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Pizzeria in Dänemark setzt auf Nachhaltigkeit: Jede Pflanze komplett verwertet

11.07.2024 8:20:08 | Hanstholm, Region Nordjylland
Pizzeria in Dänemark setzt auf Nachhaltigkeit: Jede Pflanze komplett verwertet
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Die Pizzeria Østlængen in Hanstholm nutzt alle Pflanzenteile für ihre Pizzen, um Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu fördern.

Die innovative Pizzeria „Østlængen“ in Hanstholm hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Sinne der Nachhaltigkeit wirklich jede Komponente der gelieferten Pflanzen zu verwenden. Ein besonders interessantes Beispiel dieser Philosophie findet sich auf ihrer Speisekarte: Eine Pizza, die nicht nur mit klassischem Käse und Salami belegt ist, sondern auch mit Teilen eines Zwiebelgewächses, die sonst oft im Müll landen. Hjalte Jolander Kirstein, Miteigentümer der Pizzeria, erklärt, dass sie bewusst darauf verzichten, essbare Teile der Pflanzen ungenutzt zu lassen.

„Es ist uns wichtig, bewusster mit Ressourcen umzugehen“, so Kirstein, „sowohl im Hinblick auf die Umwelt als auch aus wirtschaftlichen Gründen. Warum sollte man nur einen Teil einer Pflanze nutzen und den Rest verschwenden?“ Unter anderem verwendet die Pizzeria die grünen Spitzen von Zwiebeln, die sonst selten im Handel zu finden sind – eine kreative Alternative zu Schnittlauch, die vielen Kunden positiv auffällt.

Die Pizzeria bezieht ihre frischen Zutaten von der lokalen Landwirtschaftsinitiative „GrønThy“. Diese wird von Gitte Fauersbækk geleitet, die auf ihren 14 Hektar in Solbjerg auf der Insel Mors sowohl herkömmliche Gemüse als auch Wildkräuter anbaut. Diese unkonventionelle Kombination hilft nicht nur beim natürlichen Wachstum der Pflanzen, sondern bietet auch überraschend schmackhafte Zutaten für die Küche. „Warum sollte man Spitzen von Karotten oder Beten wegwerfen, wenn man daraus exzellente Pestos und Salat-Zutaten machen kann?“, fragt Fauersbækk und ermutigt zu einem ganzheitlichen Ansatz in der Kulinarik.

Das Konzept, alle Teile der Pflanzen zu nutzen, dient dabei nicht nur der Reduktion von Lebensmittelverschwendung, sondern trägt auch zur kulinarischen Vielfalt bei. Die enge Zusammenarbeit mit 15 Restaurants in der Region zeigt, dass Fauersbækk auch wirtschaftlich erfolgreich ist. Doch der Erfolg ihrer Farm gründet nicht nur auf finanziellen Überlegungen, sondern ebenso auf einer tiefen Leidenschaft für Gartenbau und nachhaltige Lebensmittelproduktion.

Ökologisches Denken und nachhaltige Aktionen, wie sie in Hanstholm demonstriert werden, könnten Modellcharakter haben und langfristig dazu beitragen, das Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung zu schärfen. Die Pizzeria „Østlængen“ und „GrønThy“ setzen nicht nur ein Zeichen für eine umweltschonendere Praxis, sondern bieten auch ihren Kunden die Möglichkeit, von innovativer und geschmackvoller Küche zu profitieren.

Die Geschichte dieser Zusammenarbeit und die kreativen kulinarischen Ergebnisse könnten schließlich auch über Dänemark hinaus Interesse wecken, da sie beispielhaft zeigen, wie bewusster Konsum praktisch umgesetzt werden kann. Dies wäre ein wertvoller Input für nachhaltigkeitsorientierte Gastronomiekonzepte auch in anderen Ländern, einschließlich Deutschland.