In Horsens, genauer gesagt in der Nørrebrogade, wurde am vergangenen Wochenende erneut das traditionelle Weihnachtsmarkttreiben des STU Horsens am Center for Arbeit, Entwicklung und Lernen eröffnet. Die Veranstaltung, die bereits seit über 15 Jahren besteht, zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an und hat im Laufe der Zeit eine wichtige soziale Rolle in der Gemeinde eingenommen. Rund 200 Gäste fanden sich zusammen, um das Engagement der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und die vielfältigen handgemachten Produkte zu bewundern.

Für den Besuch aus Deutschland besonders interessant ist das inklusive Konzept des STU (Særligt Tilrettelagt Ungdomsuddannelse), das jungen Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine praxisnahe Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Das gesamte Marktereignis wurde von den Schüler:innen selbst vorbereitet – seit den Herbstferien werkelten sie an individuellen Projekten: von genähten Kissen bis hin zu gehäkeltem Weihnachtsschmuck oder kreativen Tischdekorationen aus heimischen Materialien. Auch die 300 Tombola-Geschenke kamen dank großzügiger Unterstützung lokaler Unternehmen zusammen.

Das diesjährige Angebot reichte von in Gold gesprühten Recycling-Dosen bis zu traditionellen dänischen Delikatessen wie Risengrød, Gløgg und Æbleskiver, deren Duft das gesamte Marktgeschehen begleitete. Besonders prägend für das Event ist die enge Gemeinschaft: Die Schülerinnen und Schüler begleiteten den Verkauf vor Ort, begrüßten Besucher und unterstützten einander. Der Erlös aus dem Verkauf kommt den zukünftigen Studienfahrten zugute – ein wichtiger Beitrag, um besondere Momente außerhalb des Schulalltags zu finanzieren, wie ein gemeinsames Abendessen oder Museumsbesuche.

Das Beispiel aus Horsens zeigt, wie Inklusion und Gemeingeist liebevoll zusammenfinden und warum solche Projekte auch über die Landesgrenzen hinaus als Inspiration für ähnliche Initiativen dienen können.