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Rätselhaftes Fischsterben in Thisted: Badeverbot und intensive Untersuchungen

20.06.2024 14:10:05 | Thisted, Nordjütland
© Foto: Jesper Christiansen

Massives Fischsterben bei Thisted führt zu Badeverbot. Ursache noch unbekannt, giftige Algen und Sauerstoffmangel vermutet. Behörden untersuchen die Situation.

Das mysteriöse Fischsterben im Thisted Bredning sorgt weiterhin für große Unruhe. In der vergangenen Woche wurden entlang der Küstenlinie bei Thisted Bredning zahlreiche tote Fische gefunden, was die Stadt Thisted dazu veranlasste, ein sofortiges Badeverbot zu verhängen. Diese Maßnahme folgt einer Empfehlung der dänischen Gesundheitsbehörde und soll die Bevölkerung vor möglichen Gesundheitsgefahren schützen, bis die Ursache geklärt ist.

Bereits am Montag, den 17. Juni, wurde die alarmierende Situation von Annette Thorning gemeldet. Sie stieß bei einem Morgenspaziergang auf eine ungewöhnlich große Anzahl toter Fische. Auch in der nahegelegenen Stadt Sennels wurde ein ähnliches Massensterben beobachtet, das insbesondere die Besucherin Sabine Dachauer aus Bayern schockierte. Diese Vorfälle haben nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei Touristen für Bestürzung gesorgt.

Die Küstenregion, die vom Badeverbot betroffen ist, erstreckt sich vom südlichen Bereich von Thisted Camping bis nördlich nach Synodal. Diese Zone kann sich je nach weiteren Entwicklungen verändern. Die dänische Umweltagentur und die Gesundheitsbehörde arbeiten eng zusammen, um die genaue Ursache zu ermitteln. Aktuelle Hypothesen umfassen mögliche Umweltverschmutzungen, Temperaturwechsel und Sauerstoffmangel im Wasser. Berit Borksted von der dänischen Umweltbehörde berichtete, dass bisher keine unmittelbaren Anzeichen für Sauerstoffmangel gefunden wurden, jedoch Konzentrationen von möglicherweise toxischen Algen vorhanden sind.

Mikael Hjorth Jensen, ein Biologe der Umweltbehörde, betont, dass Fischsterben in dieser Region vor allem durch Algenblüten oder Sauerstoffmangel verursacht werden kann. Diese Vermutungen werden durch die aktuellen Proben unterstützt, die auf mögliche giftige Algen hinweisen, deren toxische Wirkung weitere Untersuchungen bedarf.

Erik Gustavsson, Vorsitzender des örtlichen Bürgervereins, bezeichnete das Ereignis als potenzielle Umweltkatastrophe. Dies spiegelt die Sorgen vieler wider, dass die natürliche Schönheit und ökologische Vielfalt der Region erheblich beeinträchtigt werden könnte. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind ebenfalls erheblich, da sowohl die Fischerei als auch der Tourismus in der Region wichtige Wirtschaftszweige sind. Ein verlängertes Badeverbot droht, finanzielle Einbußen für die lokale Wirtschaft zu bedeuten.

Um die Bevölkerung zu informieren und aufzuklären, wurde eine Informationshotline eingerichtet. Diese soll Transparenz schaffen und die Ängste der Bürger reduzieren. Lokale Umweltorganisationen unterstützen die Behörden bei der kontinuierlichen Analyse der Wasserproben und der Entwicklung von Gegenmaßnahmen.

Die aktuelle Lage erfordert besondere Vorsicht seitens der Bevölkerung. Bürger und Besucher werden eindringlich gebeten, den Sicherheitsanweisungen zu folgen und alternative Badeorte in Betracht zu ziehen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Der Schutz der öffentlichen Gesundheit bleibt die oberste Priorität, bis die Ursachen des massiven Fischsterbens eindeutig identifiziert und behoben sind.

Abschließend bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die laufenden Untersuchungen der Umweltbehörde liefern werden. Die Hoffnung besteht, dass die Situation sich bald klärt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden können, um die Küstenregion von Thisted wieder uneingeschränkt nutzbar zu machen. Bis dahin bleibt die Zusammenarbeit der Bürger und Behörden entscheidend, um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller zu gewährleisten.