Die dänische Havnaturfonden hat der Region rund um den Horsens Fjord kurz vor Weihnachten eine besonders positive Nachricht überbracht: Im Rahmen eines groß angelegten Naturschutzprojekts werden 3,3 Millionen Kronen (rund 440.000 Euro) für Renaturierungsmaßnahmen bereitgestellt. Damit sollen verlorene Lebensräume im Bereich des südlichen Horsens Fjords wiederhergestellt werden.

Konkret ist vorgesehen, dass insgesamt 4.800 Tonnen Steine entlang der südlichen Uferlinie – zwischen dem westlichen Boller Nederskov und Øster Bisholt – ins Wasser eingebracht werden. Diese Steine dienen als Basis für den Aufbau neuer künstlicher Riffe, auf denen künftig vielfältige Tangwälder wachsen können. Die Rückkehr dieser farbenprächtigen Tangwälder ist von großer Bedeutung für den Erhalt der marinen Biodiversität in der Region. Sie bieten zahlreichen Kleintieren, Fischen und marinen Pflanzen Schutz und Nahrung.

Ergänzend dazu werden im Schutz der neuen Steinriffe großflächig Seegräser gepflanzt. Diese Seegraswiesen spielen für das Ökosystem eine zentrale Rolle: Sie dienen als Kinderstube für viele Meerestiere, wirken filternd auf das Wasser und unterstützen die Bindung von CO₂ im Meeresboden. Im langfristigen Ziel soll sich ein ausgedehntes und stabiles marines Ökosystem entwickeln, das auch in Zeiten des Klimawandels widerstandsfähig bleibt.

Die Maßnahmen sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Kommune Horsens, der Universität Süddänemark sowie engagierten Freiwilligen, örtlichen Landwirten und Seesportvereinen. Die Arbeiten werden wissenschaftlich begleitet und sind Teil eines übergeordneten Plans, den Zustand des Fjords nachhaltig zu verbessern und bereits eingeführte Verbesserungen weiter auszubauen. Für deutsche Leser, insbesondere für Naturliebhaber und Umweltinteressierte, bietet dieses Projekt spannende Einblicke in praktische Renaturierungsarbeit sowie grenzüberschreitende Fragen des Natur- und Küstenschutzes.

Weitere Informationen werden laufend auf der Website der Initiative veröffentlicht.