Zwischen dem 20. und 22. Februar 2026 strandeten sechs Pottwale im Bereich Fanø und Skallingen an Dänemarks Westküste. Keiner überlebte. Die Nordsee wurde den Tiefseetauchern zur „Todesfalle“. Dann tauchte ein siebter Wal in Thy auf – und entpuppte sich als alter Bekannter.

Was am Freitagmittag mit einer knappen Meldung über vier gestrandete Wale begann, entwickelte sich über das Wochenende zur größten Pottwal-Strandung an Dänemarks Küsten seit fast 30 Jahren. Sechs junge Bullen, verteilt auf fünf Strandabschnitte rund um Fanø, starben einen langsamen Tod – erdrückt vom eigenen Gewicht, gestresst bis zur Selbstauflösung ihrer Organe. Am Montag kam die Nachricht: Auch in Thy, über 200 Kilometer weiter nördlich, liegt ein toter Pottwal. Doch es war kein neues Tier.

Zwei tote Pottwale liegen nebeneinander am Strand von Skallingen bei Fanø, Februar 2026
Zwei der sechs gestrandeten Pottwale am Strand von Skallingen. Foto: Maik Abramowski / KreAtiv Blåvand

🐋 Ein Wochenende zwischen Hoffen und Sterben

Am Freitag, 20. Februar, bestätigte Umweltminister Magnus Heunicke die Strandung von vier Pottwalen bei Fanø und der Halbinsel Skallingen – einer schmalen Landzunge an der Nordseeküste zwischen der Landspitze Blåvands Huk und der Insel Fanø. Die Küstenbehörde Kystdirektoratet schickte Drohnen, die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. Mindestens ein Wal lebte noch – Strandvogt Michael Baun beobachtete Blutungen und Atembewegungen. Doch eine Rettung war von Anfang an unrealistisch.

Am Samstagmorgen wurde das Ausmaß deutlich: Landpolizist Chris Gade bestätigte sechs gestrandete Wale – verteilt auf Søren Jessens Sand (2), Skallingen (2), Sønderho (1) und einen weiteren bei der Langli Sandbanke. Die Zählung war zunächst verwirrend: Einige Tiere hatten sich über Nacht mit der Tide verschoben. Strandvogt Baun ging von fünf aus, die Polizei zählte sechs. Dann die bittere Korrektur am Vormittag: Baun hatte zunächst alle Tiere für tot erklärt – bis eine DR-Reporterin bei Sønderho Dampf aus dem Maul und Bauchbewegungen beobachtete. Der Wal lebte noch.

Christian Fisher, Strandvogt in Sønderho, hatte den jungen Bullen gegen 8 Uhr morgens entdeckt. Sein nüchternes Urteil gegenüber TV 2 Danmark: „Er ist noch ein bisschen am Leben. Er wird in kurzer Zeit sterben. Er kann nicht auf Land liegen und zerquetscht sich selbst innerlich.“ Pottwale sind für das offene Meer gebaut – ihr eigenes Körpergewicht erdrückt an Land die inneren Organe. Das Gebiet um den sterbenden Wal erklärte Fisher für „lebensgefährlich“.

Am Samstagabend entdeckte Baun bei einer abendlichen Kontrollfahrt einen sechsten Wal am Søren Jessens Sand – aufgebläht und eindeutig tot. Um 23 Uhr sägte er ihm den Kiefer ab. Die Miljøstyrelsen (Umweltbehörde) bestätigte den Zwischenstand: drei Wale tot, einer lebend (Sønderho), einer mit unbekanntem Status (Langli). Umweltminister Heunicke warnte auf Facebook vor einer Explosionsgefahr – in toten Walen baut sich Gas auf, das zu plötzlichen Detonationen führen kann.

Am Sonntagmorgen fuhr das Bereitschaftsteam zusammen mit Naturstyrelsen und beiden Strandvögten zum Sønderho-Wal. Die Erwartung: Das Tier hat die Nacht nicht überlebt. Nach Prüfung der Atmung wurde er um 10:27 Uhr offiziell für tot erklärt. Der Bulle war 13,6 Meter lang. Sein Kiefer wurde anschließend abgesägt. Alle sechs Pottwale waren tot.

Am Sonntagmorgen meldete Baun eine gute Nachricht: Keine weiteren Wale gesichtet – weder am Strand noch in der Fahrrinne, wo am Samstag noch zwei schwimmende Tiere beobachtet worden waren. Eine naturhistorische Inspektorin des Fiskeri- og Søfartsmuseet vermass die Wale am Søren Jessens Sand: 11 und 13 Meter. Und ein kleines Zeichen von Galgenhumor auf Fanø: An der Straße zwischen Sønderho und Nordby stand ein Schild „Hvalkød til salg“ (Walfleisch zu verkaufen). In den grünen Tüten war allerdings nur Sand.

🧭 Die „Todesfalle“ Nordsee

Warum verirren sich Pottwale in die Nordsee? Professor Peter Teglberg Madsen von der Universität Aarhus, einer der führenden Meeresbiologen Skandinaviens, erklärte den Mechanismus im dänischen Radio P1: Pottwale wandern normalerweise westlich der Britischen Inseln zwischen Nord und Süd. Doch wenn sie – vermutlich durch anhaltende Ostwinde und gestörte Echolot-Navigation – bei Schottland die falsche Abzweigung nehmen, geraten sie in eine Art Trichter, der in die Nordsee führt.

Das Problem: Die Nordsee ist mit durchschnittlich nur 20 bis 40 Metern viel zu flach. Pottwale leben normalerweise über der Kontinentalsockelkante, wo das Wasser vier Kilometer tief ist. Dort jagen sie senkrecht und können bis zu drei Kilometer tief tauchen. Im flachen Wattenmeer zwischen den dänischen Inseln gibt es kein Zurück mehr. Teglberg Madsen nennt es eine „Todesfalle“.

Noch schlimmer: Pottwale sind Herdentiere. Die gestrandeten Tiere rufen ihre Artgenossen – und locken sie damit ins Flachwasser. Teglberg Madsen sprach von einer „kollektiven Katastrophe“ und äußerte die Befürchtung, dass weitere Tiere folgen könnten.

Der Biologe und Naturführer Peter Skødt Knudsen ergänzte gegenüber tvSyd einen weiteren Faktor: Menschlicher Unterwasserlärm durch Schiffsverkehr und Sonargeräte erzeugt einen „maskierenden Geräuschteppich“, der die Navigation der Wale zusätzlich stören kann. Sein Vergleich: wie Stroboskoplicht für Sehende – die Wale verlieren schlicht die Orientierung. Das Phänomen der Pottwalstrandungen gebe es zwar so lange wie die Nordsee existiert, doch der zunehmende Lärm verschärfe das Problem.

Jakob Højer Kristensen von der Syddansk Universitet bestätigte: Die Nordsee sei für Pottwale nicht mehr als eine flache Pfütze. Die genaue Ursache für die Häufung in diesem Winter bleibt allerdings unklar. Sandbanken, ungewöhnliche Strömungsverhältnisse und Gezeitenunterschiede könnten eine Rolle spielen.

📊 Bestand nicht gefährdet

Trotz der dramatischen Bilder: Der weltweite Bestand der Pottwale (Physeter macrocephalus) ist durch diese Strandungen nicht gefährdet. Die Population im Nordatlantik wird auf mehrere Zehntausend Tiere geschätzt. Strandungen gehören zur Naturgeschichte der Nordsee – sie sind seit 1572 dokumentiert.

💀 Tod durch Stress – warum Einschläfern nicht möglich ist

Der dänische Walforscher Carl Kinze, angebunden an das Statens Naturhistoriske Museum (Staatliches Naturhistorisches Museum), erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau den tödlichen Mechanismus: Wenn ein Pottwal strandet, sendet sein Körper extreme Stresshormone aus. Der Wal liegt mit dem Bauch auf einer Sandbank, aber sein Gehirn „denkt“, er sei im offenen Ozean. Dieser Widerspruch löst einen Prozess aus, bei dem sich die inneren Organe regelrecht auflösen.

Kinze betonte: Einschläfern wäre für die Tiere weitaus grausamer. Um die lebenswichtigen Organe zu erreichen, müsste man sich durch die massive Fettschicht arbeiten – das würde weit mehr Schmerzen verursachen als der natürliche Sterbeprozess. Die Miljøstyrelsen bestätigte: Die Grenze für eine Einschläferung liegt bei etwa vier Metern Körperlänge. Alles darüber ist weder tierethisch noch sicherheitstechnisch vertretbar. Man ließ die Wale „still und ruhig sterben“.

🔧 Wettlauf um die Kiefer

Es gibt einen Grund, warum Strandvogt Michael Baun am Samstagmorgen mit Bagger, Wathosen und Kettensäge zum Strand fuhr: Anfang Februar war beim toten Pottwal am Blåvandshuk der Unterkiefer gestohlen worden. Wir berichteten ausführlich. Pottwalkiefer sind auf dem Schwarzmarkt begehrt – die Zähne enthalten wertvolles Elfenbein-ähnliches Material.

Um eine Wiederholung zu verhindern, sicherte Baun systematisch alle Kiefer: Am Samstag die beiden Wale am Søren Jessens Sand und den Wal bei Skallingen, am Nachmittag einen vierten. Am späten Samstagabend den sechsten Wal. Am Sonntag schließlich den letzten Kiefer des Sønderho-Wals. Insgesamt sechs Kiefer, alle für die Universität Kopenhagen bestimmt.

Sein nüchterner Kommentar zur Arbeit: „Das hat sehr geblutet.“ Bis zum Abtransport nach Kopenhagen lagerten die Kiefer bei ihm zu Hause – „Es stinkt. Ich hoffe, der Labrador geht heute Abend nicht dran“, so Baun gegenüber tvSyd. Das Hjemmeværnet (Heimwehr) bewachte die Wale das gesamte Wochenende rund um die Uhr, um weiteren Diebstahl zu verhindern.

🐋 Der Blåvand-Wal taucht in Thy wieder auf

Am Montagmorgen meldete unser Kontakt vor Ort, Maik Abramowski von KreAtiv Blåvand, eine überraschende Nachricht: Ein weiterer Pottwal ist bei Lyngby Strand in Thy gestrandet – über 200 Kilometer nördlich von Fanø. Umweltminister Heunicke sprach daraufhin von sieben toten Pottwalen an dänischen Stränden.

Doch dann die Wendung: Das Bereitschaftsteam der Miljøstyrelsen identifizierte den Thy-Wal eindeutig als denselben Pottwal, der Anfang Februar bei Blåvandshuk gestrandet war. Die Beweise waren eindeutig: Der Wal hatte keinen Unterkiefer – er war ihm in Blåvand gestohlen worden. Zusätzlich hat das Tier eine charakteristische Narbe an der Schwanzflosse, die eine zweifelsfreie Identifizierung ermöglichte.

Der Kadaver war offenbar von natürlichen Strömungen ins Meer zurückgezogen worden, am Wochenende kurz bei Fanø vorbeigetrieben und schließlich über 200 Kilometer entlang der Westküste nordwärts bis nach Thy getrieben. Die Geschichte des Blåvand-Wals schließt sich damit auf tragische Weise: gestrandet, geschändet, weitergetrieben, wiedergestrandet – identifizierbar nur durch das fehlende Körperteil, das man ihm gestohlen hatte.

Der Thy-Wal darf laut Heunicke an Ort und Stelle liegen bleiben und „in den natürlichen Kreislauf eingehen“.

🚚 Was jetzt passiert – Obduktion und Entfernung

Am Montagabend gab Umweltminister Heunicke auf Facebook eine detaillierte Übersicht über das weitere Vorgehen mit den sechs Fanø-Walen:

📋 Entfernungsplan der Behörden

Skallinge Strand (2 Wale): Werden am Dienstag obduziert und entfernt. Absperrungen vor Ort, Zugang erst ab 12:00 Uhr. Proben werden für Forschung und Ausstellungen gesichert.

Fanø Bad (1 Wal): Obduktion und Bergung in Planung.

Sønderho Strand (1 Wal): Noch keine endgültigen Pläne.

Søren Jessens Sand (2 Wale): Bleiben liegen und gehen in den natürlichen Kreislauf ein.

Thy / Lyngby Strand (Blåvand-Wal): Bleibt ebenfalls liegen.

Die Zerlegung gestaltet sich schwieriger als gedacht: Der Boden an den Strandabschnitten ist so weich, dass schwere Maschinen nicht zu den Kadavern fahren können. Strandvogt Baun hat deshalb eigens Werkzeug konstruiert, um die Wale vor Ort zerlegen zu können. Am Dienstagvormittag sägte er drei weitere Kiefer ab – die der Wale bei Skallingen, Fanø Bad und Sønderho. Der Verwesungsgeruch ist inzwischen erheblich.

Heunicke betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Behörden, Museen und Universitäten und appellierte erneut an die Öffentlichkeit: Abstand halten, Absperrungen respektieren, Infektionsgefahr und Explosionsrisiko ernst nehmen.

📜 Pottwalstrandungen in Dänemark – eine lange Geschichte

Dass sich die Ereignisse in so kurzer Zeit häufen, ist ungewöhnlich – aber nicht ohne Vorläufer. Laut Walforscher Carl Kinze gibt es seit 1572 insgesamt 32 dokumentierte Pottwalstrandungen mit über 70 Tieren an Dänemarks Küsten. Die allermeisten fanden im nördlichen und westlichen Jütland statt.

20.–22. Feb. 2026

Fanø / Skallingen – Sechs Pottwale gestrandet, alle tot (aktueller Vorfall)

~22. Feb. 2026

Lyngby Strand, Thy – Blåvand-Pottwal erneut angetrieben (identifiziert an fehlendem Kiefer und Narbe)

Anfang Februar 2026

Blåvandshuk (bei Esbjerg) – Ein toter Bulle, ~14 Meter. Kiefer gestohlen.

Ende Januar 2026

Ålbæk Bugt (Nordjütland) – Toter Pottwal, 13,7 Meter.

2016

Fanø – Ein toter Pottwal.

2014

Henne Strand – Zwei Pottwale: einer tot, am nächsten Tag ein lebender.

2000

Rømø – Erneut ein Pottwal gestrandet.

1997

Rømø (Wattenmeer) – 13 Pottwalbullen gestrandet.

1996

Rømø (Wattenmeer) – 16 Pottwalbullen – größte Massenstrandung in Dänemarks jüngerer Geschichte.

1572

Skallingen – Drei Pottwale. Erste dokumentierte Strandung in Dänemark – genau dort, wo 454 Jahre später erneut Tiere liegen.

🏖️ Hinweise für Urlauber an der Westküste

Die Strandungen betreffen nicht nur Fanø, sondern auch die Halbinsel Skallingen bei Blåvands Huk und den Strand bei Lyngby in Thy. Falls du aktuell in einem dieser Gebiete bist oder einen Besuch planst, beachte bitte folgende Punkte:

⚠️ Verhaltensregeln

Nicht nähern! Auch tote Wale sind gefährlich. Wal-Kadaver können Krankheitserreger tragen, die auf Menschen übertragbar sind. Beim Wal in Blåvand wurden Familien beobachtet, die ihre Kinder auf das tote Tier setzten – bitte nicht nachmachen.

⚠️ Explosionsgefahr! Umweltminister Heunicke warnt: In toten Walen baut sich Gas auf, das zu plötzlichen Explosionen führen kann. Haltet unbedingt Abstand!

Absperrungen beachten! Kadaver werden in den kommenden Tagen obduziert und entfernt. Am Skallinge Strand wird mit großen Maschinen und scharfem Werkzeug gearbeitet – der Bereich ist abgesperrt. Zugang erst ab 12:00 Uhr außerhalb der Absperrung.

Notruf 112 – Wenn ihr ein gestrandetes oder verletztes Meerestier entdeckt, ruft die Polizei. Die Disponenten sprechen auch Englisch.

📡 Liveticker

Beide Liveticker der dänischen Medien sind derzeit pausiert. Falls sich neue Entwicklungen ergeben, werden sie voraussichtlich wieder aktiviert:

⏸ PAUSIERT

TV 2 Danmark

Kaskelothvaler strandet ved Fanø

Umfangreicher Liveticker mit Fotos, Behörden-Updates und Drohnenaufnahmen (auf Dänisch – die meisten Browser bieten eine Übersetzungsfunktion).

⏸ PAUSIERT

DR Nyheder / Norkon Livecenter

Kaskelothvaler strandet ved Fanø

Live-Feed mit Video-Einbindungen und Meldungen zum Thema.

📋 Quellen

  • TV 2 Danmark – Liveticker (20.–23.02.2026)
  • DR Nyheder / Norkon Livecenter
  • Maik Abramowski (KreAtiv Blåvand) – unser Kontakt vor Ort, Foto
  • Magnus Heunicke, Miljøminister (Umweltminister) – Facebook-Updates
  • TV MIDTVEST – Identifizierung des Thy-Wals als Blåvand-Wal
  • Limfjord Update – Thy-Strandung und Experteneinordnung
  • Ekstrabladet.dk – Route des Blåvand-Wals nach Thy
  • Prof. Peter Teglberg Madsen, Universität Aarhus – Interview P1 Morgen
  • Carl Kinze, Walforscher, Statens Naturhistoriske Museum – Interview Ritzau
  • Peter Skødt Knudsen, Biologe und Naturführer – Interview tvSyd
  • Jakob Højer Kristensen, Syddansk Universitet – Interview Nordjyske
  • Natacha Mia Kristensen, Inspektorin Fiskeri- og Søfartsmuseet – tvSyd
  • Miljøstyrelsen (Umweltbehörde), Naturstyrelsen (Naturbehörde), Kystdirektoratet (Küstenbehörde)
  • Miljøministeriet (Umweltministerium) – Entfernungsplan
  • Syd- og Sønderjyllands Politi via Ritzau

Besonderer Dank geht an Maik Abramowski von KreAtiv Blåvand, der uns nicht nur das Foto der gestrandeten Wale zur Verfügung gestellt hat, sondern auch die offizielle Mitteilung des Umweltministers in deutscher Übersetzung hat zukommen lassen.

📋 Kompletter Ticker-Verlauf (Freitag – Dienstag)

Wir haben die Ereignisse von Anfang an im Liveticker begleitet. Hier der vollständige Verlauf mit über 40 Einträgen – chronologisch absteigend (neueste zuerst).

Di. 11:35 Uhr

Zerlegung vor Ort nötig – Boden zu weich für schwere Maschinen. Strandvogt Baun hat Werkzeug selbst konstruiert. Starker Verwesungsgeruch

Mo. 21:41 Uhr

Heunicke: 7 tote Wale an dänischen Stränden. Detaillierter Entfernungsplan – 2× Skallingen werden Di. obduziert + entfernt, 2× Søren Jessens + Thy bleiben liegen

Mo. 09:57 Uhr

Weiterer Wal in Thy gestrandet – bei Lyngby Strand, über 200 km nördlich. Später als Blåvand-Wal identifiziert (fehlender Kiefer + Narbe)

So. 18:58 Uhr

Drei Wale werden entfernt – zu nah an Touristengebieten. Planung nächste Woche. Ein Wal wird obduziert

So. 13:33 Uhr

Fanø-Humor: „Walfleisch zu verkaufen“ – Prank mit Sand in grünen Tüten am Straßenrand

So. 11:43 Uhr

Kiefer des Sønderho-Wals wird abgesägt – geht an die Universität Kopenhagen

So. 11:01 Uhr

Alle Wale offiziell tot – Heimwehr-Einsatz beendet. Letzte Kiefer wird abmontiert und nach Kopenhagen gebracht

So. 10:56 Uhr

Alle sechs gestrandeten Pottwale sind tot.

So. 10:46 Uhr

Toter Bulle bei Sønderho: 13,6 Meter – Kiefer intakt, wird gesichert

So. 10:27 Uhr

Sønderho-Wal für tot erklärt – Bereitschaft hat Atmung geprüft

So. 09:51 Uhr

Keine weiteren Wale gesichtet – auch die 2 aus der Fahrrinne nicht mehr

So. 09:07 Uhr

Wale am Søren Jessens Sand: 11 m und 13 m – Inspektorin vom Fiskeri- og Søfartsmuseet

So. 09:06 Uhr

Korrektur: 4 Kiefer am Samstag gesichert – 6. Wal bekam Kiefer bereits Sa. ~23 Uhr ab

Sa. 20:30 Uhr

6. Wal gestrandet! Strandvogt entdeckt am Abend einen weiteren Wal am Søren Jessens Sand

Sa. 19:17 Uhr

Kiefer übernachten beim Strandvogt – gehen nächste Woche an die Universität Kopenhagen. „Es stinkt.“

Sa. 18:51 Uhr

Sonntag: Bereitschaft + Tierarzt kommen zum lebenden Wal. Miljøstyrelsen: Grenze für Einschläfern liegt bei ~4 Metern

Sa. 18:22 Uhr

Heunicke warnt vor Explosionen – Gasbildung in toten Walen. Team sichert Ruhe für lebende Tiere

Sa. 17:50 Uhr

Miljøstyrelsen: 3 tot, 1 lebt, 1 unbekannt – Wal bei Langli Sandbanke nicht erreichbar

Sa. 17:33 Uhr

32 dokumentierte Strandungen seit 1572 mit über 70 Walen – die erste war bei Skallingen

Sa. 16:52 Uhr

Sønderho-Wal: junger Bulle, „zerquetscht sich innerlich“ – Strandvogt: Gebiet „lebensgefährlich“

Sa. 15:52 Uhr

Experte: Menschlicher Lärm stört Wale – Schiffslärm und Sonar erzeugen „maskierenden Geräuschteppich“

Sa. 15:32 Uhr

Professor: „Kollektive Katastrophe“ – Nordsee als „Todesfalle“, befürchtet weitere Strandungen

Sa. 14:28 Uhr

3 Kiefer gesichert (2× Søren Jessens Sand, 1× Skallingen) – gehen an die Universität Kopenhagen

Sa. 13:33 Uhr

Strandvogt Sønderho: „Wir hoffen, dass keine weiteren kommen“ – Gezeiten verhindern Zugang zum lebenden Wal

Sa. 13:20 Uhr

Walforscher Kinze: Wale sterben an Stress – Organe lösen sich auf. Einschläfern wäre grausamer

Sa. 12:46 Uhr

Kiefer am Skallingen-Wal abgesägt – Bürger beobachtet Arbeiten mit Motorsäge

Sa. 12:40 Uhr

Miljøstyrelsen: Einschläfern nicht vertretbar – weder tierethisch noch sicherheitstechnisch möglich

Sa. 12:21 Uhr

Flut steigt – Naturstyrelsen kann lebenden Wal nicht erreichen. Wal blutet, hat Wunden

Sa. 11:24 Uhr

Wal bei Sønderho lebt! Bewegt sich noch, blutet, 10–15 m lang, 1,2 km von der Küste

Sa. 11:04 Uhr

Miljøstyrelsen bestätigt: lebende UND tote Wale. Menschen sollen sich fernhalten

Sa. 10:55 Uhr

Polizei bei Sønderho angekommen – sichert Wal und Besucher

Sa. 10:14 Uhr

Neue Fotos der toten Wale. Zwei bei Skallingen „vollständig tot“

Sa. 10:00 Uhr

Unsicherheit über Anzahl – Strandvogt: vermutlich 5, Polizei sagt 6

Sa. 09:42 Uhr

Strandvogt mit Bagger & Motorsäge unterwegs – Kiefer sichern, Wal ggf. wenden

Sa. 09:34 Uhr

Polizei bestätigt: 6 Wale gestrandet – 1 bei Skallingen, 1 bei Sønderho zusätzlich zu den 4 vom Freitag

Sa. 09:24 Uhr

Weiterer Wal bei Sønderho gestrandet + zwei weitere in der Fahrrinne gesichtet

Sa. 07:52 Uhr

Plan: Bei Ebbe Lage prüfen – Hoffnung, dass 2 Wale rausgetrieben sind. Strand durch Eis kaum zugänglich

Fr. 21:26 Uhr

Behörde will Kiefer entfernen – falls die Wale tot sind, sollen die Kiefer morgen gesichert werden

Fr. 18:04 Uhr

Einsatz erst morgen möglich – Behörden warten auf Tageslicht und Ebbe

Fr. 17:10 Uhr

Soldaten bewachen die Wale – Hjemmeværnet (Heimwehr) sichert das Gebiet gegen Schaulustige und Kiefer-Diebstahl

Fr. ~15:30 Uhr

Museum: „Das Rennen ist oft gelaufen“ – Experte sieht kaum Überlebenschancen

Fr. 15:05 Uhr

Professor warnt: Morgen früh könnten 10–15 Wale am Strand liegen – gestrandete Tiere rufen Artgenossen ins Flachwasser

Fr. 14:50 Uhr

Behörden können Wale nicht lokalisieren – unklar, wie viele noch leben

Fr. 13:53 Uhr

Gebiet gesperrt – Polizei: Zufahrt verboten und gefährlich

Fr. 13:28 Uhr

Einschläfern nicht möglich – nur ins Wasser leiten oder auf Flut warten

Fr. ~13:15 Uhr

Flut eingesetzt – alle 3 Fanø-Wale stehen unter Wasser

Fr. 13:04 Uhr

Mind. 1 Wal lebt – Strandvogt bestätigt: blutender Wal ist am Leben

Fr. 12:32 Uhr

Drohnen im Einsatz – Kystdirektoratet (Küstenbehörde) überwacht aus der Luft

Fr. 12:21 Uhr

4 Pottwale gestrandet bei Fanø/Skallingen – Umweltminister bestätigt