Siam Thaifood, eine kürzlich eröffnete thailändische Restaurantkette im Zentrum von Aalborg, hat ihren Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen bereits nach dreieinhalb Monaten wieder eingestellt. Trotz mehrerer Versuche, etwa mit verlängerter Nachtöffnung, blieb der große Gästeansturm aus – laut Betreiber Klaus Jensen reichten die Einnahmen nicht einmal aus, die Angestellten zu entlohnen. Dies führte zur kurzfristigen Kündigung des Mietvertrags; bereits Ende Juni war Schluss in der Ved Stranden, mitten in Aalborg.

Für deutsche Leser, die Dänemark bereisen oder Interesse am lokalen Geschäftsleben haben, ist die Entwicklung bemerkenswert: Während in Aalborgs Innenstadt selbst ein Trendthema wie unverfälschte Thaiküche offenbar keinen Zuspruch fand, setzt das Team von Siam Thaifood auf einen anderen, touristisch geprägten Standort und eröffnet eine neue Filiale im Küstenort Øster Hurup. Die Eröffnung wurde bereits Ende Mai vollzogen und stieß seitdem auf durchweg positives Echo. Gerade während der Sommermonate profitiert das Restaurant von der Vielzahl an Feriengästen und Ausflüglern, die die Ostseeküste Nordjütlands besuchen. Die Betreiberfamilie passt die Öffnungszeiten flexibel der Saison an – im Herbst könnten diese erneut angepasst werden.

Siam Thaifood ist derzeit in Øster Hurup in der Thaliavej 1 zu finden und möchte mindestens bis nach den dänischen Herbstferien geöffnet bleiben; danach will man abhängig von der Nachfrage weitermachen. Als zweiten Geschäftszweig betreibt die Familie weiterhin einen Foodtruck, der verschiedene Städte in Nordjütland anfährt.

Die Geschichte von Siam Thaifood verdeutlicht den Unterschied zwischen urbanen Standorten und beliebten Ferienregionen in Nordjütland. Wer regionale Gastroszene außerhalb der touristischen Ballungszentren kennenlernen möchte, für den sind flexible Geschäftsmodelle wie Foodtrucks und Pop-up-Restaurants vielleicht ein Vorbild für die deutsche Gastronomie. Familiengeführte Betriebe reagieren so schnell auf saisonale Veränderungen und Diversität der Gäste.