An der dänischen Wattenmeerküste beginnt ab März 2026 ein neues Kapitel der regionalen Maritimkultur. Das bisher als Nationalparkskibet VADEHAVET bekannte Schiff wird künftig als M/S ALICE unter neuer Trägerschaft in Esbjerg eine feste Anlaufstelle für Einheimische, Schulklassen und Touristen sowie Wissenschaftler aus ganz Europa bilden. Die Übernahme erfolgt durch den Verein ALICE af Esbjerg, der in enger Kooperation mit der Foreningen Martha af Fanø arbeitet.

Der Liegeplatz des Schiffes befindet sich in der Dokhavnen mitten in Esbjerg und damit direkt im UNESCO-Weltnaturerbegebiet Wattenmeer. Die Region ist auch für Besucher aus Deutschland interessant – schließlich stellt das Wattenmeer ein einzigartiges Ökosystem dar, das sich von den niederländischen bis zu den dänischen Küsten erstreckt. Mit dem Umbau und der neuen Nutzung des Schiffs entsteht nun ein zusätzlicher Ort zur Umweltbildung über die Besonderheiten dieses Ökosystems.

Insbesondere bietet die M/S ALICE künftig Raum für Veranstaltungen, Führungen, Bildungsangebote und für Projekte im Bereich des Natur- und Kulturverständnisses. Dank der Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, die bereits langjährige Erfahrung in der Vermittlung maritimer und naturkundlicher Themen haben, kann ein abwechslungsreiches Programm umgesetzt werden. Auch deutschsprachige Gruppen können zukünftig dafür anfragen.

Die Wattenmeer-Region ist von Deutschland in wenigen Stunden erreichbar, was Tages- und Wochenendausflüge ermöglicht. Das neue Schiff ergänzt bestehende Angebote wie geführte Wattwanderungen, Vogelbeobachtungen oder die bekannten Radrouten auf Fanø.

Das Engagement für die Traditionspflege, Umweltbildung und den Tourismus soll, laut den Initiatoren, langfristig dazu beitragen, das Bewusstsein für das fragile Gleichgewicht der Wattenmeerlandschaft bei Gästen und Einheimischen gleichermaßen zu stärken.