Auf dem grönländischen Inlandeis wurden in dieser Woche extreme Temperaturen unter -50°C gemessen. Laut meteorologischen Berichten könnte das Thermometer in der kommenden Woche sogar auf bis zu -65°C fallen.
Die extremen Minusgrade betreffen hauptsächlich die höchsten Regionen des Inlandeises, das sich über weite Teile der größten Insel der Welt erstreckt. In den bewohnten Küstenregionen Grönlands, wo sich die Siedlungen und touristische Infrastruktur befinden, fallen die Temperaturen deutlich moderater aus.
Die Messungen stammen von Wetterstationen auf dem Inlandeis, wo die Höhenlage und die Entfernung vom Meer für besonders niedrige Temperaturen sorgen. Während solche Extremwerte für das Inlandeis nicht ungewöhnlich sind, bleiben die Küstenorte durch den maritimen Einfluss des Atlantiks und der Baffin Bay geschützt.
Für Reisende nach Grönland bedeutet dies: Die bewohnten Orte an der Küste sind von diesen Extremtemperaturen nicht betroffen. Die touristische Infrastruktur in Städten wie Nuuk, Ilulissat oder Tasiilaq liegt ausschließlich in den klimatisch gemäßigteren Küstenregionen, wo die Temperaturen im Februar typischerweise zwischen -10°C und -20°C liegen.
