Das Lillebælt zwischen Jütland und Fünen ist offiziell als eine von zwei ersten marinen Naturnationalparks Dänemarks ausgewiesen worden. Das geschützte Gebiet erstreckt sich von Trelde Næs und Bogense im Norden bis zum Gewässer bei Als und Assens im Süden.
Die Ausweisung ist ein bedeutender Schritt für den Schutz der dänischen Meeresumwelt. Das Lillebælt beherbergt die dichteste Schweinswalpopulation in dänischen Gewässern und ist damit ein einzigartiges marines Ökosystem. Neben dem Lillebælt erhält auch der Øresund den Status als marine Naturnationalpark.
Neue Schutzmaßnahmen für die Unterwasserwelt
Mit dem neuen Status werden konkrete Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt umgesetzt. Die Fischerei mit Grundschleppnetzen (bundtrawl) wird im gesamten Gebiet verboten, um die empfindliche Meeresbodenflora und -fauna zu schützen. Für Naturwiederherstellung, Vermittlung und den Schutz der Schweinswalpopulation wurden 23 Millionen Kronen bereitgestellt.
Die Kolding Kommune ist mit ihrer Küstenlinie von Løverodde bis Hejlsminde Teil des neuen Schutzgebiets. Gemeinsam mit Fredericia und Middelfart arbeiten die Kommunen an der Umsetzung der Schutzmaßnahmen. Die Zusammenarbeit bringt Forscher, Behörden und lokale Akteure zusammen.
Kampf gegen Sauerstoffmangel und Artenrückgang
Die Initiative zielt darauf ab, zentrale Herausforderungen wie Sauerstoffmangel und rückläufige Fischbestände anzugehen. Durch die Schutzmaßnahmen soll sich die Meeresnatur im Lillebælt erholen und langfristig wieder gedeihen können.
Für Besucher der Region bedeutet der neue Status verstärkte Möglichkeiten zur Beobachtung der einzigartigen Unterwasserwelt. Das Lillebælt ist bereits heute ein beliebtes Ziel zur Schweinswalbeobachtung, besonders in den Sommermonaten. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Website des Naturpark Lillebælt.
