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Regierung stärkt Kultur: Langelands Museum verdoppelt Zuschüsse ab 2025

16.05.2024 17:16:02 | Rudkøbing, Syddanmark
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Die dänische Regierung verdoppelt die Zuschüsse für das Langelands Museum ab 2025 und führt eine gerechtere Finanzierungsstruktur für staatlich anerkannte Museen ein.

Die dänische Regierung hat eine bedeutende Reform zur Finanzierung staatlich anerkannter Museen beschlossen. Seit Jahrzehnten war es Ziel der Politik, eine faire und transparente Methode zur Verteilung von Fördermitteln zu etablieren, die den vielfältigen Aufgaben der Museen gemäß dem Museumsgesetz gerecht wird. Die neue Reform, die ab Januar 2025 in Kraft tritt, soll eine gerechtere Aufteilung der staatlichen Unterstützung sicherstellen und bringt vor allem für das Langelands Museum erhebliche Vorteile.

Am Donnerstag um 15 Uhr stellte Kulturminister Jakob Engel-Schmidt die zentralen Aspekte der Reform in einem öffentlichen Auftritt vor. Diese Nachricht wurde auf Langeland mit Freude aufgenommen, insbesondere von Bürgermeister Tonni Hansen, der die Bemühungen der lokalen Abgeordneten Bjørn Brandenborg und Erling Bonnesen lobte. Beide Politiker haben sich intensiv für eine transparentere und fairere Zuwendungsmodelle eingesetzt, was nun endlich Früchte trägt. „Es ist ein großer Erfolg, dass wir eine gerechtere Verteilung der staatlichen Mittel erzielen konnten“, erklärte Bürgermeister Hansen.

Für das Langelands Museum bedeutet die Reform eine Verdopplung der jährlichen staatlichen Zuschüsse auf rund 2,9 Millionen Kronen. Der Museumsdirektor, Peer Henrik Hansen, zeigte sich erleichtert und betonte die Notwendigkeit dieser Reform. Bisher habe das Museum nach der sogenannten “Hummel-Modell” gewirtschaftet, bei dem viel Aufwand und Engagement nötig waren, um mit begrenzten Mitteln viel zu erreichen. „Die neue Finanzierungsstruktur wird uns ermöglichen, weiterhin hochwertige Bildungs- und Kulturangebote bereitzustellen“, sagte Hansen und zeigte sich zuversichtlich, dass die Reform langfristig positive Auswirkungen auf die Museumslandschaft in ganz Dänemark haben wird.

Das Langelands Museum besitzt vier Zweigstellen, darunter das Koldkrigsmuseum Langelandsfort, das mit seiner eindrucksvollen Ausstellung zur Geschichte des Kalten Krieges ein Publikumsmagnet ist. Hierbei handelt es sich um eine historische Militäranlage, die in den 1950er Jahren erbaut wurde und während des Kalten Krieges als Beobachtungsposten für Aktivitäten des Warschauer Pakts in der westlichen Ostsee diente. Diese authentische historische Stätte bietet sowohl oberirdische als auch unterirdische Einblicke in die militärstrategische Bedeutung der Anlage zu Zeiten des Kalten Krieges.

Ein weiteres Highlight des Museumsnetzwerks ist der Besuch im Tobaksladen in Tranekær, die einzige noch erhaltene Tabakscheune ihrer Art in Dänemark. Diese Scheune stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und erzählt die Geschichte des Tabakanbaus in Dänemark.

Mit der angekündigten Erhöhung der Fördermittel kann das Langelands Museum nun seine Ausstellungen weiterentwickeln und neue Bildungsangebote initiieren. Dies wird nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern auch Touristen aus dem In- und Ausland anziehen, die an der reichhaltigen kulturellen und historischen Landschaft Dänemarks interessiert sind. Die Reform stellt somit einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Museumsförderung dar, die auch das kulturelle Erbe bewahren und erweitern soll.

Die gesteigerte Finanzierung eröffnet neue Möglichkeiten, insbesondere in der archäologischen Forschung und der Vermittlung von Wissen, was Schülergruppen und Bildungsreisen in besonderem Maße zugutekommt. Museen wie jenes in Langeland sind bedeutsame Bildungsstätten, die insbesondere durch die Reform in ihrer Fähigkeit gestärkt werden, Wissen zu generieren und zu teilen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die neue Fördersystematik nicht nur einen Meilenstein in der dänischen Kulturförderung darstellt, sondern auch als Modell für andere Länder dienen könnte, die ebenfalls an gerechteren und transparenteren Finanzierungsmodellen für kulturelle Institutionen arbeiten. Der Erfolg dieser Reform wird in den kommenden Jahren zeigen, wie eine durchdachte Verteilung öffentlicher Mittel die kulturelle und bildungsbezogene Landschaft nachhaltig unterstützen kann.