In der westdänischen Ringkøbing-Skjern Kommune wurde am 2. September 2025 ein weiterer Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz getan: Die Kommune unterzeichnete eine Klima+-Partnerschaft mit der Klimaskovfonden. Die symbolische Vertragsunterzeichnung fand im neu geschaffenen Torsted Kirkeskov statt, einer 10 Hektar großen Fläche, die ab sofort zahlreichen ökologischen und gemeinschaftlichen Zwecken dient. Die Auswahl des Standorts ist kein Zufall – durch den neuen Wald soll das nahegelegene Trinkwasserreservoir langfristig besser geschützt werden. Dieses zentrale Anliegen wird durch das Konzept „Trinkwasser-Forestry“ verstärkt, das auch in anderen Teilen Europas zunehmend Aufmerksamkeit erhält.
Die Zeremonie nutzte man gleich auch für die Pflanzung zweier Apfelbäume, die den Beginn einer naturnahen Entwicklung markieren. Bereits 27 verschiedene Baumarten wurden angelegt; bald sollen zusätzliche Obstbäume und Beerensträucher folgen. So dient der Wald künftig nicht nur dem Trinkwasserschutz, sondern verbessert auch die Biodiversität und stellt für die Bevölkerung ein neues Naherholungsgebiet dar. Aufgrund von Wildtieren bleibt das Areal zwar eingezäunt, ist aber für Einheimische als Freizeit- und Entspannungsort zugänglich. Besonders interessant für deutsche Kommunen dürfte das Finanzierungskonzept sein: Die Partnerschaft mit der Klimaskovfonden ermöglicht innovative Modelle zur CO2-Kompensation und Bürgerbeteiligung an lokalen Klimainitiativen. Die Prognose ist ehrgeizig: Über die nächsten Jahre sollen hier mehr als 3.000 Tonnen CO2 gebunden werden – ein Ansatz, der auch in Regionen mit vergleichbaren klimatischen oder wasserwirtschaftlichen Herausforderungen relevant sein könnte. Neben dem Umweltnutzen rückt der neue Wald soziale Aspekte in den Mittelpunkt: Bei der Einweihung kamen Kommune, Forstleute und die Kirchengemeinde zusammen und tauschten sich bei Kaffee und lokalen Backwaren aus – eine Initiative, die Zusammenarbeit in ländlichen Räumen greifbar macht.
