In Blåvand an der dänischen Westküste sind die Überreste eines gestrandeten Pottwals spurlos verschwunden. Familien mit Kindern und Großeltern waren am Dienstag an den Strand gekommen, um die geplante Bergung der Kieferreste eines Kaskelotwals durch Experten zu beobachten. Doch bei Ankunft des Bergungsteams stellte sich heraus, dass die Walknochen bereits entwendet worden waren.

Der Vorfall ereignete sich an einem der beliebtesten Küstenabschnitte Westjütlands. Blåvand zieht besonders in den Ferienzeiten zahlreiche Besucher an, die neben den breiten Sandstränden auch Naturphänomene wie angespülte Meerestiere beobachten möchten.

Die Entwendung von Walknochen ist problematisch, da solche Funde wissenschaftlich wertvoll sind. Experten nutzen Skelettteile gestrandeter Wale, um Todesursachen zu klären und Erkenntnisse über die Meeressäuger zu gewinnen. Zudem unterliegen Walknochen in vielen Ländern dem Naturschutz.

Wer die Kieferreste mitgenommen hat und aus welchen Motiven, blieb zunächst unklar. Die geplante wissenschaftliche Untersuchung konnte nicht stattfinden.