Eine aktuelle Studie der Universität Kopenhagen im Auftrag der dänischen Naturschutzbehörde zeigt: Sieben von zehn Menschen in Dänemark waren in der vergangenen Woche in der Natur unterwegs. Besonders bemerkenswert – das ist deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Der beliebteste Weg nach draußen zu gelangen: zu Fuß, sei es beim entspannten Spazierengehen oder beim Joggen.

Die Beweggründe für den Aufenthalt im Grünen wandeln sich dabei zunehmend. Während früher Erholung oder soziale Treffen im Vordergrund standen, spielt heute Bewegung eine größere Rolle. Sport und Fitness in freier Natur gewinnen laut den Studienautoren immer mehr Anhänger. Besonders im städtischen Umfeld bedeuten Parks und Naturräume eine willkommene Alternative zum klassischen Fitnessstudio.

Insbesondere das Bedürfnis nach mehr naturnahen Flächen wächst: Viele Bürger wünschen sich laut Bericht deutlich wildere und vielfältigere Natur, mit mehr Freiräumen für Pflanzen und Tiere. Die dänische Regierung setzt dabei verstärkt auf die Förderung von Naturräumen, auch in urbanen Gebieten. So entstehen beispielsweise immer mehr kleine Wälder, Grünflächen und Biotope, in denen Einheimische und Touristen gleichermaßen Erholung finden.

Für deutsche Besucher bieten die Erkenntnisse spannende Anregungen: Dänemark gilt als Vorreiter, was den Zugang zur Natur angeht, und verfolgt gezielt Öffnungsstrategien. Die hohe Frequenz an Parkbesuchen, das breite Angebot an Wander- und Laufwegen sowie leicht zugängliche Naturflächen könnten auch für Städte und Kommunen in Deutschland als Modell dienen. Die Entwicklung zeigt, wie eng Lebensqualität, Gesundheit und eine attraktive Umgebung miteinander verbunden sind.

Weitere Informationen zur Studie und zur Bedeutung der Natur im Alltag lassen sich, für Interessierte mit Dänischkenntnissen, auf den Seiten der dänischen Naturschutzbehörde abrufen.