Am 5. Mai 2026, dem dänischen Befreiungstag, bietet das Tirpitz Museum an der Westküste eine besondere Führung durch die Sonderausstellung "Efter Krigen" (Nach dem Krieg) an. Historikerin Jane Møller nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise in die unmittelbare Nachkriegszeit Dänemarks.

Die Ausstellung beleuchtet die schwierige Übergangsphase nach dem Zweiten Weltkrieg, als Dänemark am 5. Mai 1945 befreit wurde. Im Fokus stehen drei zentrale Themen: die deutschen Flüchtlinge, die in den letzten Kriegsmonaten nach Dänemark kamen, das Retsopgør (die juristische Aufarbeitung der Besatzungszeit) sowie die Minenräumung entlang der Westküste.

Laut NDR kamen rund 250.000 deutsche Flüchtlinge in den letzten Kriegsmonaten 1945 nach Dänemark. Die Situation war dramatisch: 13.000 deutsche Flüchtlinge starben kurz nach der Ankunft, darunter 7.000 Kleinkinder. Diese Zahlen verdeutlichen die humanitäre Krise, die Dänemark unmittelbar nach Kriegsende bewältigen musste.

Die Führung mit Jane Møller gewährt Einblicke in die Arbeit hinter der Ausstellung und erzählt die menschlichen Geschichten dieser turbulenten Zeit. Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 5. Mai 2026, von 10 bis 11 Uhr statt und dauert etwa eine Stunde.

Die Teilnahme ist im regulären Museumseintritt enthalten, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Die Plätze werden nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" vergeben. Buchungen sind über vardemuseerne.billetexpressen.dk möglich.