie für alle angeschlossenen Museen. Mit den neuen finanziellen Mitteln können ambitioniertere Projekte angegangen werden, was laut Jensen zu einer größeren Dynamik und Attraktivität der musealen Landschaft in der Region führen wird.

Claus Kjeld Jensen, ebenfalls Vorsitzender der Organisation Danske Museer (ODM), welche die 95 staatlich anerkannten Museen in Dänemark vertritt, bezeichnet die Reform als historisches finanzielles Aufbruchssignal. Er weist auf den Erfolg des letzten Jahres hin, in dem die Museen einen Besucherrekord aufstellten. Diese positive Entwicklung soll durch die neuen Finanzierungsstrukturen weiter gestärkt werden.

Die Reform sieht vor, dass die Museen anhand von vier Hauptkategorien bewertet werden: Besucherzahlen, Relevanz für Kinder und Jugendliche, wirtschaftliche Nachhaltigkeit sowie Wissensentwicklung. Jede dieser Kategorien spielt eine entscheidende Rolle für die Zuweisung der Fördermittel, wobei die Gewichtung der Kategorien variiert.

Ab dem Jahr 2025 werden jährlich 565,7 Millionen Kronen an die staatlich anerkannten Museen verteilt. Die Reform bringt zudem ein neues Zuschusssystem mit sich, bei dem die Museen in fünf unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. Die genaue Zuweisung der Kategorien wird durch die fachliche und qualitative Bedeutung der Sammlungen jedes Museums bestimmt. Claus Kjeld Jensen ist gespannt, welche Auswirkungen diese neue Kategorisierung auf die einzelnen Museen haben wird.

Insgesamt betrachtet, stellt dieser finanzielle Sprung eine signifikante Unterstützung für die Museumslandschaft in Dänemark dar und bietet den Museen die Möglichkeit, ihre Angebote zu erweitern und für eine breitere Zielgruppe interessanter zu gestalten. Besucher können sich somit auf noch reichhaltigere und lehrreichere Erfahrungen freuen.