Eine holländische Familie machte vergangenen Mittwoch am Løkken Strand in Nordjütland einen außergewöhnlichen Fund: Sie entdeckte einen Sildekonge (Regalecus glesne) – auf Deutsch auch Riemenfisch genannt – am Strand.
Laut dem Hirtshals Nordsøen Oceanarium ist es erst das vierte Mal, dass dieser Fisch in Dänemark gesichtet wurde. Drei Mitarbeiter des Aquariums – Kim, Anne und Malene – machten sich umgehend auf den Weg, um das zwei Meter lange Tier abzuholen. Derzeit wird es im Oceanarium aufbewahrt, bevor es ans Statens Naturhistoriske Museum (Staatliches Naturhistorisches Museum) in Kopenhagen übergeben wird, wo es wissenschaftlich untersucht werden soll.
Über die Art ist bislang wenig bekannt, weshalb der Fund laut dem Oceanarium einen wertvollen Beitrag zur Wissenschaft darstellt. Der Sildekonge gilt als der längste Knochenfisch der Welt und kann bis zu 8 Meter lang werden und bis zu 272 Kilogramm wiegen. Er schwimmt in den seltenen Beobachtungen vertikal – also senkrecht auf und ab – und soll der Ursprung des Mythos über Seeschlangen sein. Zudem besitzt er zwei fluoreszierende Punkte am Kopf, die unter UVA-Licht leuchten und vermutlich zur Anlockung von Beutetieren dienen.
