Mit Beginn der Hauptreisezeit in Dänemark stellt die Grenzkontrolle am Flughafen Billund einen deutlichen Anstieg von Anfragen zu kurzfristigen Pässen fest. Besonders seit Mitte Juni haben Reisende vermehrt festgestellt, dass ihre Pässe am Flughafen oder sogar erst am Gate abgelaufen sind. Die Polizei in Südostjütland sieht sich daher gezwungen, kurzfristig Ersatzdokumente auszustellen, insgesamt etwa 80 allein im genannten Zeitraum.
Allerdings besteht keine Garantie, dass Passagiere ihr Flugzeug trotz schnellen Handelns noch erreichen. Der Prozess zur Ausstellung eines provisorischen Passes benötigt Zeit und häufig bilden sich Warteschlangen. Zusätzlich ist eine Verlängerung abgelaufener Pässe möglich, doch auch dies erfordert ein gewisses Zeitfenster vor Abflug. Besonders in der Urlaubssaison kann jede Verzögerung zum Verpassen des Fluges führen.
Reisende – auch aus Deutschland – sollten daher unbedingt frühzeitig prüfen, ob ihr Reisedokument noch gültig ist und welche spezifischen Einreisebestimmungen das Zielland verlangt. So müssen bei Reisen in die Türkei Pässe mindestens 150 Tage ab Einreise gültig sein, während bei Reisen nach Ägypten eine Mindestgültigkeit von sechs Monaten vorgeschrieben ist. Ignoriert man diese Regeln, ist nicht nur der Reiseantritt gefährdet, sondern oft auch die Buchung hinfällig.
Das dänische Policesystem (insbesondere Grenzpolizei am Billund Flughafen) rät, neue und auch provisorische Pässe rechtzeitig bei der für den Wohnort zuständigen Bürgerbehörde zu beantragen. Wer verschiedene Reiseziele ansteuert, sollte sich zusätzlich auf den Webseiten der jeweiligen Außenministerien über aktuelle Pass- und Visumregeln informieren.
Für deutsche Touristen, die über Dänemark in Nicht-Schengen-Staaten einreisen, ist dies besonders relevant. Auch hier gilt: Ohne gültiges Reisedokument ist eine Ausreise nicht möglich – kurzfristige Lösungen wie Nothilfe durch die Polizei können zwar helfen, bieten aber keine Sicherheit, das Flugzeug wirklich noch zu erwischen.
