Dein Elektroauto kommt mit nach Dänemark? Hervorragende Entscheidung! Denn während du in manchen europäischen Ländern noch bangen musst, ob der nächste Ladepunkt vor dem Akku-Tod kommt, erwartet dich in Dänemark das Paradies für Stromer: Über 40.000 Ladepunkte, lückenlose Schnelllader-Versorgung auf allen Autobahnen und eine digitale Infrastruktur, die Deutschland vor Neid erblassen lässt.
Allerdings – und das wäre ja auch zu schön – gibt es ein paar dänische Eigenheiten, die deutsche E-Auto-Fahrer kennen sollten. Von der Steckdose im Ferienhaus, die dein Auto einfach ablehnt, über dynamische Strompreise, die je nach Windstärke schwanken, bis hin zu Betrugsmaschen an Ladesäulen. In diesem Guide erfährst du alles, was du für eine entspannte und pannenfreie Reise mit dem E-Auto brauchst.
💡 Gut zu wissen
Dänemark ist eines der am besten erschlossenen Länder für Elektromobilität in Europa. Entlang der Hauptautobahnen E45 (Jütland, Nord-Süd) und E20 (Ost-West, über den Großen Belt) steht an nahezu jeder Raststätte mindestens eine Schnellladestation. Du musst dir also keine Sorgen machen, unterwegs stehen zu bleiben.
Das erwartet dich in diesem Artikel
- Das dänische Ladenetz im Überblick
- Die großen Anbieter – Wer lädt hier wen?
- Was kostet das Laden in Dänemark?
- Bezahlen an der Ladesäule – Apps, Karten & Fallen
- Steckertypen und das richtige Ladekabel
- Laden am Ferienhaus – Das musst du wissen
- Routenplanung – Laden auf dem Weg nach Dänemark
- Brücken, Fähren und Inseln unter Strom
- Die ultimative E-Auto-Checkliste
- Häufige Fragen zum E-Auto in Dänemark
- Fazit: Entspannt elektrisch durch Dänemark
🔌 Das dänische Ladenetz im Überblick
Vergiss alles, was du über lückenhafte Ladeinfrastruktur in anderen Urlaubsländern gehört hast. Dänemark meint es ernst mit der Elektromobilität – und das merkst du sofort, wenn du die Grenze überquerst.
Anfang 2025 zählte das Land bereits über 37.500 öffentliche Ladepunkte – Tendenz rasant steigend, Branchenexperten rechnen aktuell mit über 40.000. Zum Vergleich: Dänemark hat nur knapp 5,9 Millionen Einwohner. Das ergibt eine der höchsten Ladepunkt-Dichten pro Kopf in ganz Europa. Für dich als Tourist bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit, mehr als 30 Kilometer ohne Lademöglichkeit zu fahren, ist praktisch null – zumindest auf den Hauptverkehrsachsen.
Autobahnen: Lückenlose Versorgung
Entlang der E45 (die Hauptschlagader Jütlands von der Grenze bis Frederikshavn) und der E20 (Ost-West-Verbindung über Fünen und Seeland nach Kopenhagen) findest du an nahezu jeder Autobahntankstelle Schnellladestationen mit HPC-Leistung (High Power Charging). Hier wird nicht gekleckert – viele Stationen bieten 150 kW bis 350 kW, was bedeutet, dass du in einer Kaffeepause für 200+ Kilometer nachladen kannst.
Städte und Supermärkte: AC-Ladung im Alltag
In den Innenstädten, auf Supermarktparkplätzen und in Wohngebieten stehen vor allem AC-Ladesäulen (Wechselstrom). Die sind langsamer als Schnelllader, aber perfekt, wenn du ohnehin zwei Stunden durch Aarhus bummelst oder im Bilka einkaufst. Wichtig: An diesen Säulen brauchst du dein eigenes Typ-2-Ladekabel – dazu später mehr.
Ländliche Gebiete und Inseln
Selbst in den touristisch weniger erschlossenen Ecken – etwa an der Westküste Jütlands, auf Fanø, Ærø oder Bornholm – hat sich die Lage massiv verbessert. Du findest inzwischen auf jeder bewohnten Insel mindestens eine öffentliche Ladesäule. Trotzdem empfehlen wir: Vor der Fahrt auf eine kleine Insel immer nochmal vollladen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
🗺️ Unser Tipp: Spirii Go App
Installiere dir vor der Grenze die App Spirii Go. Sie zeigt dir in Echtzeit alle verfügbaren Ladestationen in Dänemark – inklusive Preise, Steckertypen und ob die Station gerade frei oder belegt ist. Das ist wie Google Maps, nur für Strom.
⚡ Die großen Anbieter – Wer lädt hier wen?
Der dänische Lademarkt wird von einigen wenigen, aber gut vernetzten Betreibern dominiert. Die gute Nachricht: Dank Roaming-Abkommen kannst du an den meisten Stationen mit verschiedenen Karten und Apps laden – ähnlich wie beim Mobilfunk. Trotzdem lohnt es sich, die wichtigsten Player zu kennen.
| Anbieter | Netzwerk & Fokus | Besonderheiten für Touristen |
|---|---|---|
| Clever | Marktführer Größtes öffentliches Netzwerk in DK | Eigene App, Kreditkarte & Apple/Google Pay an allen Stationen |
| E.ON Drive | Stark in urbanen Zentren, besonders Kopenhagen (>1.000 Ladepunkte) | Joint Venture mit Clever für Autobahn-Schnelllader |
| Norlys | Großer regionaler Energieversorger, Fokus auf Ladeparks & Supermärkte | 10 % Rabatt für Kunden bestimmter Ferienhausvermittler! |
| Tesla | Weitreichendes Supercharger-Netz entlang aller Autobahnen | Großteil des Netzwerks für Fremdfabrikate via App geöffnet |
| Spirii | Technologieführer bei Software und App-Integration | Spirii Go App = beste Übersichtskarte inkl. Echtzeit-Preisen |
| Ionity | Europäisches Schnellladenetz, nur an Autobahnen | Bis 350 kW, aber ohne Abo im oberen Preissegment |
Clever + E.ON: Das Power-Duo
Die Kooperation zwischen Clever und E.ON unter der Marke „Ultra-Fast Charging Venture Scandinavia" ist der Grund, warum du auf dänischen Autobahnen praktisch nie ohne Schnelllader dastehst. Die beiden betreiben gemeinsam ein Netz, das Dänemark, Norwegen und Schweden abdeckt. Für dich als Reisender bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit, auf eine Station eines dieser beiden zu treffen, ist extrem hoch.
Norlys: Der Geheimtipp für Ferienhausurlauber
Norlys ist nicht nur ein Ladeanbieter, sondern einer der größten Energieversorger Dänemarks. Besonders interessant: Wenn du dein Ferienhaus über bestimmte Vermittler wie DanCenter oder Novasol gebucht hast, bekommst du über die Norlys-App 10 % Rabatt auf jede Ladung. Das summiert sich bei einem zweiwöchigen Urlaub ordentlich!
💡 Tesla-Fahrer aufgepasst
Das dänische Tesla-Supercharger-Netz ist zu großen Teilen für Fremdfabrikate geöffnet. Du kannst also auch mit deinem VW ID.4 oder Hyundai Ioniq 5 an Tesla-Säulen laden – du brauchst dafür nur die Tesla-App. Die Preise liegen dabei oft unter dem Ionity-Tarif ohne Abo.
💰 Was kostet das Laden in Dänemark?
Die Frage aller Fragen – und die Antwort ist typisch dänisch: Es kommt drauf an. Der dänische Strommarkt ist stärker als der deutsche an die Strombörse gekoppelt, was zu schwankenden Preisen im Tagesverlauf führt. Aber keine Sorge, wir bringen Licht ins Dunkel.
Dynamische Preise: Billiger bei Wind
Ein wesentliches Merkmal des dänischen Marktes ist die Orientierung an der Strombörse Nord Pool. Dänemark erzeugt einen großen Teil seiner Energie aus Windkraft. Das bedeutet: Bei viel Wind – besonders in den Mittagsstunden – können die Strompreise drastisch sinken. Abends bei hoher Netzlast steigen sie wieder. Manche Anbieter wie Norlys geben diese Schwankungen direkt an die Ladesäule weiter.
Für dich als Tourist heißt das: Wenn möglich, lade tagsüber und bei windigem Wetter. Das klingt absurd, kann dir aber einige Euro sparen.
| Ladetyp | Kosten pro kWh | Typische Standorte |
|---|---|---|
| AC-Laden (öffentlich, langsam) | 3,00 – 4,50 DKK (ca. 0,40 – 0,60 €) |
Innenstädte, Supermärkte, Wohngebiete |
| DC-Schnellladen (50–350 kW) | 4,50 – 6,00 DKK (ca. 0,60 – 0,80 €) |
Autobahnen, Tankstellen, Ladeparks |
| Ad-hoc (Kreditkarte, ohne App) | Variabel, oft Höchstpreis des Betreibers | Alle neuen HPC-Stationen (gesetzl. Pflicht) |
| Roaming (über dt. Anbieter wie EnBW) | 0,55 – 0,89 € pro kWh | Gesamtes Netz, partnerabhängig |
| Lokale Apps (Clever, Norlys, OK) | Meist günstigster Tarif | Direkte Abrechnung, kein Abo nötig |
Rechenbeispiel: Was kostet eine Vollladung?
Nehmen wir ein typisches E-Auto mit 60-kWh-Akku (z.B. VW ID.3 oder Hyundai Kona Electric). Wenn du den Akku von 10 % auf 80 % lädst (also ca. 42 kWh), zahlst du:
Am Schnelllader (Autobahn, Clever): 42 kWh × ca. 5,00 DKK = 210 DKK (ca. 28 €)
Über deutsches Roaming (EnBW): 42 kWh × ca. 0,79 € = ca. 33 €
An AC-Säule in der Stadt (Norlys): 42 kWh × ca. 3,50 DKK = 147 DKK (ca. 20 €)
Zum Vergleich: Ein vergleichbarer Diesel-PKW bräuchte für dieselbe Strecke rund 40–50 € an der Zapfsäule. Aktuelle Spritpreise in Dänemark findest du in unserem Tankpreise-Vergleich.
⚠️ Achtung: Blockiergebühren
An Schnellladern werden Blockiergebühren oft unmittelbar nach Abschluss des Ladevorgangs erhoben. Wer also gemütlich einen Hotdog holen geht, während das Auto längst bei 80 % steht, zahlt drauf. An AC-Säulen greifen die Gebühren meist nach vier Stunden Standzeit. Also: Auto umparken, sobald der Akku voll ist!
💳 Bezahlen an der Ladesäule – Apps, Karten & Fallen
Dänemark hat die Hürden für spontanes Laden erfreulich niedrig gelegt. Seit dem 1. Juli 2022 müssen alle neu installierten Schnellladestationen ein Kartenzahlungsterminal besitzen. Du kommst also auch ohne App oder Ladekarte an Strom. Aber: Die Art, wie du bezahlst, beeinflusst den Preis erheblich. Übrigens: Alles zum Thema Bezahlen in Dänemark (Bargeld, Kreditkarte, MobilePay) findest du in unserem separaten Ratgeber.
Option 1: Deutsche Roaming-Karte (bequem, aber teuer)
Große deutsche Anbieter wie EnBW (mobility+), Maingau (EinfachStromLaden) oder der ADAC (via Aral pulse) ermöglichen den Zugriff auf fast das gesamte dänische Netz. Der Vorteil: Du brauchst keine neue App, die Abrechnung läuft in Euro, alles gewohnt. Der Nachteil: Roaming-Aufschläge machen das oft zur teuersten Option. Für einen einwöchigen Urlaub kann das trotzdem die bequemste Lösung sein.
Option 2: Lokale dänische Apps (günstig, lohnt sich ab Woche 2)
Apps wie Clever, Norlys oder OK bieten die günstigsten kWh-Preise, weil sie direkt mit dir abrechnen – ohne Roaming-Zwischenhändler. Ein Abonnement ist meist nicht erforderlich: Einfach die App installieren, Kreditkarte hinterlegen, fertig. Besonders die Clever-App ist unkompliziert und funktioniert an der überwältigenden Mehrheit aller Ladesäulen.
Option 3: Kreditkarte / Apple Pay / Google Pay (spontan)
An den neuen Schnellladern zückst du einfach deine Kreditkarte oder hältst dein Smartphone dran – Apple Pay und Google Pay funktionieren so reibungslos, dass man sich fragt, warum das in Deutschland manchmal noch wie Hexerei wirkt. Der Preis ist allerdings oft der höchste Tarif des Betreibers.
⚠️ Vorsicht vor „Quishing" – QR-Code-Betrug
Viele Ladestationen bieten Bezahlung per QR-Code an. Leider gibt es zunehmend Berichte über Betrüger, die gefälschte QR-Code-Sticker über die Originale kleben. Der Code führt dann zu einer täuschend echten Zahlungsseite, die deine Kreditkartendaten abfängt.
So schützt du dich: Gleiche die URL auf deinem Smartphone immer mit dem Betreibernamen ab, der auf dem Display der Säule angezeigt wird. Wenn der QR-Code wie ein nachträglich aufgeklebtes Souvenir aussieht – Finger weg!
🏷️ Unsere Empfehlung: Die Kombi-Strategie
Für den einwöchigen Urlaub: Deine deutsche EnBW- oder ADAC-Karte reicht völlig. Du zahlst etwas mehr, aber sparst dir die Einrichtung neuer Apps.
Für 2+ Wochen: Installiere die Clever-App und hinterlege deine Kreditkarte. Die Ersparnis über die Roaming-Kosten hinweg lohnt sich ab dem zweiten Ladestopp.
Immer: Die Spirii Go App als Preis-Vergleichstool dabei haben – auch wenn du darüber nicht lädst.
🔧 Steckertypen und das richtige Ladekabel
Technisch folgt Dänemark den europäischen Normen – es gibt hier also keine Überraschungen wie exotische Steckerformate. Aber es gibt eine entscheidende Regel, die viele vergessen und die dich an der Ladesäule zum Verzweifeln bringen kann.
Die Standards: Typ 2 und CCS
An allen öffentlichen Ladesäulen in Dänemark findest du zwei Steckertypen:
Typ 2 (Mennekes) – der Standard für Wechselstrom (AC). Diese Säulen stehen in Innenstädten, auf Parkplätzen und an Supermärkten. Ladeleistung: meist 11 kW oder 22 kW. Hier brauchst du dein eigenes Ladekabel!
CCS Combo 2 – der Standard für Gleichstrom (DC). Das sind die Schnelllader an Autobahnen und Tankstellen. Ladeleistung: 50 kW bis 350 kW. Das Kabel ist hier fest an der Säule montiert – du musst also nichts mitbringen.
💡 CHAdeMO – der Exot
CHAdeMO-Anschlüsse findest du in Dänemark nur noch an älteren Tri-Standard-Säulen. Bei Neuinstallationen spielt dieser japanische Standard keine Rolle mehr. Wenn dein Auto CHAdeMO nutzt (z.B. älterer Nissan Leaf), plane die Route sorgfältiger und checke die Verfügbarkeit vorab in der Spirii Go App.
Die goldene Regel: Eigenes Typ-2-Kabel mitbringen!
An fast jeder AC-Säule in Dänemark musst du dein eigenes Typ-2-Ladekabel (Mode 3) mitführen. Die Dänen gehen einfach davon aus, dass du dein Equipment dabei hast – wie die Sonnencreme, die man dann doch nie braucht. Ohne Kabel stehst du vor der Säule und guckst in die Röhre.
Wir empfehlen ein 7 Meter langes Kabel. An manchen Ladesäulen sind 5 Meter einfach zu knapp – und nichts ist frustrierender, als 30 cm zu kurz zu sein. Ein 11-kW-Kabel (3-phasig, 16A) reicht für die allermeisten Autos und Situationen. Wer zukunftssicher investieren will, greift zum 22-kW-Kabel (32A).
🛒 Empfohlen: Typ-2-Ladekabel für Dänemark
Ein vernünftiges Ladekabel ist die beste Investition vor dem Dänemark-Urlaub. Diese beiden haben sich bei uns bewährt:
ABSINA Typ-2-Ladekabel 22 kW, 5 m
TÜV-geprüft, IP55 wasserdicht, über 10 Jahre Lebensdauer. Solide Qualität für den Dauereinsatz.
Grünsauber Typ-2-Ladekabel 11 kW, 7 m
Unsere Empfehlung für Dänemark: 7 Meter Länge, IP66, inkl. Tragetasche. Nie wieder zu kurz!
🏠 Laden am Ferienhaus – Das musst du wissen
Hier müssen wir kurz ernst werden. Denn das Laden an der normalen Haushaltssteckdose im dänischen Ferienhaus ist ungefähr so beliebt wie Sand im Bett – und die Gründe sind nicht nur bürokratisch, sondern brandgefährlich im wörtlichen Sinne.
Problem 1: Überlastete Leitungen
Dänische Ferienhäuser – insbesondere ältere Objekte – haben Elektroinstallationen, die auf Gemütlichkeit ausgelegt sind: Licht, Kühlschrank, Fernseher. Nicht auf die Dauerlast eines Ladevorgangs über 10-15 Stunden bei 2,3 bis 3,7 kW. Die Folge: Leitungen und Steckdosen können überhitzen. Im schlimmsten Fall droht ein Kabelbrand.
Problem 2: Der Erdungskrieg – Typ K vs. Typ F
Dieser Punkt ist der heimliche Urlaubskiller für deutsche E-Auto-Fahrer. Der dänische Haushaltsstecker (Typ K) besitzt einen Erdungsstift, während der deutsche Schukostecker (Typ F) die Erdung über seitliche Kontakte herstellt. Ein deutscher Stecker passt zwar mechanisch in eine dänische Dose, ist aber oft nicht geerdet.
Und genau hier wird es kritisch: Viele Elektroautos verweigern den Ladevorgang komplett, wenn keine Erdung detektiert wird. Dein Auto sagt quasi „Nej tak!" und tut – nichts. Selbst wenn es laden würde: Ohne Erdung besteht Lebensgefahr bei einem Isolationsfehler.
⚠️ Das sagen die Vermittler – und sie meinen es ernst
DanCenter: Laden nur an dedizierter Wallbox gestattet. Haushaltssteckdose strikt untersagt.
Novasol: Nur an vorgesehenen Ladestationen. Verstöße können zur Kündigung des Mietvertrags führen.
Sonne und Strand: Laden an normalen Steckdosen aus Sicherheitsgründen verboten.
Esmark: Spezielle Filter für Häuser mit Wallbox; Laden an Steckdosen wegen Überhitzungsgefahr untersagt.
Feriepartner: Laden nur erlaubt, wenn es in der Objektbeschreibung unter „Ausstattung" explizit angegeben ist. Bei Verstoß haftest du direkt gegenüber Feriepartner und dem Hauseigentümer für alle entstehenden Schäden.
Ein Verstoß gegen diese Bedingungen gefährdet nicht nur deinen Versicherungsschutz – im Schadensfall haftest du persönlich gegenüber dem Hauseigentümer.
Die Lösung: Ferienhaus mit Wallbox buchen
Immer mehr dänische Ferienhäuser werden mit eigener Wallbox ausgestattet. Alle großen Vermittler bieten inzwischen Filter in der Suche an:
Sol og Strand hat die Ausstattungsoption „Ladesteckdose für Elektroauto" direkt in der Suche. Bei Esmark, Feriepartner und DanCenter findest du ähnliche Filteroptionen. Am einfachsten geht es über unsere Ferienhaussuche – dort kannst du unter „Erweiterte Ausstattung" direkt nach „E-Auto Ladestation" filtern und bekommst nur Häuser angezeigt, an denen du sicher laden kannst.
✅ Zusammengefasst
Normaler Stecker im Ferienhaus: Verboten, gefährlich, Auto verweigert oft eh den Ladevorgang.
Wallbox am Ferienhaus: Sicher, erlaubt, bequem – in unserer Ferienhaussuche nach „E-Auto Ladestation" filtern!
Nächste öffentliche Ladesäule: Immer als Backup recherchieren, auch wenn Wallbox vorhanden ist.
🏷️ Trick für Profis
Auch wenn dein Ferienhaus keine Wallbox hat: Die nächste öffentliche Ladesäule ist selten weiter als 10-15 Minuten Fahrt entfernt. Viele stehen direkt am Supermarkt – du kannst also gleichzeitig einkaufen und laden. Nicht ideal, aber definitiv machbar.
🗺️ Routenplanung – Laden auf dem Weg nach Dänemark
Die Fahrt nach Dänemark beginnt für die meisten deutschen Urlauber in Norddeutschland – und damit auf einer der am besten ausgebauten Ladestrecken Europas. Alles Wichtige zur Anreise nach Dänemark haben wir in einem eigenen Guide zusammengefasst. Hier konzentrieren wir uns auf die Besonderheiten mit dem E-Auto.
Der letzte Ladestopp vor der Grenze
Wenn du über die A7 Richtung Flensburg fährst, findest du an den Raststätten Scandinavian Park und Handewitt die letzten deutschen Schnelllader. Hier lohnt es sich, nochmal auf 80 % oder mehr aufzuladen – besonders wenn du anschließend direkt zur Westküste durchfährst, wo die Ladepunkte etwas dünner gesät sind als im Osten.
Direkt nach der Grenze
Auf dänischer Seite erwarten dich bei Padborg und Christiansfeld gleich die ersten Schnelllader. Ab hier ist die Versorgung entlang der E45 lückenlos. Wenn du die Fähre ab Puttgarden nimmst, findest du bei Rødby und Maribo die ersten Lademöglichkeiten auf Lolland.
Routenplaner: A Better Routeplanner (ABRP)
Wir können dir nur empfehlen, deine Route vorab mit A Better Routeplanner (ABRP) zu planen. Die kostenlose App kennt dein Auto, berechnet den Verbrauch anhand von Wetter, Geschwindigkeit und Höhenprofil, und schlägt dir die optimalen Ladestopps vor. Seit Jahren der De-facto-Standard für E-Auto-Routenplanung.
💡 Geschwindigkeit und Verbrauch
In Dänemark gilt Tempo 130 km/h auf Autobahnen, oft sogar nur 110 km/h. Das ist deutlich weniger als die deutsche Richtgeschwindigkeit – und eine gute Nachricht für deinen Akku. Bei 110 km/h statt 150 km/h sinkt der Verbrauch um 25-35 %. Du kommst also weiter mit einer Ladung als du es von deutschen Autobahnen gewohnt bist.
Tankstrategie: Nicht auf 100 % laden
Ein Tipp, den viele E-Auto-Neulinge nicht kennen: Lade unterwegs nie auf 100 %. Die letzten 20 % (von 80 % auf 100 %) dauern oft genauso lang wie die ersten 80 %. Lade lieber häufiger und schneller auf 60-80 % – das spart enorm Zeit und ist obendrein besser für die Batterie.
🏷️ Unser Routentipp: Kolding als Zwischenstopp
Die Stadt Kolding liegt ideal an der E45, ungefähr auf halber Strecke zwischen Grenze und Aarhus. Im Kolding Storcenter findest du Schnelllader und kannst gleichzeitig dänisches Flair schnuppern, einen Kaffee trinken und im Bilka die ersten Urlaubseinkäufe erledigen. Perfekter Lade-und-Shopp-Stopp!
🌊 Brücken, Fähren und Inseln unter Strom
Dänemark besteht aus über 400 Inseln – und das bedeutet Brücken und Fähren. Für E-Auto-Fahrer bringt das ein paar besondere Überlegungen mit sich, die du in deine Planung einbeziehen solltest. In unserem Fähren-Guide findest du alle Verbindungen und Buchungstipps.
Storebælt-Brücke (Großer Belt)
Die Fahrt über die Storebælt-Brücke ist ein Erlebnis für sich – 18 Kilometer über offenes Wasser. Damit du nicht wie ein verwirrter Tourist vor der Schranke stehst, registriere dein Kennzeichen vorher online bei „PayByPlate". Die Kamera scannt dein Nummernschild, die Schranke hebt sich, und du sparst gegenüber der Barzahlung deutlich.
Alternativ kannst du einen BroBizz-Transponder erwerben. Der funktioniert nicht nur an der Storebælt-Brücke, sondern auch an der Øresundbrücke und vielen Fähren. Für Wiederholungstäter ein Muss.
💡 Vor der Brücke laden!
Die Storebælt-Brücke liegt auf freier Strecke und bietet unterwegs keine Lademöglichkeit. Lade dein Auto vor der Auffahrt nochmal nach – am besten an der Raststätte bei Nyborg (Fünenseite) oder Korsør (Seelandseite). Beide haben Schnelllader.
Øresundbrücke (nach Malmö/Schweden)
Falls du einen Abstecher nach Malmö oder weiter nach Schweden planst: Der ØresundGO-Vertrag (Jahresgebühr ca. 370 DKK) senkt den Preis pro Überfahrt von ca. 470 DKK auf ca. 182 DKK. Das lohnt sich schon ab der zweiten Fahrt.
Fähren: Laden im Hafen, nicht an Bord
An Bord der Fähren ist Laden noch kein Standard. Es gibt erste Ansätze – Molslinjen bietet auf der Route Aarhus-Odden begrenzte Ladekapazitäten in der „Business BlueClass" – aber das muss vorab reserviert werden und ist die Ausnahme.
Die bessere Strategie: Lade im Hafen vor der Abfahrt. Molslinjen betreibt beispielsweise acht Supercharger im Hafen von Aarhus. So kommst du mit vollem Akku auf der anderen Seite an und kannst direkt zum ersten Hotdog-Stand durchstarten.
⚠️ Inseln: Vorher vollladen!
Selbst wenn es auf Inseln wie Fanø, Ærø oder Samsø inzwischen öffentliche Ladesäulen gibt – die Kapazität ist begrenzt. Wenn gerade ein anderer E-Auto-Tourist vor dir lädt, kann es eng werden. Fahr immer mit vollem Akku auf die Fähre. Dann bist du auf der sicheren Seite.
✅ Die ultimative E-Auto-Checkliste für Dänemark
Damit du nichts vergisst, haben wir alles Wichtige in einer Checkliste zusammengefasst. Am besten druckst du sie aus oder machst einen Screenshot – und gehst sie einen Tag vor der Abreise nochmal durch.
✅ Vor der Reise erledigen
Typ-2-Ladekabel (min. 7 m) – einpacken oder bestellen, unverzichtbar für AC-Säulen
Spirii Go App – installieren für Echtzeit-Übersicht aller Ladestationen mit Preisen
Clever-App – installieren und Kreditkarte hinterlegen (günstigste lokale Preise)
Roaming-Karte prüfen – funktioniert dein EnBW/ADAC/Maingau-Tarif in Dänemark?
PayByPlate registrieren – für die Storebælt-Brücke (spart Geld und Wartezeit)
Ferienhaus mit Wallbox gebucht? – falls nicht: nächste öffentliche Ladesäule recherchieren
Route mit ABRP planen – optimale Ladestopps berechnen lassen
✅ Im Kofferraum
Typ-2-Ladekabel – 7 Meter empfohlen, min. 11 kW (16A)
Ladekabel-Tasche – hält den Kofferraum sauber und das Kabel geschützt
Warndreieck & Warnweste – Pflicht in Dänemark!
Optional: Adapter Schuko → Typ K – nur für den absoluten Notfall, nicht am Ferienhaus verwenden!
✅ Unterwegs beachten
Vor der Grenze nochmal laden – besonders wenn du Richtung Westküste fährst
Unterwegs auf 60-80 % laden – schneller als auf 100 % warten, besser für die Batterie
Blockiergebühren beachten – Auto umparken, sobald der Akku voll ist
QR-Codes prüfen – immer mit Säulen-Display abgleichen (Quishing-Schutz!)
Am Terminal immer DKK wählen – nie Euro, sonst schlechter Wechselkurs
Vor Brücken & Fähren laden – auf der Brücke gibt's keinen Strom
🛒 Empfohlen: Must-Haves für den E-Auto-Urlaub
Diese Dinge haben uns auf unseren Dänemark-Fahrten mit dem E-Auto am meisten geholfen:
💡 Wusstest du? Bis zu 400 € jährlich mit der THG-Prämie
Als Halter eines rein batteriebetriebenen E-Autos steht dir jedes Jahr eine THG-Prämie (Treibhausgasminderungsquote) zu – und zwar einfach nur dafür, dass du elektrisch fährst. Viele wissen das nicht, aber die Bundesregierung hat 2015 festgelegt, dass Unternehmen ihre CO₂-Emissionen senken müssen. Deine eingesparten Emissionen kannst du verkaufen und bekommst dafür bares Geld.
So funktioniert es: Du lädst deinen Fahrzeugschein bei einem THG-Vermittler hoch, der kümmert sich um Zertifizierung und Verkauf – du kassierst. Fertig. Kein Haken, keine versteckten Kosten.
Über unseren Partner Geld für eAuto* sicherst du dir aktuell bis zu 400 € pro Jahr und Fahrzeug. Wer es eilig hat, bekommt mit der Expresszahlung 200 € schon innerhalb von 7 Tagen aufs Konto. Das Ganze geht auch im Kombiangebot für 2026 und 2027 – dann sind es sogar 480 €. Und wer eine eigene Wallbox betreibt und Ladestrom an Dritte abgibt, bekommt zusätzlich 8 Cent pro kWh oben drauf.
❓ Häufige Fragen zum E-Auto in Dänemark
Kann ich mein E-Auto am Ferienhaus in Dänemark laden?
Nur an einer fest installierten Wallbox – niemals an der normalen Haushaltssteckdose. Viele dänische Ferienhäuser haben ältere Leitungen, die bei Dauerlast überhitzen können. Buche am besten ein Ferienhaus mit eigener Wallbox (11 kW), dann lädst du über Nacht bequem und sicher.
Was kostet das Laden eines E-Autos in Dänemark?
Die Preise variieren je nach Anbieter und Ladegeschwindigkeit. Am DC-Schnelllader zahlst du etwa 3,50–6,00 DKK pro kWh (ca. 0,47–0,80 €). Eine typische Ladung von 10 % auf 80 % (42 kWh) kostet zwischen 20 und 33 Euro. Am günstigsten bist du mit einer lokalen dänischen App wie Clever oder Spirii Go.
Welchen Ladestecker brauche ich in Dänemark?
In Dänemark gilt der europäische Standard: Typ 2 für AC-Laden (Wallbox, öffentliche Ladesäulen) und CCS Combo 2 für DC-Schnellladen. Ein eigenes Typ-2-Ladekabel solltest du unbedingt mitbringen, da es an AC-Säulen nicht fest montiert ist.
Wie bezahle ich an Ladestationen in Dänemark?
Du hast drei Optionen: Deutsche Roaming-Karten (EnBW, ADAC, Maingau), lokale dänische Apps (Clever, Spirii Go, Norlys) oder kontaktlose Kartenzahlung direkt an der Säule. Die dänischen Apps bieten die günstigsten Preise, Roaming-Karten sind am bequemsten.
Gibt es genug Ladestationen in Dänemark?
Ja, Dänemark verfügt über mehr als 40.000 öffentliche Ladepunkte. Entlang der Autobahnen E45 und E20 gibt es lückenlose Schnelllader-Versorgung mit bis zu 350 kW. Auch in Städten, an Supermärkten und in ländlichen Gebieten ist die Abdeckung gut.
Brauche ich eine spezielle App zum Laden in Dänemark?
Empfohlen wird die App Spirii Go – sie zeigt in Echtzeit alle verfügbaren Ladestationen in Dänemark mit Preisen und Steckertypen an. Zum Bezahlen nutzt du am besten die Clever-App, die an der Mehrheit aller dänischen Ladesäulen funktioniert.
🏁 Fazit: Entspannt elektrisch durch Dänemark
Dänemark ist eines der besten Länder in Europa für einen E-Auto-Urlaub – vielleicht sogar das beste. Mit über 40.000 Ladepunkten, lückenloser Autobahn-Versorgung und einer digitalen Infrastruktur, die das Laden so einfach macht wie Kartenzahlen im Supermarkt, bist du hier bestens aufgehoben.
Die wichtigsten Regeln lassen sich auf drei Sätze eindampfen: Nimm dein Typ-2-Kabel mit, buche ein Ferienhaus mit Wallbox und installiere vor der Grenze die Spirii Go App. Wenn du das beherzigst, steht einem entspannten Urlaub unter Strom nichts mehr im Weg.
Und das Schönste: Die niedrigere Autobahngeschwindigkeit in Dänemark (110-130 km/h statt deutsches Rasen) schont nicht nur deinen Akku, sondern auch deine Nerven. Das ist sozusagen Hygge für die Batterie.
God tur – und immer schön geladen bleiben!
🏡 Ferienhaus gesucht?
Stöbere in unserer Ferienhaussuche und finde dein perfektes Sommerhus – viele Häuser sind bereits mit einer eigenen Wallbox für dein E-Auto ausgestattet. Filtere einfach nach „E-Auto Ladestation" und lade bequem über Nacht, während du die Füße hochlegst.
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📋 Quellen und weiterführende Links
- Mobility Denmark: „Ny milepæl: Nu er der over 30.000 offentlige ladepunkter i Danmark" – 30.439 Ladepunkte, Stand Dezember 2024. mobility.dk
- Dansk e-Mobilitet / GeoFA: 37.567 öffentliche Ladepunkte, Stand Anfang 2025. Zitiert in: Bilbasen Blog
- Green Power Denmark / Dansk e-Mobilitet: „Ny statistik: Danmark har flere ladestandere end hidtil antaget" – 28.883 Ladepunkte, Stand August 2024. via.ritzau.dk
- Mobility Denmark: „Dänemark steuert auf eine Million Elektroautos zu" – 126.505 E-Auto-Neuzulassungen 2025 (68,5 % Marktanteil). nordschleswiger.dk
- Energinet.dk: Echtzeit-Strompreise und Strombörse Nord Pool. energidataservice.dk
- GoingElectric: Ladesäulenverzeichnis Dänemark – 1.965 Standorte, 9.462 Ladepunkte (laufend aktualisiert). goingelectric.de
- Storebælt A/S: Brückenmaut und Tarife. storebaelt.dk
- Øresundsbron: Brückenmaut und BroPas-Rabatte. oresundsbron.com
Stand der Daten: Januar/Februar 2025. Die Ladeinfrastruktur in Dänemark wächst rasant – aktuelle Zahlen können abweichen.
