Das Lokalarchiv für Thyborøn-Harboøre-Engbjerg lädt am Montag, 16. März 2026, zu einem Vortrag über die deutschen Bunkeranlagen an der nordwestjütländischen Küste ein. Im Zentrum steht die Frage, ob die Aufräumarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg gründlich genug durchgeführt wurden.
Die deutsche Wehrmacht errichtete während der Besatzung über 8.000 Verteidigungsanlagen in Dänemark. Laut dem Originaltext arbeiteten mehr als 100.000 Menschen am Bau dieser Atlantikwall-Befestigungen, wobei der dänische Staat einen erheblichen Teil der Kosten trug.
Besonders brisant ist die Zeit nach der Befreiung 1945: Nach 1945 mussten an der Westküste Minen und Munition geräumt werden. Laut dem Originaltext lagen über eine Million Minen und Hunderte von Kanonen entlang der Westküste, die entfernt werden mussten. Der Referent Michael Steinke Christensen wirft die Frage auf, ob möglicherweise noch heute Sprengstoffreste unter der westjütländischen Erde verborgen liegen.
Laut dem Originaltext arbeitet Christensen seit über zehn Jahren als Researcher am Holstebro Museum mit Schwerpunkt auf der Besatzungszeit in Nordwestjütland. Er ist Autor der Bücher "En hverdag på trods" und "Trods alt!".
Der Vortrag findet am Montag, 16. März 2026, von 19:30 bis 21:00 Uhr in Havets Hemmeligheder, Kystcentervej 3, in Thyborøn statt. Der Eintritt ist kostenlos. Anmeldungen werden unter der Telefonnummer 93 88 76 73 entgegengenommen.
Für geschichtsinteressierte Besucher bietet die Veranstaltung Einblicke in die noch heute sichtbaren Bunkeranlagen entlang der dänischen Westküste und die weniger bekannte Geschichte der gefährlichen Aufräumarbeiten nach Kriegsende.
