Am morgigen Sonntag, dem 4. Januar 2026, findet von 16 bis 17 Uhr in der Tversted Kirche (Skagensvej 61, 9881 Bindslev) eine besondere Dreikönigsveranstaltung statt, die das friedliche Miteinander von Kulturen und Religionen in den Mittelpunkt stellt. Besucher erhalten die einmalige Gelegenheit, korsisches Brot nach uraltem Rezept zu probieren, das seinen Ursprung in der Tradition der ersten orientalischen Christengemeinden hat. Das Event richtet sich ausdrücklich auch an Migranten und Nichtmitglieder der dänischen Volkskirche und wird daher von besonderer Bedeutung für Gäste aus Deutschland sein, die mehr über multikulturelle religiöse Praktiken in Dänemark erfahren möchten.

In einer interreligiösen Betrachtung werden die verschiedenen Bedeutungen des Opfers in Thora, Neuem Testament und Koran erläutert. Historische Perspektiven werden am Beispiel der biblischen Erzählung von König Herodes und den Weisen aus dem Morgenland dargestellt. Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung von einem beliebten dänischen Radioschlager über den „kleinen Messias“ sowie einem palästinensischen Solobeitrag, in dessen Fokus die Sterndeuterkarawane und die Jungfrau Maria stehen.

Die Organisation und Gestaltung ist interkulturell geprägt: Das Programm wird auch auf Arabisch angeboten, zudem verbreiten traditionelle orientalische Düfte von Weihrauch und Myrrhe eine besondere Atmosphäre. Eine Spendenaktion soll dabei gezielt die verbleibenden Christen im Gaza-Streifen unterstützen.

Gerade für deutsche Besucher eröffnet sich hier die Gelegenheit, dänische Traditionen aus nächster Nähe mitzuerleben, in einen echten interkulturellen Dialog einzutreten und den traditionellen Abschluss der Weihnachtszeit, den Heiligen Dreikönigstag, zu zelebrieren. Die Veranstaltung leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Integrationsdebatte und setzt mit ihrer Offenheit ein Zeichen für kulturellen Dialog und Solidarität.