Unter der Haderslev Katedralskole verbirgt sich ein Bunker, der jahrzehntelang Staatsgeheimnis war. Im Kalten Krieg war er als Kommandozentrale für den Zivil- und Polizeibezirk Südjütland vorgesehen – ein unterirdisches Hauptquartier für den Fall eines Krieges gegen den Osten. Am Sonntag, den 3. Mai 2026, öffnet die Schule den Bunker von 10:00 bis 14:00 Uhr im Rahmen des Lysfest (Lichtfestes), das an die Befreiung Dänemarks am 4. Mai 1945 erinnert.

Verantwortlich für die Rekonstruktion ist Rune Schmidt Eskildsen, Lektor für Geschichte und Deutsch an der Katedralskole. In diesem Jahr sind zusätzliche rekonstruierte Räume für Besucher zugänglich. Laut einem Bericht des Nordschleswigers verleiht der Krieg in der Ukraine der Ausstellung neue Aktualität – der Bunker ist kein bloßes Museumsstück, sondern ein Ort, der wieder Fragen aufwirft.

Das vollständige Programm des Lysfest ist unter www.lysfest.dk abrufbar. Wer am Nachmittag noch mehr Geschichte erleben möchte: Østerskoven Haus lädt laut Originalankündigung der Haderslev Kommune um 14:00 Uhr zu einer rund 3 km langen Wanderung durch den Østerskoven ein, bei der Geschichten aus der deutschen Besatzungszeit lebendig werden. Treffpunkt ist die Transformatorstation am Waldeingang.

Mehr zum Bunker unter der Katedralskole: nordschleswiger.dk