Auf der nordfriesischen Insel Fanø gerät ein geplantes Hotelprojekt im beliebten Ferienort Rindby ins Wanken. Grund dafür ist die Insolvenz der Planet Holding ApS, zu der das Projekt gezählt wird. Die Gesellschaft, zuletzt unter dem Namen Selskabet H. 12.12.2025 ApS mit Sitz im ribe gelegenen Dänemark registriert, befindet sich seit Kurzem im Konkursverfahren. Federführend bei dem Vorhaben waren die Brüder Svend Aage Hollesen Basse aus Kiel und Torben Basse von Planet Huse. Laut Medienberichten sprach Svend Basse bereits zum sechsten Mal in Dänemark bei einer Unternehmensinsolvenz vor. Wie sich die Zahlungsunfähigkeit auf die Baupläne auswirkt, ist vorerst unklar – eine konkrete Stellungnahme von Torben Basse wurde angefragt, blieb aber bisher aus.
Die Entwicklungen auf Fanø sind vor dem Hintergrund einer kriselnden Hotelbranche in der norddeutschen Region von besonderer Brisanz. Nach Zahlen aus deutschen Medien ist der Umsatz der Branche an Nord- und Ostsee im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 um ganze 17,4 Prozent gefallen. Auch in beliebten Urlaubsregionen wie Usedom mussten mehrere Luxushotels schließen. Die Abwanderung von Mitgliedern aus der regionalen Branche ist gravierend: Die Vereinigung der Hoteliers zählt aktuell nur noch 1670 Mitglieder, das sind über 100 weniger als in den Vorjahren. Vor allem familiengeführte Betriebe trifft es durch die gestiegenen Betriebskosten und das unbeständige Wetter besonders schwer.
Für deutsche Gäste, die traditionell gern ihren Urlaub auf den dänischen Nordseeinseln verbringen, könnten die aktuellen Unwägbarkeiten einen Einfluss auf die touristische Infrastruktur bedeuten. Ob sich das geplante Hotelprojekt in Rindby trotz Insolvenz noch realisieren lässt, bleibt nun abzuwarten. Reisende und Investoren verfolgen die Entwicklung mit großem Interesse, da neue Übernachtungsmöglichkeiten gerade zu Hauptreisezeiten stark nachgefragt werden.
