Ein Storch ist Mitte Februar 2026 in Rudbøl in der Tønder Kommune gelandet und hat sich in einem der dortigen Nester niedergelassen. Die ungewöhnlich frühe Ankunft wirft Fragen zur Nahrungsversorgung des Vogels auf, da gefrorene und schneebedeckte Böden die Futtersuche erheblich erschweren.
Laut Hans Skov von Storkene.dk sollte der Vogel in den kommenden Tagen genau beobachtet werden. Falls der Storch im Nest bleibt und in Gärten sowie umliegenden Gebieten nach Nahrung sucht, sei dies ein Zeichen dafür, dass er bleiben möchte. In diesem Fall müsste eine Fütterung organisiert werden, die Storkene.dk sponsorieren würde.
Die frühe Ankunft der Störche ist eine Folge des Klimawandels. Während die Vögel traditionell erst um den 1. April in der Region ankamen, treffen sie mittlerweile bereits im Februar ein. Dies stellt die Tiere vor Herausforderungen, da ihre Hauptnahrung – Regenwürmer – bei gefrorenen Böden kaum erreichbar ist.
Hans Skov vermutet, dass es sich möglicherweise um einen jungen Storch handelt, der das Gebiet erkundet. Es könnte einer der Jungvögel aus Jejsing von 2023 sein, die in diesem Jahr erstmals alt genug zum Brüten wären. Auch in Smedager und Abild wurde kürzlich ein junger Storch gesichtet – möglicherweise derselbe Vogel. Falls der Storch in Rudbøl einen etwa drei Zentimeter breiten glänzenden Ring am linken Fuß trägt, würde dies die Herkunft aus Jejsing bestätigen.
Die Storchennester in Rudbøl und sieben weitere Nester in der Region wurden kürzlich für die kommende Brutsaison renoviert. Die jungen Störche könnten derzeit auf Erkundungstour sein, um geeignete Nistplätze zu finden.
Für Vogelbeobachter bietet die frühe Storchensichtung eine seltene Gelegenheit, die Tiere bereits im Februar in der Region nahe der deutsch-dänischen Grenze zu beobachten.
