Im Jahr 2026 jährt sich ein besonderes historisches Ereignis in Haderslev: Die Stadt wurde vor 500 Jahren reformiert, und das sogar ganze zehn Jahre bevor die Reformation den Rest des Landes erreichte. Um dieses bedeutende Jubiläum angemessen zu feiern, lädt die Haderslev Kommune interessierte Bürgerinnen und Bürger am Montag, den 24. November 2025, zu einem Informationsabend in der Alten Lateinschule (Domkirkepladsen 3, Haderslev) ein. Beginn ist um 19:00 Uhr, das Ende gegen 20:30 Uhr.

Das Vorhaben ist Teil eines größeren Gemeinschaftsprojektes, an dem neben den kirchlichen und kommunalen Initiativen auch verschiedene lokale Organisationen wie die Hertug Hans Festival, das lokale Wirtschaftsforum, die Geschäfte in Haderslev sowie tourismusbezogene Einrichtungen wie Destination Sønderjylland und VisitHaderslev beteiligt sind.

Viele der Aktivitäten, die derzeit geplant werden, versprechen ein abwechslungsreiches Programm. Eine große Blumenausstellung unter der Leitung von Johnny Haugaard, der in Dänemark für seine floristischen Werke bekannt ist, zählt ebenso dazu wie ein umfangreiches Musik- und Gesangsmarathon im Dom zu Haderslev. Vortragsreihen, theologische Kurzbeiträge und familienfreundliche Angebote wie ein Stadtlauf runden das Programm ab. Zudem werden weitere Vorschläge diskutiert – etwa eine Briefmarkenausstellung, ein Radrennen rund um Tørning Len oder markierte Gesangswege quer durch die Region.

Für deutsche Leser ist dabei besonders bemerkenswert, dass Haderslev als „Nordens Wittenberg“ gilt. Die Stadt präsentiert sich stolz als Vorreiter der Reformation, was sich in einer langen Tradition kirchlicher und kultureller Eigenständigkeit widerspiegelt. Besucher aus grenznahen Gebieten Schleswig-Holsteins haben damit eine seltene Gelegenheit, eine andere Perspektive auf dieses Kapitel der europäischen Geschichte zu gewinnen. Außerdem sind alle willkommen und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Jubiläum in Haderslev unterstreicht den Wert der offenen Zusammenarbeit zwischen deutschen und dänischen Regionen. Insbesondere für Kulturfreunde, Historiker sowie Familien mit Interesse an gelebter Geschichte ist die Veranstaltung eine lohnende Bereicherung für künftige Besuche im südlichen Jütland.