Dänemark ist Mitglied der EU, hat aber den Euro nie eingeführt. Stattdessen bezahlst du hier mit der Danske Krone (Dänische Krone), abgekürzt DKK oder einfach kr. Das sorgt bei vielen Urlaubern für leichte Verwirrung – besonders, wenn im Ferienhaus-Katalog Euro-Preise stehen, an der Tankstelle aber plötzlich alles in Kronen angezeigt wird und der Hotdog-Stand am Strand ein handgemaltes Schild mit "Vi tager også Euro" (Wir nehmen auch Euro) aufgestellt hat.
Die gute Nachricht: Dänemark ist eines der bargeldlosesten Länder der Welt. Du kommst fast überall mit Karte durch – oft sogar einfacher als in Deutschland. Die schlechte Nachricht: Wenn du nicht aufpasst, zahlst du bei jeder Transaktion versteckte Gebühren, die sich über einen zweiwöchigen Urlaub zu einer beachtlichen Summe addieren können. Und genau deshalb lohnt es sich, das Thema einmal richtig zu verstehen, bevor du über die Grenze fährst.
In diesem Artikel klären wir alles rund um Kronen, Euro, Kartenzahlung, Wechselkurse und die gefürchtete Frage am Kartenterminal: "In Kronen oder Euro abrechnen?" Spoiler: Die falsche Antwort kostet dich bares Geld.
💡 Gut zu wissen
Der Kurs der Dänischen Krone ist eng an den Euro gekoppelt. Ein Euro entspricht ungefähr 7,46 DKK – dieser Wert schwankt nur minimal. Als grobe Faustregel: Teile den Kronen-Betrag einfach durch 7,5 und du hast einen guten Annäherungswert in Euro. 100 DKK sind also rund 13,40 Euro. Für den genauen Kurs nutze unseren Währungsrechner.

- Die Dänische Krone kurz erklärt
- Kartenzahlung – Der Königsweg in Dänemark
- Die Währungsfalle am Kartenterminal
- Bargeld: Kronen oder Euro mitnehmen?
- Mobile Payment und digitale Helfer
- Gebühren vermeiden – Die besten Strategien
- Sonderfälle und Stolperfallen
- Checkliste: So bezahlst du optimal
- Fazit: Kronen oder Euro?
💰 Die Dänische Krone kurz erklärt
Die offizielle Währung Dänemarks ist die Danske Krone (Dänische Krone). Eine Krone wird in 100 Øre unterteilt – allerdings sind Øre-Münzen seit einigen Jahren nicht mehr im Umlauf. Die kleinste Münze ist das 50-Øre-Stück, und an der Kasse wird bei Barzahlung auf den nächsten halben Kronen-Betrag auf- oder abgerundet.
Im Umlauf befinden sich Münzen zu 50 Øre, 1, 2, 5, 10 und 20 Kronen sowie Banknoten zu 50, 100, 200, 500 und 1.000 Kronen. Die Scheine sind übrigens wunderschön gestaltet – sie zeigen dänische Brücken auf der Vorderseite und prähistorische Fundstücke auf der Rückseite. Aber ehrlich gesagt wirst du sie im Urlaub vermutlich selten zu Gesicht bekommen, denn Dänemark ist ein echtes Kartenland.
| Zahlungsmittel | Nennwert | Ungefähr in Euro | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Münze | 50 Øre | ca. 0,07 € | Kleinste im Umlauf befindliche Münze |
| Münze | 1 DKK | ca. 0,13 € | Mit Loch in der Mitte |
| Münze | 2 DKK | ca. 0,27 € | Mit Loch in der Mitte |
| Münze | 5 DKK | ca. 0,67 € | Mit Loch in der Mitte |
| Münze | 10 DKK | ca. 1,34 € | Goldfarben |
| Münze | 20 DKK | ca. 2,68 € | Goldfarben, größte Münze |
| Schein | 50 DKK | ca. 6,70 € | Motiv: Sallingsundbroen |
| Schein | 100 DKK | ca. 13,40 € | Motiv: Lille Bælts Bro |
| Schein | 200 DKK | ca. 26,80 € | Motiv: Knippelsbro |
| Schein | 500 DKK | ca. 67,00 € | Motiv: Dronning Alexandrines Bro |
| Schein | 1.000 DKK | ca. 134,00 € | Motiv: Storebæltsbroen |
Warum hat Dänemark eigentlich nicht den Euro? Bei einer Volksabstimmung im Jahr 2000 stimmte die Bevölkerung mit knapper Mehrheit gegen die Einführung des Euro. Die Dänen hängen an ihrer Krone – sie ist Teil der nationalen Identität. Gleichzeitig ist die DKK aber über den sogenannten Wechselkursmechanismus II (ERM II) fest an den Euro gebunden. Die dänische Nationalbank hält den Kurs in einer sehr engen Bandbreite von ±2,25 Prozent um den Leitkurs von 7,46038 DKK pro Euro. In der Praxis schwankt der Kurs noch deutlich weniger.
💡 Die Faustregel für schnelles Umrechnen
Teile den DKK-Betrag durch 7,5 – das ergibt einen fast perfekten Euro-Wert. Ein Eis für 35 DKK? Geteilt durch 7,5 = rund 4,67 Euro. Ein Abendessen für 250 DKK? Das sind etwa 33,33 Euro. Für den exakten Tageskurs schau in unseren Währungsrechner.
💳 Kartenzahlung – Der Königsweg in Dänemark
Wenn es ein Land gibt, in dem du deine Geldbörse getrost im Ferienhaus lassen kannst, dann ist es Dänemark. Die Dänen bezahlen fast alles mit Karte oder Smartphone – vom großen Wocheneinkauf bis zum einzelnen Wienerbrød (dänisches Plundergebäck) beim Bäcker. Selbst an Straßenständen mit frischen Erdbeeren oder am Pølsevogn (Hotdog-Wagen) steht oft ein Kartenlesegerät bereit.
Seit einigen Jahren dürfen Geschäfte in Dänemark sogar Bargeld komplett ablehnen – zumindest außerhalb bestimmter Zeiten. Das bedeutet in der Praxis: Es gibt Läden, Cafés und Restaurants, die ausschließlich Kartenzahlung akzeptieren. Ein Schild mit "Vi modtager ikke kontanter" (Wir nehmen kein Bargeld an) ist keine Seltenheit mehr.
Welche Karten funktionieren?
Visa und Mastercard (Kredit- und Debitkarten) werden praktisch überall akzeptiert. Das ist die sicherste Wahl. Debitkarten mit Maestro-Funktion funktionieren ebenfalls an den meisten Stellen, allerdings wird das Maestro-System schrittweise eingestellt. Wenn du eine neuere Girocard hast, prüfe vorher, ob sie ein Visa- oder Mastercard-Co-Badge (Debit) trägt – erkennbar am kleinen Visa- oder Mastercard-Logo auf der Karte. Reine Girocards ohne Co-Badge (also ohne Visa-/Mastercard-Zeichen) werden in Dänemark häufig nicht akzeptiert.
⚠️ Achtung: Reine Girocards oft unbrauchbar
Einige deutsche Banken geben noch Girocards ohne internationales Co-Badge aus. Diese Karten funktionieren in Dänemark meistens nicht – weder im Laden noch am Geldautomaten. Prüfe vor der Reise unbedingt, ob deine Karte ein Visa- oder Mastercard-Logo trägt. Im Zweifel nimm eine Kreditkarte als Backup mit.
Kontaktlos ist Standard
Kontaktloses Bezahlen per NFC (das Wellensymbol auf deiner Karte) ist in Dänemark allgegenwärtig. Einfach die Karte ans Terminal halten, fertig. Für Beträge bis zu einem bestimmten Limit musst du nicht einmal eine PIN eingeben. Das geht so schnell, dass du manchmal schon wieder draußen bist, bevor der Kassierer "Tak!" sagen konnte.
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🪤 Die Währungsfalle am Kartenterminal
Jetzt kommt der wohl wichtigste Abschnitt dieses Artikels. Denn hier geht es um eine Falle, in die tausende deutsche Urlauber jedes Jahr tappen – und die sie bares Geld kostet, ohne dass sie es sofort merken.
Die Szene kennst du vielleicht: Du bezahlst im Supermarkt oder Restaurant, hältst deine Karte ans Terminal und plötzlich erscheint eine Frage auf dem Display. Sinngemäß:
"Möchten Sie in DKK oder EUR abrechnen?"
Oder auf Englisch: "Convert to your home currency?"
Die meisten Urlauber denken: "Euro, klar! Dann weiß ich ja sofort, was ich bezahle." Und genau das ist der Fehler.
Was steckt dahinter? DCC erklärt
Dieser Service heißt DCC – Dynamic Currency Conversion (Dynamische Währungsumrechnung). Klingt praktisch, ist aber vor allem eines: teuer. Denn wenn du "EUR" wählst, rechnet nicht deine Hausbank den Betrag um, sondern der Zahlungsdienstleister des Händlers vor Ort. Und dieser verwendet in aller Regel einen deutlich schlechteren Wechselkurs als deine Bank – oft mit einem Aufschlag von 3 bis 5 Prozent, manchmal sogar mehr.
Das Perfide: Der Aufschlag wird nicht als Gebühr ausgewiesen, sondern steckt im Wechselkurs selbst. Auf dem Beleg steht dann ein "garantierter Wechselkurs" von beispielsweise 7,20 DKK pro Euro – während der echte Kurs bei 7,46 liegt. Die Differenz wandert in die Tasche des DCC-Anbieters.
⚠️ Goldene Regel: IMMER in Landeswährung abrechnen!
Wähle am Kartenterminal immer DKK (die Landeswährung). Das gilt beim Bezahlen im Laden genauso wie beim Geldabheben am Automaten. Nur so rechnet deine Bank zum echten Kurs um – und der ist fast immer besser als der DCC-Kurs. Diese eine Entscheidung kann dir im Urlaub locker 30 bis 50 Euro sparen.
Rechenbeispiel: So teuer wird DCC
| Szenario | Rechnungsbetrag | Abrechnung in EUR (DCC) | Abrechnung in DKK (über deine Bank) | Differenz |
|---|---|---|---|---|
| Supermarkt-Einkauf | 500 DKK | ca. 69,44 € (Kurs 7,20) | ca. 67,02 € (Kurs 7,46) | ~2,42 € |
| Restaurantbesuch | 1.200 DKK | ca. 166,67 € (Kurs 7,20) | ca. 160,86 € (Kurs 7,46) | ~5,81 € |
| Tanken | 750 DKK | ca. 104,17 € (Kurs 7,20) | ca. 100,54 € (Kurs 7,46) | ~3,63 € |
| 2 Wochen Urlaub gesamt | 15.000 DKK | ca. 2.083 € | ca. 2.011 € | ~72 € |
Die Zahlen im Beispiel basieren auf einem angenommenen DCC-Aufschlag von rund 3,5 Prozent – ein realistischer Wert. Über einen gesamten Urlaub hinweg läppert sich das ganz ordentlich zusammen. Das ist Geld, das du deutlich besser in Softis (dänisches Softeis), Fiskefrikadeller (Fischfrikadellen) oder einen Ausflug investieren könntest.
💵 Bargeld: Kronen oder Euro mitnehmen?
Auch wenn Dänemark ein Kartenland ist – ein bisschen Bargeld schadet nie. Aber welches? Die Antwort ist eindeutig: Wenn Bargeld, dann Dänische Kronen.
Kann ich mit Euro in Dänemark bezahlen?
Theoretisch ja, praktisch mit Nachteilen. Viele touristische Geschäfte, Restaurants und Attraktionen akzeptieren Euro-Scheine. Aber: Das Wechselgeld bekommst du in Dänischen Kronen zurück, und der verwendete Wechselkurs ist in der Regel ungünstiger als der offizielle Kurs. Du verlierst also bei jeder Euro-Barzahlung ein paar Prozent.
Außerdem nehmen die meisten Geschäfte nur Euro-Scheine an, keine Münzen. Und in weniger touristischen Gegenden kann es durchaus passieren, dass Euro gar nicht akzeptiert werden.
Wo bekomme ich Dänische Kronen?
Du hast mehrere Möglichkeiten:
1. Am Geldautomaten in Dänemark (empfohlen): Die einfachste Variante. Direkt nach der Grenze oder in der nächsten Stadt findest du Geldautomaten – auf Dänisch Hæveautomat oder Pengeautomat genannt. Achte auch hier darauf, die Auszahlung immer in DKK zu wählen, falls die DCC-Frage kommt. Deine Bank rechnet dann zum fairen Kurs um.
2. Bei deiner Hausbank in Deutschland: Viele Banken tauschen Euro in DKK um, allerdings oft mit einem spürbaren Aufschlag und manchmal erst nach Bestellung. Die Kurse sind selten so gut wie am Automaten vor Ort.
3. Wechselstuben: An Flughäfen, in Kopenhagen und in größeren Städten gibt es Wechselstuben (Vekselkontor). Die Kurse sind hier in der Regel am schlechtesten – besonders an Flughäfen. Am besten meiden.
🏖️ Praxistipp: Die perfekte Bargeld-Strategie
Hebe direkt nach Ankunft in Dänemark einen kleinen Betrag am Geldautomaten ab – etwa 500 bis 1.000 DKK (ca. 67 bis 134 Euro) pro Person. Das reicht als Notreserve für den ganzen Urlaub. Den Rest erledigst du mit Karte. So hast du immer etwas für den Eisstand am Strand oder den Flohmarkt, ohne unnötig viel Bargeld herumzutragen.
Gebühren am Geldautomaten
Hier lauern gleich zwei mögliche Kostenfallen:
Die Fremdabhebe-Gebühr deiner Bank: Manche deutsche Banken verlangen für Abhebungen im Ausland eine Gebühr – oft zwischen 3 und 10 Euro pro Abhebung. Einige Konten (besonders Reise-Kreditkarten) bieten kostenlose Auslandsabhebungen an.
Die Automaten-Betreibergebühr: Einige Geldautomaten in Dänemark – besonders die von unabhängigen Betreibern wie Euronet – verlangen eine eigene Gebühr zusätzlich zur Bankgebühr. Diese wird dir vor der Abhebung angezeigt. Hier kannst du abbrechen und einen anderen Automaten suchen. Automaten von dänischen Banken (Danske Bank, Nordea, Jyske Bank etc.) erheben in der Regel keine solche Zusatzgebühr.
⚠️ Vorsicht vor Euronet-Automaten
Die auffällig blauen Geldautomaten des Betreibers Euronet stehen gerne an touristischen Hotspots. Sie bieten oft automatisch DCC an (Abrechnung in Euro) und erheben teilweise zusätzliche Gebühren. Suche lieber einen Automaten einer dänischen Bank – die sind fair und transparent.
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📱 Mobile Payment und digitale Helfer
Die Dänen lieben MobilePay – eine App, die in Dänemark so allgegenwärtig ist wie WhatsApp in Deutschland. Damit bezahlen sie untereinander, im Laden, auf dem Flohmarkt und sogar an manchen Parkautomaten. Leider ist MobilePay für Touristen aus Deutschland nicht ohne Weiteres nutzbar, da du ein dänisches Bankkonto oder eine dänische Telefonnummer benötigst.
Was aber wunderbar funktioniert:
Apple Pay und Google Pay: Wenn du eine deiner Karten in Apple Pay oder Google Pay hinterlegt hast, kannst du damit an fast allen kontaktlosen Terminals in Dänemark bezahlen. Das ist sogar noch schneller als die physische Karte – Handy oder Smartwatch ans Terminal, fertig. Und da die Abrechnung über deine hinterlegte Karte läuft, gelten die gleichen (hoffentlich guten) Konditionen wie bei der normalen Kartenzahlung.
Unser Währungsrechner: Damit du im Laden schnell den Euro-Preis im Kopf hast, nutze unseren Währungsrechner. Besonders praktisch auf dem Smartphone – einfach als Lesezeichen speichern und bei Bedarf öffnen.
💡 Preise vergleichen leicht gemacht
Du willst wissen, ob der Supermarkt-Einkauf in Dänemark wirklich so teuer ist, wie alle sagen? Unser Preisvergleich für Lebensmittel gibt dir eine ehrliche Übersicht, was die gängigsten Produkte in dänischen Supermärkten kosten – umgerechnet in Euro.
🛡️ Gebühren vermeiden – Die besten Strategien
Das Bezahlen in einem anderen Währungsraum muss nicht teuer sein – wenn du die Spielregeln kennst. Hier sind die wichtigsten Strategien, um dein Urlaubsbudget zu schonen:
1. Die richtige Karte wählen
Nicht jede Karte ist gleich. Viele klassische Girokonten bei Sparkassen und Volksbanken berechnen für Kartenzahlungen in Fremdwährung ein Auslandseinsatzentgelt (auch "Währungsumrechnungsentgelt" genannt) von typischerweise 1 bis 1,75 Prozent des Umsatzes. Das klingt wenig, summiert sich aber schnell.
Einige Banken und Kreditkartenanbieter bieten Karten mit kostenlosem Auslandseinsatz an – achte dabei auf das Kleingedruckte. Manchmal ist die Kartenzahlung kostenlos, aber die Bargeldabhebung kostet extra, oder umgekehrt.
2. IMMER in Landeswährung abrechnen
Das haben wir oben schon betont, aber es kann nicht oft genug gesagt werden: Wähle bei jeder Kartenzahlung und jeder Geldautomaten-Abhebung die Abrechnung in DKK. Niemals in Euro. Niemals. Wirklich niemals.
3. Nicht zu oft kleine Beträge abheben
Falls deine Bank eine fixe Gebühr pro Abhebung verlangt (z. B. 5 Euro), hebe lieber einmal einen größeren Betrag ab als fünfmal einen kleinen. Bei 5 Euro Gebühr pro Abhebung und fünf Abhebungen à 100 DKK zahlst du 25 Euro Gebühren für umgerechnet etwa 67 Euro – das wäre absurd.
4. Wechselstuben meiden
Wechselstuben (Vekselkontor) leben von der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Dieser Spread kann mehrere Prozent betragen. Der Geldautomat einer dänischen Bank bietet fast immer den besseren Kurs.
5. Gebühren der eigenen Bank kennen
Vor dem Urlaub lohnt sich ein kurzer Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank. Dort steht, was Auslandszahlungen und -abhebungen kosten. Manchmal lassen sich durch einen Anruf bei der Bank auch bessere Konditionen aushandeln – oder du eröffnest ein kostenloses Zweitkonto bei einer Bank mit günstigen Auslandskonditionen.
| Kartentyp | Kartenzahlung in DKK | Bargeldabhebung in DKK | Tipp |
|---|---|---|---|
| Girocard (mit Co-Badge) | Oft 1–1,75 % Auslandsentgelt | Ca. 5–10 € pro Abhebung | Konditionen vorher prüfen |
| Klassische Kreditkarte | Oft 1,5–2 % Fremdwährungsgebühr | Oft 2–4 % (mind. 5 €) | Nur zum Bezahlen, nicht zum Abheben |
| Reise-Kreditkarte (kostenl. Auslandseinsatz) | 0 % | Oft 0 € (je nach Anbieter) | Beste Wahl für Dänemark-Urlaub |
| Prepaid-/Neobank-Karte | Oft 0 % (bis Limit) | Oft 0 € (bis Limit) | Limit und Fair-Use-Regeln beachten |
🏖️ Das Zwei-Karten-Prinzip
Nimm mindestens zwei verschiedene Karten mit nach Dänemark – idealerweise von unterschiedlichen Anbietern (z. B. Visa + Mastercard). Falls eine Karte nicht funktioniert, gesperrt wird oder verloren geht, hast du immer ein Backup. Bewahre die zweite Karte getrennt von der ersten auf – nicht beide im selben Portemonnaie.
🎯 Sonderfälle und Stolperfallen
Im Alltag funktioniert das Bezahlen in Dänemark reibungslos – aber es gibt ein paar Sondersituationen, die du kennen solltest:
Tankstellen
An dänischen Tankstellen bezahlst du entweder drinnen an der Kasse oder an Selbstbedienungsautomaten draußen. An den Automaten wird oft eine Kreditkarte verlangt – Debitkarten funktionieren nicht immer. Außerdem wird bei Kartenzahlung am Automaten häufig ein vorläufiger Betrag (z. B. 1.000 DKK) auf deiner Karte reserviert, der erst nach der tatsächlichen Abrechnung korrigiert wird. Das kann kurzfristig dein Verfügungslimit belasten. Mehr zum Tanken in Dänemark findest du in unserem Tankpreise-Vergleich.
Fähren
Auf dänischen Fähren kannst du in der Regel mit Karte bezahlen. An Bord-Shops und Restaurants wird Kartenzahlung bevorzugt. Euro-Bargeld wird manchmal akzeptiert, aber zu unvorteilhaften Kursen.
Mautbrücken
Die Storebælt-Brücke und die Øresund-Brücke akzeptieren Kartenzahlung direkt an der Mautstation. Das geht schnell und unkompliziert. Auch hier: in DKK abrechnen lassen.
Ferienhäuser
Die Buchung und Bezahlung von Ferienhäusern erfolgt fast immer in Euro über den deutschen Anbieter – hier musst du dir also keine Gedanken über den Wechselkurs machen. Die Nebenkosten (Strom, Wasser, Endreinigung) werden ebenfalls meist in Euro abgerechnet.
Flohmärkte und kleine Stände
Hier ist Bargeld in DKK oft die einzige Option. Viele private Verkäufer auf Loppemarked (Flohmarkt) haben kein Kartenlesegerät, und Euro nehmen sie selten an. Also: Ein paar Kronen in der Tasche haben!
Trinkgeld
In Dänemark ist Trinkgeld (drikkepenge) nicht üblich und nicht erwartet. Die Preise in Restaurants enthalten bereits Service. Wenn du besonders zufrieden warst, kannst du natürlich aufrunden oder ein paar Kronen extra lassen – aber niemand wird beleidigt sein, wenn du es nicht tust. Ein "Tak for mad!" (Danke für das Essen!) ist oft mehr wert als jedes Trinkgeld.
💡 Restliche Kronen loswerden
Am Ende des Urlaubs hast du noch ein paar Kronen übrig? Kein Problem – bewahre sie einfach für den nächsten Dänemark-Urlaub auf. Der Kurs ändert sich dank der Euro-Bindung kaum. Alternativ kannst du Kronen-Scheine bei deiner Hausbank wieder in Euro tauschen. Münzen werden allerdings von den meisten Banken nicht zurückgenommen.
✅ Checkliste: So bezahlst du optimal in Dänemark
✅ Deine Checkliste vor der Reise
Karten prüfen: Hat deine Girocard ein Visa- oder Mastercard-Co-Badge? Falls nicht, Kreditkarte besorgen.
Zwei Karten einpacken: Mindestens zwei verschiedene Karten (Visa + Mastercard) mitnehmen und getrennt aufbewahren.
Gebühren checken: Im Preis-/Leistungsverzeichnis deiner Bank nachsehen: Was kostet Auslandseinsatz? Was kostet Abheben?
PIN kennen: Klingt banal, aber stelle sicher, dass du die PINs aller Karten im Kopf hast.
Bank informieren: Manche Banken sperren Karten bei unerwarteten Auslandsumsätzen. Ein kurzer Anruf vorab kann das verhindern.
Kontaktlos aktivieren: NFC-Funktion sollte freigeschaltet sein – das beschleunigt das Bezahlen enorm.
Notfallnummer notieren: Die Kartensperr-Nummer (in Deutschland: 116 116) offline notieren – für den Fall der Fälle.
Kleine Menge Bargeld: Nach Ankunft 500–1.000 DKK am Automaten abheben (in DKK abrechnen!).
DCC-Regel merken: Am Terminal IMMER "DKK" wählen, niemals "EUR".
Währungsrechner speichern: Unseren Währungsrechner als Bookmark auf dem Handy – für schnelles Umrechnen im Laden.
🛒 Empfohlen: Karten sicher und griffbereit
Keine Produkte gefunden.
🏁 Fazit: Kronen oder Euro – die Antwort ist klar
Die kurze Antwort: Bezahle in Dänemark am besten mit Karte und lass immer in Dänischen Kronen abrechnen. Das ist die günstigste, einfachste und praktischste Methode.
Dänemark macht es dir leicht – Kartenzahlung funktioniert praktisch überall, kontaktlos ist Standard und du brauchst dir keine Gedanken über Bargeld machen. Ein kleines Kronen-Polster vom Geldautomaten (abgerechnet in DKK, versteht sich!) reicht als Notreserve für den gesamten Urlaub.
Die wichtigste Lektion: Wenn das Kartenterminal dich fragt, ob du in Euro oder Kronen abrechnen willst, wähle immer Kronen. Diese eine Gewohnheit spart dir im Laufe eines Urlaubs deutlich mehr Geld als jeder Supermarkt-Vergleich. Und wenn du den Währungsrechner griffbereit hast, weißt du beim Einkaufen jederzeit, was die Dinge in Euro kosten – ganz ohne teure DCC-Umrechnung.
In diesem Sinne: God fornøjelse! (Viel Vergnügen!) – und genieß deinen Dänemark-Urlaub, ohne dir über jeden Øre Sorgen machen zu müssen.
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