Die dänische Insel Møn hat mit ihrer neuen Initiative "Harmøni" ein Zeichen für aktiven Naturschutz gesetzt. Lokale Behörden und Organisationen fordern Bewohner wie Gäste gleichermaßen auf, Verantwortung für die außergewöhnliche Natur der Insel zu übernehmen. Die Kampagne startete am 23. Juni 2025 und möchte mit einfachen, klar kommunizierten Regeln für respektvolles Verhalten in der Umgebung sensibilisieren.

Møn gilt als eines der beeindruckendsten Naturparadiese im Süden der Region Sjælland. Besucher bewundern nicht nur die berühmten Kreidefelsen, sondern auch seltene Flora und Fauna, darunter bedrohte Schmetterlinge, wilde Orchideen und zahlreiche Vogelarten. Viele Landstriche der Insel sind unter Naturschutz gestellt. Trotzdem kommt es immer wieder zu Belastungen durch Tourismus, etwa durch das Verlassen der ausgewiesenen Wege, das Pflücken geschützter Pflanzen oder das Hinterlassen von Abfällen.

Im Mittelpunkt der Harmøni-Kampagne steht ein neuer Verhaltenskodex, der alle auffordert, beim Aufenthalt in der Natur Møns Rücksicht zu üben. Besucher sollen Rückzugsräume für Tiere respektieren und keine Steine oder Pflanzen mitnehmen. Das Motto: Natur ist nicht nur Kulisse, sondern Lebensraum, der geteilt und geschützt werden muss. Die Verantwortlichen setzen dabei auf Aufklärung und persönliche Ansprache, statt auf Verbote. In Galerien und an Informationsständen werden die zentralen Punkte anschaulich dargestellt.

Für deutsche Gäste bietet Møn ein nachhaltiges Naturerlebnis abseits ausgetretener Pfade. Naturverbundene Reisende finden zahlreiche Wanderwege und Beobachtungspunkte, müssen sich aber auch an die lokalen Vorgaben halten – besonders relevant etwa für Camper und Radfahrer. Wer die regionale Artenvielfalt erleben möchte, trägt mit verantwortungsvoller Nutzung der Gebiete zum Erhalt bei.

Mit der Initiative setzt Møn ein positives Beispiel für sanften Tourismus. Die Kampagne könnte für andere beliebte Reiseziele Anregungen bieten, wie Naturlandschaften erhalten und Besucher eingebunden werden können.