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Springeren Maritimt oplevelsescenter
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📷 Stephan A. / Google Places
Springeren Maritimt oplevelsescenter
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📷 Stephan A. / Google Places

📖 Über Springeren Maritimt oplevelsescenter

Stell Dir vor, Du stehst am Ufer des Limfjords in Aalborg und plötzlich taucht vor Dir ein echtes U-Boot aus dem Kalten Krieg auf – nicht im Wasser, sondern fest auf dem Boden, bereit, Dir seine Geheimnisse zu verraten. Genau das erwartet Dich beim Springeren – Maritimt Oplevelsescenter, einem maritimen Erlebniszentrum, das weit mehr ist als ein klassisches Museum mit verstaubten Schaukästen und müden Erklärungstafeln. Hier kannst Du tatsächlich durch ein Periskop in den Limfjord schauen, in einen über 100 Jahre alten Druckkammertank kriechen und erfahren, wie 33 Männer auf engstem Raum zusammenlebten – und dabei wahrscheinlich sehr, sehr gute Freunde wurden (oder sehr, sehr schlechte). Das Springeren ist eines der größten maritimen Erlebniszentren Nordeuropas, mit über 2.000 m² Ausstellungsfläche unter Dach und einem Außengelände von rund 15.000 m². Kurz gesagt: Hier bekommst Du für Deinen Besuch echtes maritimes Dänemark – ohne Seekrankheit.

Geschichte & Hintergrund

Die Geschichte des Springeren beginnt mit einer typisch dänischen Frage: Was macht man mit einem U-Boot, das die Marine nicht mehr braucht? Werfen wäre schade, einschmelzen noch mehr – also gründete man kurzerhand ein Museum. Als die U-Boote der Delfinen-Klasse, die letzten dänisch konstruierten und dänisch gebauten U-Boote überhaupt, vor dem Ausscheiden aus der Marine standen, setzte sich eine Gruppe Enthusiasten dafür ein, dass wenigstens eines von ihnen für die Nachwelt erhalten bleibt. Das Ergebnis: Das Museum wurde gegründet, das Unternehmen am 1. September 1990 ins Register eingetragen und am 24. Mai 1992 von Seiner Königlichen Hoheit Prinz Henrik höchstpersönlich eröffnet – begleitet von Königin Margrethe. Ein würdigerer Startschuss ist kaum vorstellbar. Doch die Geschichte des Hauses verlief nicht immer ruhig. Am 10. September 2011 brach im Steuerhaus, wo der Schiffssimulator steht, ein schwerer Brand aus – verursacht durch einen Kurzschluss im Simulator. Rauch und Ruß zogen durchs gesamte Museum, und besonders schmerzhaft: Die Grönlandsammlung und alle Schiffsradios waren so stark beschädigt, dass sie unwiederbringlich verloren waren. Doch statt den Anker zu werfen, krempelte das Team die Ärmel hoch. Im Mai 2012, nach dem Wiederaufbau, erhielt das Museum seinen heutigen Namen „Springeren – Maritimt Oplevelsescenter" – ein Neuanfang, der dem Haus offensichtlich gutgetan hat.

Besonderheiten & Highlights

Das absolute Herzstück des Museums ist natürlich das U-Boot Springeren selbst – S329, ein stolzes Exemplar der Delfinen-Klasse, gebaut zwischen 1961 und 1964 auf der Orlogsværft in Kopenhagen. Mit 53,9 Metern Länge, 4,7 Metern Breite und einer Wasserverdrängung von 575 Tonnen an der Oberfläche (und 646 Tonnen getaucht) ist die Springeren kein kleines Spielzeug. Von 1964 bis zu ihrer endgültigen Außerdienststellung am 31. März 1990 diente sie primär in der Ostsee – und war 1975 sowie 1987 sogar Teil des NATO-Verbands STANVORLANT. Heute darfst Du durch ihr Inneres schlendern, durch das Periskop schauen und Dir vorstellen, wie 33 Mann hier Tag für Tag miteinander auskamen. (Spoiler: Im Torpedoraum schliefen 13 Kojen, Tische und Bänke für 26 Mann – Privatsphäre war ein Konzept, das man an der Pier zurückließ.) Doch das U-Boot ist nur eine von insgesamt elf Ausstellungen. Der Rest ist mindestens genauso spannend:

Auf dem Außengelände

  • Torpedoboot Søbjørnen (1964): Dieses Gasturbinen-Torpedoboot war dazu gedacht, nach Einbruch der Dunkelheit aus versteckten Buchten auszulaufen und feindliche Schiffe zu überraschen – mit bis zu 60 Knoten, einer 40-mm-Zwillingskanone und zwei Torpedorohren. Du kannst den Operationsraum mit Radarschirm, Plottertisch und Maschinenkontrollpanel besichtigen.
  • Aalborg Miniaturstadt: Ein Verein hat Aalborgenser Häuser aus dem Jahr 1870 im Maßstab 1:10 nachgebaut – jeder einzelne Ziegelstein wurde gebrannt und mit Mörtel befestigt. Das alte Rathaus und Hjelmerstald sind darunter zu erkennen.
  • Großer Spielplatz und Grillstationen: Für Familien, die eine Pause vom Staunen brauchen.

In den Innenbereichen

  • Schiffsmodellhalle: Über 600 Schiffsmodelle warten auf Dich, darunter Modelle der RMS Titanic und der RMS Carpathia – jenem Schiff, das als erstes an der Unglücksstelle eintraf und Überlebende rettete. Auch das Modell des dänischen Schulschiffs København ist zu sehen, das 1928 spurlos verschwand.
  • Fartøjshallen (Schiffshalle): Hier findest Du u. a. einen Alouette-III-Hubschrauber, vier Fahrzeuge vom Königsschiff Dannebrog und Motorboote des Schulschiffs DANMARK aus dem Zweiten Weltkrieg.
  • Bootshalle mit den Prinzessinnenjollen: Gut erhaltene Königsboote, in denen Königin Margrethe II. zusammen mit ihren Schwestern als Kinder das Segeln lernte. Royal und charmant zugleich.
  • Werftshalle: Teile der heute geschlossenen Aalborg Werft und die Entwicklung des Schiffbaus ab dem 18. Jahrhundert – darunter ein Modell eines Segelboots, gebaut vom Schiffsingenieur Utzon, dem Vater des Architekten Jørn Utzon, der das Opernhaus in Sydney entwarf.
  • Aalborg Havn-Ausstellung: Der Hafen als Handelszentrum seit dem 16. Jahrhundert – Aalborg Havn feierte 1976 sein 500-jähriges Bestehen, nachdem er 1476 das königliche Privileg erhalten hatte.

Dein Besuch vor Ort

Das Museum liegt idyllisch am Yachthafen Skudehavn in der Weststadt Aalborgs, direkt am Limfjord – mit kostenlosem Parken entlang des Fjords sowie einem kleineren Parkplatz beim Skudehavn. Auch Busparkierung ist möglich, und mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich der Weg bequem über rejseplanen.dk planen. Für Deinen Rundgang solltest Du drei bis vier Stunden einplanen – das Museum ist so gestaltet, dass Du es als Familie mit Kindern gut an einem Halbtag erleben kannst, ohne das Gefühl, durch eine Ausstellung gehetzt zu werden. Die Exponate sind durchgehend dreisprachig auf Dänisch, Englisch und Deutsch beschriftet, sodass auch internationale Gäste keine Informationen verpassen. Geführte Touren – teilweise von ehemaligen Besatzungsmitgliedern der Springeren geleitet – können auf Dänisch, Englisch oder Deutsch vorgebucht werden. Hunger? Kein Problem: Du darfst Deine eigene Verpflegung mitbringen und die zahlreichen Tisch-Bank-Garnituren oder Grillstationen auf dem Außengelände nutzen. Hunde sind herzlich willkommen – solange sie an der Leine bleiben. Bitte beachte allerdings, dass sie weder ins U-Boot noch auf das Torpedoboot dürfen. (Die Besatzung von damals hatte vermutlich genug Gedränge ohne Vierbeiner.) Rollstuhlfahrer können nahezu alle Ausstellungsbereiche barrierefrei erkunden – lediglich das U-Boot und das Schnellboot sind aus baulichen Gründen nicht zugänglich.

📌 Kuriositäten & Fun Facts

  • Im Torpedoraum des U-Boots teilten sich 26 Mann Kojen, Tische und Bänke auf engstem Raum – einige davon mussten sich die Kojen im Schichtbetrieb teilen. Ein Einzelzimmer war nicht im Angebot.
  • In Friedenszeiten durfte die Springeren maximal 100 Meter tief tauchen.
  • Das Museum beherbergt eine Sonderausstellung über das „Hovsa-Missile" (auf Deutsch sinngemäß: das Hoppla-Missile) – eine Rakete, die versehentlich von der dänischen Fregatte Peder Skram abgefeuert wurde und über einem Ferienhausgebiet auf Seeland explodierte. Man kann sich vorstellen, dass der betreffende Matrose danach sehr, sehr viel Papierkram hatte.
  • Das Schulschiff København – dessen Modell in der Schiffsmodellhalle steht – war das größte Segelschiff seiner Zeit und verschwand 1928 spurlos auf See. Bis heute ungeklärt.
  • Die Prinzessinnenjollen in der Bootshalle sind dieselben, in denen Königin Margrethe II. als Kind das Segeln lernte. Royale Lernkurve inklusive.
  • Das Museum wurde am 24. Mai 1992 von Prinz Henrik eröffnet, der von Königin Margrethe begleitet wurde – eine Kombination, die dem Eröffnungstag zweifellos einen besonderen Glanz verliehen hat.
  • In der Werftshalle steht ein Schiffsmodell des Vaters von Jørn Utzon – dem Architekten des Opernhauses in Sydney. Offenbar lag die Leidenschaft für außergewöhnliche Konstruktionen in der Familie.

💡 Wertvolle Zusatzinformationen

  • Adresse: Vestre Fjordvej 81, 9000 Aalborg – direkt am Limfjord im Yachthafen Skudehavn gelegen.
  • Anfahrt: Kostenlose Parkmöglichkeiten vor und hinter dem Museum entlang des Limfjords sowie ein kleinerer Parkplatz beim Skudehavn; Busparkierung möglich. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Planung über rejseplanen.dk empfohlen.
  • Empfohlene Besuchsdauer: Drei bis vier Stunden – ideal für einen Halbtagsausflug mit der Familie.
  • Barrierefreiheit: Nahezu alle Ausstellungsbereiche sind rollstuhlgerecht; nur das U-Boot und das Schnellboot sind baulich nicht zugänglich.
  • Hunde: Willkommen auf dem gesamten Gelände an der Leine, jedoch nicht im U-Boot oder auf dem Torpedoboot.
  • Geführte Touren: Auf Dänisch, Englisch und Deutsch verfügbar – vorab telefonisch oder per E-Mail buchen. Manche Guides waren selbst auf der Springeren im Einsatz – ein Erlebnis der besonderen Art.
  • Sprachen: Exponate dreisprachig (Dänisch, Englisch, Deutsch) beschriftet.
  • Verpflegung: Eigene Speisen und Getränke dürfen mitgebracht werden; Tisch-Bank-Garnituren und Grillstationen auf dem Außengelände vorhanden.
  • Kombitipp: Das Aalborg Forsvars og Garnisonsmuseum ist als Kombinationsticket erhältlich – ideal für alle, die sich für Militärgeschichte begeistern und einen ganzen Tag in Aalborgs Geschichte eintauchen möchten.
  • Öffnungstage: Das Museum ist 360 Tage im Jahr geöffnet – ein deutlicher Hinweis darauf, dass man hier wirklich willkommen ist.

Das Springeren – Maritimt Oplevelsescenter ist kein Museum, das Du pflichtbewusst abarbeitest und wieder vergisst. Es ist ein Ort, an dem Du durch ein Periskop schaust und plötzlich verstehst, warum Menschen ihr Leben dem Meer verschrieben haben – und ein Ort, an dem Du mit Kindern, Freunden oder einfach Dir selbst stundenlang auf Entdeckungsreise gehst. Ob U-Boot, Miniaturstadt, königliche Segelboote oder das legendäre Hoppla-Missile: Hier am Limfjord in Aalborg wartet maritime Geschichte auf Dich, die lebendig, laut und manchmal überraschend lustig ist. Kurz gesagt – komm vorbei. Du wirst nicht enttäuscht sein.

🗺️ Lage

Vestre Fjordvej 81, 9000 Aalborg
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ℹ️ Informationen

🕒 Öffnungszeiten
  • 2. Januar – 30. April: täglich 10:00–16:00 Uhr
  • 1. Mai – 30. Juni: täglich 10:00–17:00 Uhr
  • 1. Juli – 31. Juli: täglich 10:00–20:00 Uhr
  • 1. August – 31. August: täglich 10:00–17:00 Uhr
  • 1. September – 23. Dezember: täglich 10:00–16:00 Uhr
  • 24. Dezember: 10:00–13:00 Uhr
  • 25.–26. Dezember: geschlossen
  • 27.–30. Dezember: täglich 10:00–16:00 Uhr
  • 31. Dezember – 1. Januar: geschlossen
💰 Eintrittspreise
  • Erwachsene: 125 DKK
  • Kinder (6–14 Jahre): 60 DKK
  • Kinder unter 6 Jahren: kostenlos
  • Studenten: 100 DKK
  • Rentner (65+): 100 DKK
  • Jahreskarte Erwachsene: 200 DKK
  • Jahreskarte Kinder: 100 DKK
  • Kombinationsticket mit Garnisonsmuseum Erwachsene: 125 DKK
  • Kombinationsticket mit Garnisonsmuseum Kinder (6–14 Jahre): 65 DKK
  • Gruppen (mind. 25 Personen): 20% Rabatt
  • Kindergeburtstag: ab 65 DKK pro Kind
🐕 Hundefreundlich
Hundefreundlich Badge

Diese Sehenswürdigkeit ist hundefreundlich! Hunde sind hier willkommen.

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