Das Aalborg Symphonieorchester bricht ab dem 20. August seine gewohnten Strukturen auf, um der Bevölkerung Nordjütlands klassische Musik in ungewohnt persönlicher Atmosphäre näherzubringen. Im Rahmen einer mittlerweile etablierten Tradition verlassen die Musiker ihren Stammsitz, das Musikkens Hus, und reisen vom 20. bis 22. August durch verschiedene Orte der Region. Die klassischen Minikonzerte sind für das Publikum kostenlos und vermitteln klassische Musik in kleiner Besetzung – von Duo bis Quintett.
Auf dem Programm stehen unter anderem Auftritte in Sæby, Gjøl, Nibe, Aalborg und Blokhus. Zu den diesjährigen Neuerungen zählt die Auswahl ungewöhnlicher Spielorte: Jens Bangs Stenhus in Aalborg, Sæby Kirke, Kirsten Kjærs Museum in Langvad sowie der Freizeitpark Fårup Sommerland stehen erstmals auf dem Plan. Neben den bekannten Konzertorten will das Orchester durch die Veranstaltungsorte auch neues Publikum ansprechen, die sonst nur selten mit klassischer Musik in Kontakt kommen.
Jeder Konzerttag wartet mit vielfältigen Formaten auf: Streich- und Blasinstrumentalisten sorgen für abwechslungsreiche Programme, die sich an Konzertgängern und Neugierige jeden Alters richten. Am Mittwoch, den 20. August, finden etwa parallel Konzerte um 19 Uhr in Dokkedal Kirke sowie in Sæby Kirke statt. Die Programme variieren vom Solo-Harfen-Auftritt bis zum Bläserquintett inklusive Klavier. Am darauf folgenden Donnerstag sind die Musiker mobil – beispielsweise mit mehreren Sets im Hotel Fårup (17:00 und 18:40) und Papirkunstmuseum in Blokhus (12:00, 13:00, 14:00). Zeitgleich konzertieren andere Gruppen in Jens Bangs Stenhus (13:00, 14:00, 15:00), in der Naturcaféen Gjøl oder abends in Sæby. Der letzte Festivaltag am Freitag wird von weiteren Auftritten in Nibe, Hadsund, Mariager und Langvad geprägt.
Musikliebhaber aus Deutschland profitieren besonders von dem offenen Zugang: Bei einem Urlaubsbesuch in Nordjütland lässt sich skandinavische Orchesterkultur auf niederschwellige Weise erleben – meist ohne Sprachbarrieren, da die Musik im Vordergrund steht. Besonders die Mischung aus Begegnung mit dänischer Regionalkultur und der Vielfalt der Spielstätten macht die Konzertreihe interessant für Besucher, die den Sommer in Nordjütland verbringen.
