Das Sea War Museum Jutland arbeitet weiterhin an der Untersuchung eines Wracks bei Tristan da Cunha, das möglicherweise das 1928 verschwundene dänische Schulschiff København ist. Norman Glass und sein Schwager Rodney Green hatten das Wrack in den Gewässern der abgelegenen Insel im Südatlantik entdeckt.

Bevor eine große Expedition finanziert werden kann, muss ein bestimmtes Wrackteil untersucht werden, das endgültig klären soll, ob es sich tatsächlich um die København handelt. Die logistischen Herausforderungen verzögern jedoch die Tauchuntersuchung erheblich. Tristan da Cunha liegt mitten im Südatlantik und ist so schwer zugänglich, dass es keine Landebahn gibt. Die einzige Verbindung führt per Boot von Cape Town aus.

Norman Glass wartete laut Museum in Großbritannien auf einen Platz auf der Bootsverbindung. Mit nur zwölf Plätzen pro Fahrt und wenigen Abfahrten im Jahr waren die Verbindungen bis Juni/Juli ausgebucht. Das Museum hoffte, dass Rodney Green die Tauchuntersuchung möglicherweise alleine durchführen könnte.

Für die geplante Hauptexpedition im Winter 2026-27 kalkulierte das Museum mit einem Schiff wie der M/S Vina. Die Reise würde vier Wochen von Dänemark nach Cape Town dauern, wo sieben Spezialisten aus Dänemark zur achtköpfigen Stammbesatzung stoßen sollten. Nach einer Woche Fahrt nach Tristan da Cunha waren zwei Wochen für die Untersuchung vor Ort eingeplant, gefolgt von der einwöchigen Rückfahrt nach Cape Town und vier weiteren Wochen zurück nach Dänemark.

Das Museum möchte das Rätsel vor dem 100. Jahrestag des Verschwindens im Dezember 2028 lösen. Die København war im Dezember 1928 spurlos verschwunden.

Das Sea War Museum Jutland ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Bei einem kombinierten Besuch mit Havets Hemmeligheder am selben Tag gibt es Rabatt auf die Eintrittskarte.