Mit Blick auf mehr Nachhaltigkeit hat die südjütländische Kommune Sønderborg einen Testlauf zur Abfalltrennung an ausgewählten Shelterplätzen entlang des bekannten Wanderwegs Gendarmstien gestartet. Seit kurzem ist es an vier Raststätten möglich, Abfälle getrennt nach Plastik, Metall und Restmüll zu entsorgen. Das Vorhaben konzentriert sich zunächst auf die Standorte Dybbølstrand, Hvilsø Sti, Ved Fyret (Dalsgård) und Frydenlund (Broagerland).

Die Initiative ist Teil einer größeren Strategie, den ökologischen Fußabdruck des beliebten Naturtourismus zu verringern und das umweltfreundliche Profil des Gendarmstiens weiter zu stärken. Die Region ist gerade im Sommer ein beliebtes Ziel für Wanderer aus Deutschland und anderen Ländern, da der rund 74 Kilometer lange Küstenwanderweg durch reizvolle Landschaften nahe der deutsch-dänischen Grenze führt. Die verbesserten Entsorgungsmöglichkeiten richten sich ausdrücklich auch an ausländische Gäste, die bisher mit den in Skandinavien teilweise unterschiedlichen Mülltrennungssystemen zu kämpfen hatten. Symbole und Piktogramme auf den Sammelbehältern erleichtern nun die Handhabung und sollen die Fehlwurfquote senken.

Mit der Maßnahme will die Kommune nicht nur den Naturraum schützen, sondern auch als positives Beispiel für weitere Tourismusregionen dienen. In den kommenden Monaten will die Stadtverwaltung das Nutzerverhalten analysieren und prüfen, ob eine Ausweitung der Abfalltrennung entlang des gesamten Wanderwegs sinnvoll ist. Der Erfolg des Projekts könnte also darüber entscheiden, ob künftig noch mehr Outdoor-Areale im südlichen Jütland diese Trennung übernehmen. Für Besucher besteht so die Chance, aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz in einer der schönsten Wanderregionen Skandinaviens zu leisten.