Im nordjütländischen Gudumholm ist die diesjährige Sportwoche zu Ende gegangen, die mit einer Rekordbeteiligung und zahlreichen Veranstaltungen mehr Menschen als je zuvor angezogen hat. Trotz des traditionellen Namens dauerte die Veranstaltung ganze neun Tage und sorgte mit einem besonders umfangreichen Programm für Begeisterung in allen Altersgruppen. Für Besucher aus Deutschland bietet diese dänische Tradition nicht nur eine Möglichkeit, die lokale Gemeinschaft kennenzulernen, sondern auch einen Einblick in ehrenamtliches Engagement auf dem Land.
Das Programm umfasste neben der großen Spar Nord Cup für Jugendmannschaften Turniere für Damen- und Herrenteams, Oldboys und Veteranen, insgesamt wurden rund 100 Fußballspiele auf dem Sportplatz ausgetragen. Nicht nur Sportliebhaber kamen auf ihre Kosten: Sieben von neun Abenden boten Livemusik im Festzelt, dazu gab es Gymnastikvorführungen, gemeinsames Essen, eine Familienschatzsuche, ein Waldarbeitershow sowie Straßenwettkämpfe und weitere Events. Besonders auffällig zeigte sich die Vielfalt an Aktivitäten, um möglichst alle Altersstufen einzubinden.
Das finanzielle Ergebnis der Sportwoche überzeugt ebenfalls: Bei einem Umsatz von rund 450.000 Kronen, was etwa 60.000 Euro entspricht, erzielte Gudumholm IF ein Rekordergebnis und erwartet einen um 10 Prozent höheren Gewinn als im Vorjahr. Für Vereine in Deutschland ist interessant, wie eng die Wirtschaftskraft solcher Veranstaltungen mit der ehrenamtlichen Beteiligung verknüpft ist. Von den über 150 freiwilligen Helfern, die die Veranstaltung ermöglichten, lebt das Gemeinschaftsgefühl. Auch durch den Verkauf von etwa 5.000 Bieren, 1.600 Softdrinks und 1.300 Burgern sowie ein Sponsorenlauf mit über 31.000 Kronen Einnahmen konnte das Budget erheblich gestärkt werden.
Seit den 1950er Jahren veranstaltet Gudumholm IF seine Sportwoche, mit nur wenigen Unterbrechungen – etwa in den 1960er Jahren sowie während der Corona-Pandemie 2020 und 2021. In diesem Jahr fand bereits die 61. Ausgabe statt. Die nächste Sportwoche ist schon für 2026 eingeplant. Das Konzept zeigt eindrücklich, wie Sportvereine im ländlichen Raum durch traditionsreiche Veranstaltungen nicht nur den sportlichen Zusammenhalt, sondern auch die lokale Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben fördern können.
