Das Tirpitz-Museum in Varde präsentiert in seiner Sonderausstellung ‚Efter krigen‘ (Nach dem Krieg) die Geschichte dänischer Arbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs beim Bau des Atlantwalls eingesetzt wurden. Die Ausstellung beleuchtet mit Audioführungen die oft schwierigen Lebensumstände dieser Arbeiter.

Viele dänische Arbeiter wurden während der Bauarbeiten am Atlantwall in Varde untergebracht. Einige von ihnen schliefen in der Gymnastikhalle der Jacobiskolen. Ein Arbeiter berichtete später von den hygienischen Bedingungen, die von Läusen und Flöhen geprägt waren. Die Männer schliefen dicht gedrängt, und die Hygiene war mangelhaft. Für eine Übernachtung mussten die Arbeiter eine Krone pro Nacht bezahlen.

Die Sonderausstellung vermittelt durch Audioführungen einen Einblick in den harten Arbeitsalltag der Bunkerbauer – sowohl auf den Baustellen als auch in den primitiven Unterkünften. Die Ausstellung ist auf Dänisch, Deutsch und Englisch verfügbar und richtet sich damit auch an internationale Besucher.

Das Tirpitz-Museum hat von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.