Laut einem Beitrag der dänischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen baut die Große Pukkelhjulspinder (Buckel-Radnetzspinne) die größten Radnetze Dänemarks – mit bis zu einem Meter Durchmesser. Erkennbar ist die seltene Art außerdem an zwei auffälligen Höckern auf dem Hinterleib.

Die Spinne bevorzugt warme Waldränder und alte Kiefernwälder. Da sie vergleichsweise wärmeliebend ist, liegt Dänemark an der nördlichen Grenze ihres Verbreitungsgebiets. Anders als die meisten Radnetzspinnen, die erst im Spätsommer oder Herbst ausgewachsen sind, hat die Große Buckel-Radnetzspinne ihre Paarungssaison bereits im Juni. Im Mai lassen sich daher bereits vollständig ausgewachsene Exemplare oder solche kurz vor der letzten Häutung finden.

Wer die Spinne beobachten möchte, sollte bekannte Fundorte aufsuchen – diese lassen sich auf arter.dk recherchieren. Dort gilt es, nach großen Netzen zu suchen, die von den unteren Ästen von Kiefern in die umliegende Vegetation gespannt sind. Ist ein Netz zu sehen, aber keine Spinne, lohnt es sich, den Fäden bis zu ihren Befestigungspunkten zu folgen: Die Spinne tarnt sich tagsüber oft als Astknorren. Am einfachsten ist sie nachts mit einer Taschenlampe zu finden, da sie dann in der Mitte ihres Netzes sitzt.

Für naturinteressierte Urlauber bietet der Mai eine gute Gelegenheit, diese ungewöhnliche Spinne in dänischen Kiefernwäldern zu erleben.