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Wissenschaftler erforschen Überlebenschancen von Lachsen nach Fängen in Skjern Å

17.05.2024 16:10:08 | Skjern, Mitteljütland
© Dänemark.Guide: Das Bild wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis des Textes erstellt. Es spiegelt nicht unbedingt die reale Situation wieder.

Forscher in Skjern markieren Lachse im Skjern Å mit Funksendern, um deren Überleben nach dem Fang zu untersuchen. Angler helfen durch Meldungen vor Ort.

In der ländlichen Region um die dänische Stadt Skjern gibt es zurzeit ein spannendes wissenschaftliches Projekt, das sich mit den Bewegungsmustern und Überlebenschancen von Wildlachsen befasst. Wissenschaftler der Technischen Universität Dänemarks (DTU Aqua) haben ein Experiment gestartet, bei dem Lachse mit Funksendern versehen werden, um deren Verhalten nach dem Fang und Wiederaussetzen zu verfolgen. Laksens Hus, ein lokales Zentrum für Lachsangeln und -forschung, hat dabei eine zentrale Rolle übernommen, um Angler zu unterstützen und den Erfolg des Projekts zu gewährleisten.

Der Hintergrund des Projekts ist die Untersuchung der Mortalitätsrate von gefangenen und wieder freigelassenen Lachsen. Diese Praxis ist bei Sportanglern weit verbreitet, doch ihre Auswirkungen auf die Fischpopulation sind noch nicht vollständig erforscht. Laksens Hus ruft daher Angler, die am Fluss Skjern Å fischen, dazu auf, sich unmittelbar nach einem Fang zu melden. Dies ermöglicht es dem Team, schnell an Ort und Stelle zu sein und den Fisch mit einem Sender zu markieren, bevor er wieder in die Freiheit entlassen wird.

Kenny Frost, Leiter von Laksens Hus, hat zusammen mit sieben Kollegen eine Messenger-Gruppe eingerichtet, um diese Einsätze zu koordinieren. “Wir sind in der Lage, zeitnah zu reagieren, wenn uns Angler direkt nach einem Fang kontaktieren”, so Frost. “Das erhöht die Erfolgschancen, die Fische rechtzeitig mit einem Sender zu versehen.”

Die bisherigen Ergebnisse des Projekts sind vielversprechend: Vier Lachse wurden bereits markiert, und alle haben die Behandlung gut überstanden. Dies wird durch die erneute Erfassung eines bereits zuvor markierten Lachses belegt, der zunächst in der Nähe von Skarrild gefangen und nach einigen Wochen erneut bei Skjern gefangen wurde.

Die Forscher hoffen, durch die gesammelten Daten wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der Lachse im Fluss zu gewinnen. Diese Informationen sind nicht nur für die wissenschaftliche Gemeinschaft von Bedeutung, sondern auch für die lokalen Behörden und Umweltschutzorganisationen, da sie zur Verbesserung des Fischmanagements und der Schutzmaßnahmen beitragen können.

Das Markierungsprogramm sollte bereits abgeschlossen sein, doch aufgrund der geringen Fangzahlen in diesem Jahr wurde die Frist bis zum 1. Juni verlängert. Diese Verlängerung gibt den Wissenschaftlern mehr Gelegenheit, zusätzliche Daten zu sammeln und eine größere Stichprobe zu erhalten.

Für Touristen und Angler bietet dieses Projekt eine einzigartige Gelegenheit, Teil eines wichtigen wissenschaftlichen Vorhabens zu werden. Es zeigt auch, wie lokale Gemeinschaften und Forscher zusammenarbeiten können, um die natürlichen Ressourcen zu schützen und nachhaltige Umweltpraktiken zu fördern.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Forschungen der DTU Aqua und das Engagement von Laksens Hus zu einer besseren Zukunft für die Lachsbestände im Skjern Å führen. Für Angler bedeutet dies nicht nur ein spannendes Angelabenteuer, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Schutz einer wertvollen Fischpopulation.