Am Samstag, den 26. Juli, starteten 23 Pfadfinder der KFUM Spejderne aus Rakkeby vom Flughafen Aalborg in Richtung Färöer-Inseln. Für etwa die Hälfte der Jugendlichen war es die erste Flugreise überhaupt und bereits bei der Ankunft wurde deutlich, wie fremd Natur und Klima im Nordatlantik sein können. Ziel der Reise war Fuglefjord, das als Basis für die zehntägige Freizeit diente. Bereits an den ersten beiden Tagen entdeckte die Gruppe die Besonderheiten der Region. Besonders eindrucksvoll: Eine Bootsfahrt bei der seltene Papageientaucher zu beobachten waren, die für die Inselgruppe symbolisch sind.
Am Dienstag, den 29. Juli, mischten sich die Pfadfinder beim Nationalfeiertag unter die feiernde Bevölkerung in Tórshavn. Einzigartige Einblicke in die lokale Kultur, farbenprächtige Trachten und eine lebhafte Atmosphäre sorgten für bleibende Eindrücke. Der Rückweg führte durch den Eysturoyartunnel, eine technische Meisterleistung: Mit 11 Kilometern Länge und der weltweit ersten Unterwasser-Kreuzung bleibt er ein Highlight moderner Infrastruktur.
In der Wochenmitte wagte sich die Gruppe auf eine Wanderung, begleitet von Dänen, die auf den Färöern leben. Am Gipfel erwartete sie eine grandiose Aussicht und der beschwerliche Abstieg verwandelte sich in eine spaßige Rutschpartie. Gemeinsame Aktivitäten am Abend halfen, Freundschaften mit einheimischen Pfadfindern zu schließen und internationale Kontakte zu knüpfen.
Von Donnerstag bis Montag nahmen die Jugendlichen an einem internationalen Pfadfindercamp teil. Die Lebensbedingungen unterschieden sich deutlich von jenen daheim: Lagerfeuer wurden durch Gaskocher ersetzt, denn Holz ist auf den Färöern rar. Dennoch bewältigten die Teilnehmenden den Alltag mit Kreativität – schottische Tänze avancierten rasch zum Lager-Highlight.
Die Jungen und Mädchen blicken nicht nur auf außergewöhnliche Naturerlebnisse zurück; der Austausch mit anderen Pfadfindern und die gegenseitige Unterstützung stärkten ihren Gemeinschaftssinn. Vieles von den neuen Erfahrungen fließt in das laufende Gruppenleben ein, während sich alle bereits darauf freuen, die neuen Freunde bei einem zukünftigen Großlager wiederzutreffen.
