In der dänischen Mariagerfjord Kommune haben Fachkräfte am Donnerstag die Dicke des Eises auf mehreren Gewässern überprüft. Basierend auf Messungen durch örtliche Verantwortliche ist das Betreten ausgewählter Seen ab sofort gestattet. Das betrifft konkret den Højmarken in Arden, den Mågesøen in Hørby, den Hvilsom Sø, den Snæbum Sø, den Sem Sø und das Munkholm-Anlage-Gelände beim Parkplatz an der Skovvej in Mariager. Für Einwohner aus Deutschland, die in der Region unterwegs sind, bietet sich derzeit die seltene Gelegenheit, auf natürlichem Eis zu laufen, Schlitten zu fahren, auf Skiern zu gleiten oder zu eislaufen. Dabei erfolgt die Nutzung auf eigene Verantwortung.

Die Verwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sicherheit nicht überall gleich ist. Besonders an Flussmündungen, im Bereich von Schilf und bei Bäumen auf dem Eis kann die Tragkraft deutlich geringer sein. Entsprechende Sperrungen und Warnschilder sind unbedingt zu beachten. Die Genehmigung ist aktuell beschränkt auf die genannten Seen – andere Gewässer sind weiterhin nicht freigegeben.

Mit Blick auf Dänemarks grundsätzlich mildere Winter sind solche Gelegenheiten selten und vor allem für Besucher aus norddeutschen Bundesländern eine kuriose Abwechslung. In Grenznahe Gebieten reisen erfahrungsgemäß viele Gäste gezielt zu beliebten Eislaufmöglichkeiten an, die in ihrer Heimat meistens nicht in dieser Form zugänglich sind. Erhöhte Vorsicht bleibt trotzdem oberstes Gebot: Wer die Absperrungen missachtet, riskiert Lebensgefahr.

Die Freigabe gilt zunächst bis auf Weiteres und wird je nach Wetterlage tagesaktuell überprüft. Einwohner und Gäste werden gebeten, sich vor einem Besuch erneut zu informieren und stets Rücksicht aufeinander zu nehmen. Die Behörden wünschen allen Beteiligten sichere und erlebnisreiche Tage auf dem Eis.