In der dänischen Stadt Vejle stehen vom 1. bis 4. Dezember die Spinderihallerne ganz im Zeichen digitaler Inklusion. Rechtzeitig vor dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung lädt das Projekt "Ain’t AI" dazu ein, soziale Roboter hautnah zu erleben und neue Wege digitaler Teilhabe kennenzulernen.

Kernstück der Veranstaltung ist die Möglichkeit für Besucher, Roboter zu treffen, die von Menschen mit Handicap ferngesteuert werden. Diese Personen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht physisch anwesend sein können, erhalten so Gelegenheit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen – vom gemütlichen Brettspiel bis zum gemeinsamen Mittagessen. Damit wird demonstriert, wie Technologien nicht wie häufig befürchtet Menschen isolieren, sondern im Gegenteil soziale Brücken schlagen können.

Inspiriert ist das Konzept von den Entwicklungen des japanischen Ory Laboratory, das Roboter speziell für diese Zwecke designt. Deren Einsatz soll zeigen, wie durch intelligente Lösungen vor allem Menschen, die sich oft am Rand der Gesellschaft fühlen, neue Möglichkeiten der Begegnung eröffnet werden. An den vier Tagen stehen interaktive Formate sowie Informationen zu technischer Umsetzung und gesellschaftlichen Auswirkungen im Mittelpunkt.

Für ausländische Leser und deutsche Bürger ist das Projekt auch als Beispiel für die Bedeutung inklusiver Technologien in europäischen Gesellschaften interessant. Während die meisten Veranstaltungen noch vor Ort stattfinden, könnten hybride oder virtuelle Formate, wie sie von Ory Laboratory und Projektpartnern in Vejle umgesetzt werden, die Basis für Teilhabe für möglichst viele schaffen.

Die Veranstaltung in den Spinderihallerne gibt Impulse, wie europäische Kommunen das große Potenzial von Digitalisierung auch für Minderheiten nutzen können. Gerade im ländlichen Raum oder bei eingeschränkter Mobilität können Roboter und Fernzugangsplattformen die Spaltung zwischen sozialer Isolation und gesellschaftlicher Teilhabe verringern.

Wer sich für praktische Lösungen und die Zukunft sozialer Interaktion interessiert, erhält in Vejle einen spannenden Vorgeschmack auf kommende Entwicklungen – und worauf sich moderne Gesellschaften einstellen sollten.