Die dänische Naturschutzbehörde Naturstyrelsen wird in den kommenden Wochen in mehreren Plantagen auf Rømø Bäume fällen. Laut Ministeriet for Grøn Trepart Naturstyrelsen sind die Plantagen Tvismark, Kirkeby und Vråby betroffen.

Bei den Fällungen geht es um die Entfernung invasiver Baumarten wie Klitfyr (Küstenkiefer), Glansbladet Hæg (Glänzende Traubenkirsche), Bjergfyr (Bergkiefer) und Sitka-Gran (Sitka-Fichte). Diese Arten verdrängen die für Rømø charakteristische offene Dünenlandschaft.

Die Maßnahme dient dem Schutz seltener Tierarten, die auf lichtoffene Lebensräume angewiesen sind. Besonders die Strandkröte (Strandtudse) benötigt offene Dünentäler und Wasserlöcher. Auch der Ensian-Bläuling (Ensian-Blåfugl), ein seltener Schmetterling, ist bedroht. Er ist abhängig von der Klokke-Ensian, einer Enzianart, die nur in vollständig lichtoffenen Senken wächst.

Laut Naturstyrelsen schaffen dichte Nadelwälder Barrieren für die Ausbreitung des Ensian-Bläulings. Durch die Baumfällungen sollen offene Passagen zwischen den Dünentälern entstehen, damit sich der Schmetterling in andere Gebiete ausbreiten kann. Die Arbeiten dienen sowohl dem Erhalt der Dünenheide als Naturtyp als auch dem Schutz der dort lebenden seltenen Pflanzen und Tiere.

Besucher der Insel könnten in den betroffenen Gebieten auf die Naturschutzarbeiten treffen. Die Maßnahmen sind Teil der langfristigen Strategie zur Bewahrung der einzigartigen Dünenlandschaft Rømøs.